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Kinder der Kirche keineswegs diese zeitliche Feststellung des päpstlichen! stehe, gehört hätten. Sogleich packte ich mein Reisegeräth zusammen, undStuhles, um an die römisch katholisch apostolische Kirche zu glauben. Und setzte mich auf den mitgebrachten Schlitten, mit dem kaS kanadische Pferd-wenn die Römer, dieses Volk, von den Aposteln Peler und Paul so sehrlchen schnell wie ein Vogel dahinflog. Allein plötzlich erhob sich ein furcht-geliebt, in ihrer gegenwärtigen Anarchie auch von, Glauben abfallen wür-! barer Sturmwind und ein Schneegestöber, das die Bahn ganz unsichtbarden waS Gott verhüte, so würde dennoch der Nachfolger Petrt, obgleich i machke. Unter donnerndem Krachen stürzten reck'tS und links riesenanigeBischof von Rom, i» psrtilms iulilleliuin das Oberhaupt der ganzen Kirche! Bäume nieder. Noch gräßlicher als selbst der Wind heulte aber ein Mann,bleiben, lind mag er die Meere durchschiffen, und, daS Evangelium in! dem wir begegneten, und dem so eben ein entwurzelter Baum daS Paarder einen Hand, die kirchliche Konstitution in der andern, in einer Statt Ochsen erschlagen hatte, das an seinem Schlitten gespannt war. Nichtoder einer Wüste der andern Hemisphäre sich niederlassen: mit Ihm wird ohne Schauer sahen wir mit eigenen Augen das gräuliche Speklakel, undLie Kirche wandern, landen, und sich niederlassen, und wir werden nicht setzten, nachdem wir diese Barrikade glücklich passirt, unsere Reise trotz deraufhören, mit dem heiligen AmbrosiuS zu rufen: Ubi Petrus il>i eoclesis. auch uns drohenden gleichen Gefahr fort „Weil ich Sie, Pater, zu füh-
Wie die Sonne, unbeweglich am Firmamente befestigt — so kann auchdieser Mann seine» Platz auf der Erde zu wechseln scheinen; aber uner-schütterlich auf seiner göttlichen Grundlage, wird er immer die ganze Erdeüberstrahlen, die Augen der ganzen sittlichen Welt weLdin auf ihn gerichtetseyn, und er wird mit dcnu^ nantastbarsten Rechte sagen können: „Rom ist nicht mehr in Rom , eS ^Wdort, wo ich bin!"
Sehen wir nun, was Europa, was Italien , waS Rom seyn würdeohne ihn. ES sind dieß Fragen, deren Wichtigkeit fast durchaus verkanntwird, und über deren religiöses und sociales JnterGss man mit dem stoi-schestcn Glcichmuthe hinauszusehen pflegt. Fürwahr, oft muß man erschre-cken über daS, waS man da sagen hört; zwar ist eS nicht die römisch-
ren habe," sagte mein Führer, „fürchte ich nicht daS Geringste. Gott istgut und hält die Bäume, und wenn sie auch fallen, so fallen sie gewißnicht auf unS." Und wirklich so geschah eS auch, obwohl ich am Rück-wege auf einer Strecke von kaum 30 Schritten 12 der stärksten Bäumezählte, die der Orkan niedergestürzt hatte. Aber nun gingen wir einerneuen Gefahr entgegen. ES war schon später Abend, als ich im Schneeeine Menge Spuren von Fußtritten wilder Thiere bemerkte. Auf meineFrage, waS dieses zu bedeuten habe, entdeckte mir mein Fuhrmann nichtohne sichtliche Angst, daß vor einigen Tagen sich in dieser Gegend einRudel von nahe an 200 Wölfen gezeigt habe. Zwei dieser hungrigenBestien hätten erst unlängst eine Frau zerrissen, die ihrer Nachbarin einen
