Ausgabe 
13 (12.6.1853) 24
Seite
186
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Agramer BiSthumS zur Metropole einen neuen und zwar sehr ausgezeichneten Beweisseiner lieben und frommen Sorgfalt für die Kirche des Vaterlandes zu geben, wofürihm in der That unser innigster Dank, unsere aufrichiigste Anhänglichkeit und unbe-grenzte Verehrung gebührt."

Dieses glückliche Ereigniß kann serner nicht anders als unsere Brust mit unaus-löschlichem Dankgcfühl gegen unseren erhabenen Kaiser und König Franz Joseph I.erfüllen, der die uralten in dieser Beziehung geäußerten Wünsche der Kroaten undSlavonier gnädig entgegennehmend und mit seiner mächtigen Beredsamkeit unterstützend,die Sache zum günstigen und erwünschten Erfolge reifte. Dieser bewunderungswürdigeFürst, den Jeder, der ihn sehen oder kennen lernen konnte, eben so hoch verehrt alsliebt und alö eine ausgezeichnete Zierde so vieler Ahnen, denen er entsprossen, beur-theilt, der die Jugend durch gereifte Urtheilskraft und der Zeiten Mißgeschick durchdeS Glückes Gunst besiegt, dem keine Sache so schwierig ist, daß er sie nicht mitweisem Rathschlusse zu leiten, mit Rechtschaffenheit zu beschützen und mit Edelmuth zuvollbringen vermöchte; dieser von Gott mit so vielen Gaben geschmückte Fürst, sageich, hat schon bis jetzt seinem unermeßlichen Reiche, ja der Menschheit mehr Wohl-thaten erwiesen, als viele Andere im Verlause von Lustren, selbst von Jahrhundertenzu erweisen vermochten."

Er hat seine Liebe für die Religion und ihre Bewahrerin, die heilige Kirche,schon im Beginne seiner Regierung durch so ausgezeichnete Beweise dargelegt, daß esnicht verwundern darf, ihn sichtbarlich vom Schilde der göttlichen Vorsehung beschütztund selbst jüngst fast aus eine wahrhaft wunderbare Weise aus der Gesahr errettet zusehen, womit das fluchwürdige Verbrechen eines Meuchelmörders sein kostbares Lebenbedrohte. Diese seine Gnade gegen das Vaterland und unsere Kirche muß fürwahrjene Treue, die unsere Vorsahren gleich einem äußerst kostbaren Schatze gemeinsambewachten, in unseren Herzen und zwar derart befestigen, daß wir weder in Thaten,noch in Worten jemals etwas begehen, das seinem Ruhme oder Wohle schädlich seynkönnte, sondern daß wir vielmehr durch allgemeine Kraftanstrengung seine Absichtenund Bestrebungen, die ohnehin nichts anderes als daS Wohl der seinem Scepter unter-worfenen Völker bezwecken, unterstützen, daß durch hinreichendes ausrichtiges Zusammen-wirken von unserer Seite jegliches Mißtrauen gegen seine Regierung aus den Gemü-thern der Menschen verbannt und auf diese Art alle Pfeile schlechter Menschen abge-wandt und die öffentliche Ruhe und das Glück von jener pestartigen Fäulniß der Leiden-schaften, welche annoch zuweilen die Hölle auszuspeien pflegt, bewahrt und sichergestelltwerden. Des heutigen Tages Glück muß jedoch auch, und zwar im höchsten Grade,die innigsten Gefühle der Dankbarkeit und unverbrüchlichen Treue gegen das fichtbareOberhaupt der Kirche, unseren heiligsten Vater Papst Pius IX. , uns einpflanzen,durch dessen apostolische Autorität allein die neue Constituirung dieser Kirchenprovinzgesetzlich erfolgen konnte und durch dessen väterliche Gnade sie auch in der That erfolgtist. In der Kirche GotteS nämlich muß jegliche hierarchische Ordnung von jener Machtentspringen, der die Fülle des Apostolates innewohnt. Denn waS, wie ein Kirchen-vater sich sehr schön ausdrückt, dem Baume die Zweige, dem Haupte die Glieder, derSonne die Strahlen, der Quelle die Bächlein, das sind und schulden diesem aus-gezeichneten apostolischen Sitze alle Kirchen, welche der christliche Glaube irgendwo aufdieser Erde gegründet hat."

Mit welcher zarten Sorgfalt ferner der heilige Vater diese hohe Macht zuunserem Gedeihen angewendet hat, beweisen hinlänglich die unserer Nation ertheiltenLobsprüche, wie sie die kurz vorher verlesene Bulle enthält, so zwar, daß er sich schonhiedurch unsere Herzen zur innigsten Dankbarkeit für ewige Zeiten verpflichtet hat.Denn wenn es ehrenvoll ist, von einem gepriesenen Manne gelobt zu werden, umwie viel ehrenvoller ist es, durch das Orakel der apostolischen Stimme mit Lobsprüchenüberhäuft zu werden? UebrigenS ist es nicht unsere Absicht, die hohen von einer ganzenWelt bewunderten Geistes- und Herzensgaben unseres höchsten Kirchenfürsten aufzu-zählen und seine unsterblichen Verdienste für die Kirche Gottes und die Menschheit