Ausgabe 
13 (24.4.1853) 17
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der h, Väter und aus den von aller Makel gereinigten berühmtesten heidnischen Schrift-stellern sich aneignen, sondern auch namentlich eine vollkommene und gründliche Bil-dung in den theologischen Wissenschaften, der Kirchengeschichte und dem Kirchenrechteaus den von diesem apostolischen Stuhle approbirten Auctoren sich erwerben. Sowird der französische KleruS, welcher so viele durch Geist, Frömmigkeit, Gelehrsamkeit,kirchliche Gesinnung und besondern Gehorsam gegen diesen apostolischen Stuhl ausge-zeichnete Männer aufzuweisen hat, immer reicher werden an kundigen und eifrigenArbeitern, die, mit Tugenden geziert und mit heilsamer Wissenschaft ausgerüstet, euchbei der Pflege des Weinbergs deö Herrn unterstützen, die Gegner bekämpfen und nichtallein die Gläubigen in Gallien in unserer h. Religion bestärken, sondern auch die-selben bei den fernen und ungläubigen Völkern ausbreiten können, wie das euer Kleruszu seiner eigenen Ehre, zum Wohle der Religion und zum Heile der Seelen bi'Sheranzu thun bemüht gewesen ist. Und weil ihr euch mit Uns sehr betrübt über so vieleschlechte Bücher, Broschüren, Zeitungen und Flugblätter, welche der giftige FeindGotteS und der Menschen überall und unaufhörlich ausstreut zum Verderben der Sitten,zur Erschütterung der Grundfesten deö Glaubens und zur Bekämpfung aller Lehrenunserer h Religion, darum, geliebte Söhne und ehrw. Brüder, lasset in eurer bischöf-lichen Obsorge und Wachsamkeit nie ab, einmüthig die eurer Sorge anvertraute Heerdevon diesen giftigen Weiden mit allem Eifer fernzuhalten und sie gegen die Fluch sovieler Irrthümer durch heilsame und geeignete Ermahnungen und Schriften zu unter-weisen, zu schützen und zu stärken. Wir können hier nicht umhin, euch an die Er-mahnungen und Rathschläge zu erinnern, womit Wir vor vier Jahren die Bischöfeder ganzen katholischen Welt dringend aufgefordert haben, ohne Unterlaß durch Geistund gesunde Wissenschaft ausgezeichnete Männer zu ermähnen, geeignete Schriftenherauszugeben, um das Volk zu belehren und die Finsterniß der sich cinschleichendeuIrrthümer zu zerstreuen. Darum bitten wir euch, indem ihr die todtbringende Pestschlechter Bücher und Zeitungen von den eurer Sorge anvertrauten Gläubigen fern-zuhalten sucht, zugleich die Männer wohlwollend zu behandeln und zu begünstigen,welche, von katholischer Gesinnung beseelt und in den Wissenschaften der Literatur be-wandert, dort Bücher und Zeitungen schreiben und drucken lassen, um die katholischeLehre zu vertheidigen und zu verbreiten, um die ehrwürdigen Rechte und die Ver-fügungen dieses h Stuhls zu vertreten, um die demselben Stuhle und seiner Aucto-rität feindlichen Meinungen und Ansichten zu widerlegen, um die Finsterniß der Irr-thümer zu zerstreuen und die Geister der Menschen durch das liebliche Licht der Wahr-heit zu erleuchten. In eurer bischöflichen Hirtensorge und Liebe werdet ihr diese gut-gesinnten katholischen Schriftsteller ausmuntern, mit noch größerem Eifer fortzufahren,die Sache der katholischen Wahrheit mit Eifer und Geschick zu vertheidigen; ihr werdetsie mit väterlichen Worten weise ermähnen, wenn sie bei ihnr schriftstellerischen Thätig-keit einmal fehlgreifen. Ihr seyd serner weise genug, um wohl zu wissen, daß diebittersten Feinde der katholischen Religion alle stets am heftigsten, wenngleich frucht-los, gegen diesen Stuhl des heil. Apostelfmsten gekämpst haben, wohl wissend, daßdie Religion selbst nicht fallen und wanken könne, so lange dieser Stuhl stehe, der aufden Felsen gestützt ist, welchen die stolzen Pforten der Hölle nicht überwältigen (Auß.in ?sslm.) und durch welchen die christliche Religion ganz und vollkommen gesichertist (Mt. sxn. ^vsnn. Ltp. üormisci. ?.). Darum, geliebte Söhne und ehrw.Brüder, fordern Wir euch dringend auf, daß ihr gemäß eurer ausgezeichneten Treuegegen die Kirche und eurer besondern Pietät gegen den Stuhl Petri nie ablasset, ein-müthig und einträchtig alle eure Sorgfalt und Thätigkeit darauf hinzurichten, daß dieGläubigen in Frankreich die Hinterlisten, Irrthümer und Fallstricke feindseliger Men-schen sorgfältig meiden und mehr und mehr in kindlicher Liebe und Hingebung sich andiesen apostolischen Stuhl fest und enge anschließen und es sich zum Ruhme anrechnen,demselben mit der größten Bereitwilligkeit gebührend zu gehorchen. Mit allem Eifereurer bischöflichen Wachsamkeit wirket darum in Wort und That dahin, daß dieGläubigen diesen heil. Stuhl mehr und mehr von Herzen lieben und achten und mit