sich erfülle. Und so schien zwar damals der Unfug erst recht anzugehen. I Kaiser, und fanden daS volle Bewußtseyn ihrer Stellung wieder. WieWie aus einem siedenden Hexenkessel schäumte die Hefe dcS Pöbels herauf, i ehedem Rudolph, Herzog von Schwaben, der dem Kaiser Heinrich IV. um das arme bethörte Bürgcrthum zu übeifluthcn; dieses rohe Volk wurde > abtrünnig geworden, die Hand, die im Gefechte bei Merseburg ihm abge-von heuchlerischen Gesetzgebern geliebkost, von deutschen Afterweisen durch!hauen worden, mit der Linken in die Hohe hob und ausrief: dieß ist dieprunkende Reden aufgebläht, und von ruchlosen Sechen und Schlachtizen meineige Hand, mit der ick meinem Kaiser und Herrn die Treue geschwo-zu einer kriegerischen Rotte geordnet. Aber ein Schrei deS Entsetzens unsren! so sind jetzt alle Soldaten der Armee von der Ueberzeugung durch-LcS Abscheues war bereits durch das ganze Heer gedrungen, das in seinem drungen, daß eS unendlich besser sey, die rechte Hand, ja das Leben zuobersten Lenker und Fürsorger, in dem hochverdienten General sich aufs verlieren als die geheiligte Ehre. Und waS kann größer und wichtigerschmerzlichste beleidigt und verhöhnt sah. Ueber die Werkführer der Anar- seyn in diesem Augenblick, wo eS gegen den Ruin deS Bürgerthums, gegenchie war daS Gericht besiegelt; die Rächer und Ordnunggebieter rückten chaS Geschäft, „daS im Finstern schleicht," gegen die brütenden Mächte dervon allen Seiten heran, gefübrt von großmüthigen Feldherren, die, bei Zerstörung fast keine andere Schutzwehr gibt, als die moralische Kraft deSall ihrer bewundernSwerthen Langmut!) und Milde, von schöngeistigen Heeres?
Flüchtlingenden Beinamen der.„Schrecklichen" hinnehmen mußten. Genug: In der That ist Niemand gründlicher mit dieser Wahrheit bekannt,
in demselben Augenblicke, da der edle Graf unter den Streichen der Mör- als das Natterngezüchte der VolkSbeglücker; daher sie auch kein Mittelder sein irdisches Leben verhauchte, war Thron und Vaterland schon ge-^ unversucht ließen, um die Krieger auf Abwege zu verlocken, und mit demrettet. Nachdem er für die Gerechtigkeit gestritten bis zum Tode, führte Netze ihrer ecklen Vertraulichkeit zu umgarnen. Diesen tückischen Unfugvon jetzt an Gott den Streit für ihn. - - nannten sie Fraternisiren; dahin zielten auch ihre Feste der Verbrüderung.
Denn darin eben beruht daS. Wesen der Erpiation, daß sie im Kreise Fraternität ist eine schöne und himmlische Tugend, die auch der ApostelsürstdcS irdischen Lebens nicht abgeschlossen ist, sondern in ein.unendlich höhe- empfiehlt, aber nicht schlechthin und ohne Beisatz. Denn seine Vorschriftres Gebiet hinauf reicht. Die göttliche WeltrMrung offenbart sich dadurch,' lautet: „Die Brüderlichkeit sollt ihr lieben, Gott sollt ihr fürchten, dendaß sie der menschlichen Willensfreiheit ihren Spielraum und Tummelplatz König sollt ihr ehren." (1. Petr. 2 , 17 /) Soll eine Verbrüderung rühm-überläßt, bis mitten im zügellosen Trcihen eine^roße und edle That her- lich und heilsam seyn, so muß sie von jeder Richtung sich fern halten, dievorleuchtet; bis ein Gerechter bis zum Tode sich gdlreu erwiesen, und die- dem Gesetze Gottes und dem heiligen Rechte des Kaisers widerspricht.seS Opfer dann die Bethvrlen auS,.ihren Trälnnen weckt, die Irregeführten Und so führt unS dieser Gedanke zur dritten Beziehung der Erpiation: zuzur Besinnung bringt, so daß sie aus freiem Entschlüsse der Wahrheit und ihrer Anwendung auf unser öffentliches Leben. Warum soll nicht die herz-dcm Rechte wieder sich zuwenden. Wir werden nicht mit der Vorsehung lichste Freundschaft und Eintracht bestehen zwischen dem Soldaten und