katholische Kirche, für die wir erschrecken; die römisch katholische Kirche ist ^ Besuch gemacht. Der Mann, der ihr entgegen ging, traf die Wölfe nochja alt geworden in Kämpfen; nichts verletzt sie; Verfolgungen, Verrath,! bei ihrem Raub; doch eS war schon zu spät. Ein andermal ging eineDrohungen und Neuerungen, alles um sie herum sinkt in den Staub, und ! Mutter mit ihren 2 kleinen Knaben aus. Da stürzte ein Bär daher, und»„erschüttert blickt sie herab auf die Wogen, die an ihrem Fuße sich brechen,! packte einen derselben. Zum Glücke hatte die Mutter eine Art bei sich,und auch dieser neue Kampf wird für sie nur eine Glorie mehr seyn. und schlug so wacker auf die Bestie, daß sie dieselbe erlegte. Mit solchen
Aber wir erschrecken um der Seelen willen, die verloren gehen, um derBlindheit der Geisternder Selbstsucht, der Vorspiegelungen, und des Dün-kels gewisser Leute wegen, die kein größeres Vergnügen kennen, asS die
eben nicht kurzweiligen Geschichtchen unterhielt mich mein Führer noch län-ger. Doch uns begegnete weder Bär noch Wolf, und so langten wirglücklich bei dem Ziele unserer Reise, einer kleinen niedern Hütte an, die
zeitliche Macht deS Papstes vernichtet zu sehen. Sie geben sich alle Mühe, statt deS Daches bloß mit einigen darüber gelegten Brettern gedeckt war.wie wir Anfangs sagten, in dieser Vernichtung eine Verjüngung der Kirche,! Mein Erscheinen erweckte unter den Leuten, welche diese Hütte bewohnten,einen Fortschritt in derselben zu sehen. Einen Kult, der an den nöthigsten! eine Freude, als wenn der Himmel sich auf die Erde niedergelassen hätte.Bedürfnissen Mangel leidet, Gefäße von GlaS und Holz, die Priester al^ Schnell wurde der Tisch gedeckt, und als die Speisen aufgetragen waren,Bettler, den Statthalter Christi als einen Mann, der nicht weiß, wohin hieß eS: „Jetzt machen Sie sich glücklich!" Dieß ist die gewöhnliche For-
er sein Haupt legen soll, und in die alte Nacht der Katakomben zurückzukehren genöthigt ist — daS sind Dinge, die ihnen vor allen andern Herrlich scheinen, und die das Herz dieser erhabenen Forlschrittsmänner vorFreude zittern machen. Wir aber sind so frei, mit Hintansetzung dieser
mei, guten Appetit zu wünschen. Und ich fand mich wirklich auch rechtglücklich bei meiner frugalen Mahlzeit, da wir während der ganzen Reisenirgends einkehren konnten, um unsern Hunger zu stillen. Die Nacht wargrimmig kalt, und da die vier Wände der Wohnung nur aus dicken über-
Erhabenheit einer weit gemeinern Ansicht zu seyn; wenn wir auch freudig! einandergelegten Bäumen bestunden, zwischen welchen man inS Freie hin-bekennen, daß ein Kreuz von Holz die Welt erlöSt hat, und immer fort aussehen, und der Wind hereinsausen konnte, stand ich schlotternd vorerlösen wird, so glauben wir doch, daß eS der Kirche nicht zukommen kann, Kälte von meinem Lager auf, unv lief, in meinen Mantel gehüllt, außersich 15 Jahrhunderte zurück zu versetzen, und gleichsam von vorne wieder der Hütte eine ziemliche Strecke auf und ab, um mich einigermaaßen zuanzufangen, sondern daß sie vielmehr den Weg zu gehen, und zu verfolgen erwärmen. Am Morgen dann ging daS MissionSgeschäfl an. Ich hörte
hat, auf den Gott sie gewiesen, unv daß sie ihren, ihr von der Vorsehunggeschenkten, zeitlichen Besitz zu erhalten trachten muß, um ihren geistigenBesitz zu vollenden. Wir glauben, daß eS in Rücksicht auf die WerkeGotteS von unS weiser gethan ist, die Absichten, die er dabei haben konnte,zu erforschen, und in Demuth unS darnach zu richten, als unsere Hirn-gespinnste, so glänzend sie auch aussehen mögen, ihm als eine Norm vor-schreiben, und seine Weisheit nach unserer Einsicht modeln zu wollen.Dieß gilt besonders da, wo eS sich um die Interessen der Kirche handelt,weil nirgends romantische Blendwerke von größerer Gefahr seyn können,
