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Sonntags-Beiblatt
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Augsburger PostZeitung.
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Die Feter der Seligsprechung des Johannes Peceator im Klosterder barmherzigen Brüder zu Neubnrg an der Donan.
k. Dieser Tage feierte daö Kloster der barmherzigen Brüder in Neuburg an derDonau eine eben so erhebende als seltene Feier, nämlich die Seligsprechung desJohannes Peccator aus dem Orden der barmherzigen Brüder. Nachdem diese Feier-lichkeit sowohl in den beiden Pfarreien der Stadt zu St. Peter und heilig Geist, alsauch in den benachbarten Pfarrkirchen den Gläubigen bekannt gemacht worden war,begann am Sonntag, den 13. November Abends, das dreirägige Fest in der sehrschön verzierten Klosterkirche mit einer musikalischen Litanei, wobei unter dem erstenSegen daS Bildniß des Seligen in betender Stellung, die Augen und Häude gegenden Himmel gerichtet, von einem prachtvollen Kranze natürlicher Blumen eingerahmt,unter dem festlichen Baldachine enthüllt wurde.
Andern Tazs vor dem levilirten Hochamte bestieg der hochwürdige P, Cyprian, dermal im Capucinerkloster zn Eichstädt, der eine Woche zuvor dem Convente derbarmherzigen Brüder die üblichen Erercitien gehalten hatte, die Kanzel und predigteüber den Text: Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen(Matth. 5); worin er die Verdienste des OroenS der barmherzigen Brüder für daSgeistliche und leibliche Wohl der armen christlichen Brüder unter Bezugnahme auf denseliggesprochenen Johannes schilderte. Andern Tags hielt der hochwürdige Herr GeorgBauer, Prediger der Pfarrkirche zu St. Peter, die Predigt über den durch Liebethätigen Glauben, während am dritten Tage der hochwürdige Herr geistliche RathJoseph Strobl über die Pflichten eines «katholischen Christen redete. Nachmittagsdrei Uhr war am letzten Tage der Schluß der dreitägigen Festlichkeil mit einer vomChor gesungenen dentschcn Allerheiligen-Litanei und Te Deum laudamus, welche Litaneidie zahlreich Anwesenden äußerst angenehm überraschte. Die Theilnahme des Volkeswar eine unerwartet zahlreiche, so daß die Kirche bei sämmtlichen Gottes-diensten derart überfüllt war, daß die Leute außerhalb derselben noch standen unddie Anzahl der Cvmmnnicanlen auf 12<ZO geschätzt wurde. Alle Anerkennung verdien-ten hiebei die hochwürvigen Herren Capläne der beiden Stadtpfarreien, die unermüdetim Beichtstuhle Aushilfe leisteten. Das Ganze glich einer Mission im Kleinen, wobeinur zu bedauern war, daß man von einem erhebenden Volkszcsange, der die gottes-dienstliche Feier, wie es z. B. bei der heiligen Mission in Augsburg der Fall war,so sehr verherrlicht, nichts bemerken konnte. Möchte dieß berücksichtigt werden, wennsich künftiges Jahr der allgemeine Wunsch der Einwohner Neuburgs und Umgegend>eine Mission zu erhalten, verwirklichen sollte. Wir aber wollen jetzt bei dieserGelegenheit einige geschichtliche Notizen über den Orden und das Kloster der barm-herzigen Brüder in Neuburg hier folgen lassen.
Unter den verschiedenen geistlichen Orden nimmt der Orden der barmherzigen