hadern, daß sie diese Wege erwählt, daß sie gleichsam müßig zusieht, bis ^Bürger? Gehören sie nicht einem und demselben Vaterlande, ehren und
ein solches Opfer gefallen, und daS Leben deS Gerechten nicht beschützt, lieben sie nicht einen und den nämlichen konstitutionellen Kaiser, den Trä-Wer würde den Arzt, den Seelsorger achten, der, um seine leibliche Wohl- ger der Majestät? Geht nicht der Krieger auS dem Schooße des Volkes
fahrt keiner Gefahr auszusetzen, vom Felde der Ehre, oder vom Kranken-hervor, und kehrt er nicht, wenn seine Dienstzeit vollendet, in dasselbe
lager sich fern hielte? Je heldenmüthiger daö Opfer, desto besser ist es! zurück? Ist das Heer nicht das Bollwerk der heimischen Sicherheit, derverwahrt und aufgehoben; denn „die Seelen der Gerechten sind in Gottes Ruhm und die Ehre des Reiches? Oder sollten etwa die Völker Oester-Hand; die Augen der Thörichten sahen nur ihren Tod; sie selbst aber sind Deichs nicht stolz seyn dürfen auf so tapfere, humane, hochgebildete Feld-im Frieden." (Weish. 3, 1.) - Herren wie Radetzky-, Windischgrätz, Jellachich, Weiden , d'Äspre, Wall-
Wir können hier an einen Mann auS ritterlicher Vorzeit unS erin-nern: an Robert, Herzog der Normandie, den rüstigen Kämpfer gegen dieSarazenen. Als er sterbenskrank auf eine Sänfte sich legen ließ, um ausBithynien (Kleinasien) nach Jerusalem getragen zu -werden, näherten sichihm einige normännische Barone, die im Begriffe waren, nach der Heimathzu ziehen, und fragten: was befiehlst du, daß wir deiiml Völkern von dir
moden, Schlick, Schwarzenberg, Heß, Schönhals und noch viele Andere?Sind diese ^Heroen nicht die Retter dcS Mittelstandes, deS BürgerthumS,des Sandmanns und seines Grundbesitzes? Und sollen nicht Alle freudigund einmüthig sich jchaaren um ihren trefflichen, ernsten, vom strengstenPflichtgefühl beseelten, jugendlichen Kaiser?
DaS Seelenamt, daS wir Heute für den Frieden deS Verewigten
ausrichten? Der Herzog zeigte auf die Männer, .die bereit"standen, seine feiern, gibt von dieser Gesinnung Zeugniß. Es ist durch ehrenhafte patrioSänfte zu tragen; lauter stämmige, athleusche Leute, aber von äußerst Mische Bürger veranstaltet,*) und die ausgezeichnetsten Tonkünstler aushäßlichem, abschreckendem und verwildertem Aussehen; dann sprach er, im!dem Civilstande haben freudig Hand und Stimme dazu dargeboten- Ob
Gefühle seines nahen TodeS: Sagt meinen Normanen, daß ihr eS mitangesehen habt, wie der Herzog Robert von den Teufeln in den Himmelgetragen wurde! — AehnlichcS können auch rpir von dem hochherzigen
der Hingeschiedene Geist des biedern Streiters schon inS Reich der Herr-lichkeit aufgenommen, ob er im Gegentheile der Erpiation noch bedürfe,die durch Vermittlung deS hochheiligen Opfers und unserer FKbitte ihm
Grafen Lalour erzählen: wir haben zugesehen, wie er von Dämonen in Zugewendet wird, ist unS unbekannt; jedenfalls aber hat diese Feier dieMenschengestalt in die himmlische Seligkeit gefökddrt wurde. Und wir sind Mebenbestimmung: ein Fest aufrichtiger Sühne und Versöhnung zu werdenberechtigt zu dieser Zuversicht; denn er starb, , wie noch seine letzten Worte zwischen dem gesummten Krieger- und Bürgerstande. Möge die Gnadees bekräftigen, nicht bloß den Tod eines Helden, den keine Furcht erschüt- GotteS immer mächtiger die Widerstehenden bewegen, daß sie die Eitelkeit
tert, sondern den Tod des Gerechten , ja eines Märtyrers; er fiel alsKämpfer und Zeuge für Wahrheit und Recht, für Gesetz und Sitte, oder,wie sein erhabener Freund Radetzky von ihm rühmt: als Muster und Vor-bild edler Treue. Es ist aber die Verheißung deS Herrn: „Sey getreubis in den Tod, und ich werde dir die Krone deS Lebens reichen!"(Offenb. 2, 10.)