in aller Kälte dasitzend Beicht bis nach 12 Uhr, las dann Messe, undtheilte die heilige Kommunion aus. Abends war Religionsunterricht. Diedrei folgenden Tage war eS eben -so. Gegen 30 Personen hatten auSMangel eines Priesters 7 bis 10 Jahre nicht mehr gebeichtet. Nebst einemalten 60jährigen Manne unv einem 17jährigen Jüngling taufte ich auchmehrere Kinder von 2 bis 3 Jahren. Der letzten Predigt am Sonntagwohnten so viele Menschen bei, daß ein großer Theil außerhalb deS Hau-ses herumstehend sie anhören mußte. Wie dringend baten mich alle, inzwei Monaten wieder zu kommen! Als ich nach eingenommenem Mittag-
alS eben hier, und wir glauben fest, daß in der ausgesprochenen Absicht mahl meinen Altar-Apparat zusammenpackte, stürzte ein Haufe wilder InGotteS die Gewissensfreiheit der katholischen Wahrheit vorsorglich mit der dianer mit so gräßlichem Geschrei in die Hütte herein, daß ich im erstenFreiheit und zeitlichen Unabhängigkeit des heiligen Stuhles vereinigt bei- Augenblicke glaubte, nun habe mein letztes Stündlein geschlagen. Mitsammen liegen. Und eben diese letztere ist es, welche von dem republica- dem Crucifir in der erhobenen Hand trat ich unter sie, wie ein andererNischen Frankreich, dem protestantischen England, wie von dem katholischen Johann Kapistran einst unter die Türken. Mit gellender Stimme riefen sieSpanien in den jüngsten Tagen anerkannt und proclamirt wurde. Der mir in ihrer Sprache einige Worte zu, die mir einer auS ihnen, der eng-schiSmatische Selbstherrscher aller Neusten huldigte dieser Wahrheit in der lisch verstand, dolmetschte. Sie riefen, sagte er, „Schwarzrock! Schwarz-Person Gregors deS Sechzehnten, und selbst die Pforte schickt heut zu Tage rock! ein Priester deS großen Geistes." Zwei derselben drückten ihre FreudeGesandte an den päpstlichen Stuhl. Was sollen wir jenen Vermessenen! über meine Gegenwart durch Zeichen auS, und ließen durch den DolmetschWeiter erwidern, welche die von der Vorsehung durch heilige Rechte an mir sagen, sie seyen Katholiken (alle übrigen waren Methodisten) undden Papst übertragene, und durch die Huldigungen fast der ganzen Erde hätten zu Hause auch zwei Schwarzröcke, ob ich sie kenne? ES sind ohneanerkannte zeitliche Oberherrlichkeit deS römischen Stuhles anzutasten wagen? Zweifel unsere Patres auf der großen Manitoulin-Insel am Huron-See .
(W. K. Z.)
Mission Sbericht.
New-Germany (in Kanada), 26. März 1849. Eines Morgenssaß ich eben am warmen Ofen, als ein mir unbekannter Mann eintrat,und mich bat, ihm in ein 28 (englische) Meilen entferntes, von 300irländischen Katholiken bewohntes Township (DistrictS Region) zu fol-gen, die glücklicher Weise von meiner Ankunft, und daß ich englisch ver-
AUe diese Indianer, bet 40 an der Zahl, trugen weißwollene Kozen, diebis an die Knie reichten, hölzerne Sandalien, und um die Mitte deSLeibes einen farbigen Gürtel. Sie verlangten nur Brod und PoiotoeS(Getränk), waS ihnen auch willig gereicht wurde. Am Rückwege mußteich bei einer in Mitte deS Waldes auf halbem Wege von meinem Wohn-sitze gelegenen Hütte vorüber, bei der eS mich schon am Hinwege wie mitGewalt hineinzuziehen geschienen hatte. Auch dießmal fuhr ich vorüber,um daS Pferd nicht in der Kälte dastehen zu lassen. Doch eS befiel michplötzlich eine mir unerklärbare Unruhe; ich wurde ganz blaß, und verlangte