Aber noch ein anderer Lohn ward ihm gewährt: die Frucht deS rei-
und falsche Scham überwinden, und in die Reihen derjenigen eintreten,die für die wahrhafte Freiheit, für Recht und Ordnung einstehen. MögeeS den vereinten Kräften der Rechtlichen gelingen, wieder herzustellen,waS die Belialssöhne mit vereinten Kräften verwüstet haben!
So viel aber ist sicher und gewiß: „Jede Bestechung und Ungerech-tigkeit wird vertilgt werden, die Treue hingegen wird ewiglich bestehen.Trübsal und Angst über die Seele eines Jeglichen, der Böses thut; Herr-
chen Segens, den sein Opfer der irdischen Welt gebracht. Dieser Segen j lichkeit, Ehre und Friede Allen, die das Gute wirken." (Eccl. 40/ 12.gab sich gleich anfangs kund im Siege deS Lichtes. Diejenigen, die nurMöm. 2, 10.) Und wird nicht endlich daS Leben aller Menschen einemder Täuschung unterlegen, erschauderten, wie einst die Männer auf Gol-!KrigSdienste gleich geachtet? Ist eS nicht einem Jeden geboten: für die
"" Gerechtigkeit zu streiten bis in den Tod? So mögen wir vom Apostel unöermähnen lassen, daß wir als ehrenhafte Kämpfer uns erproben, die Treuebewahrend und ein gutes Gewissen, damit wir in jeder Drangsal und imletzten Augenblicke vertrauensvoll rufen können: Meine Stärke und meinRuhm ist der Herr; und er ist mir zum Heile geworden! (1. Tim. 1, 18.Pfl 117, 14.)
gotha, schlugen an ihr Herz und kehrten um. Viele der edleren Gliederder Legion und Nationalgardc entfernten sich für immer von dem jacobini-schen Gräuel. Sie hatten endlich das Scheusal der rothen socialen Re-publik erkannt; sie fühlten, baß all daS Gerede von Selbsthilfe und souve-ränem Volkswillen nur Trug sey, daß kein sophistischer Seifenschaum, erkomme nun aus der Reitschule oder der Paulskirche, diese Makel zu tilgenvermöge, und besannen sich neuerdings auf die ewigen, von Gott gesetztenGrundlagen der geselligen Ordnung und Gesittung.
Während dieß in der bürgerlichen Welt geschah, zeigte sich mächtigernoch die SegenSwirkung in allen Rangstufen und Reihen dcS HeereS.
Der Verein für religiöse Freiheit in Frankreich an dieMitglieder des katholischen Vereines Deutschlands.
In den Anrüchigen, Rostigen, Zweideutigen erwachte daS PflichttU, „ . das Schreiben, welches d-r katholische Verein Deutschlands beiEhrgefühl mit neuer Kraft, um nie mehr einzuschlummern; die Jrregcführ-! denkwürdigen Versam mlung im October deS vorigen JahreS zu Mainz
^"'^W"nke"de>r kehrten von ganzem Herzen zu ihrer Standeöpflicht, Namentlich und vorzüglich durch den. als Herausgeber des „constituti-n-lleu Haus-
zurück, suhlten sich begeistert für ihren einzig rechtmäßigen Oberherrn, den^Jörgel" in weiten Kreisen berühmten Herrn Rechnungsrath I. B. Weis.