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Hoiv «Inlur ov geiiore, gui HO», tjuuliz ij)86, vickoro,kl min» lo» 08 lo vitmii looo liiiijuit I 101108 I».
I'»8l,lli>1 IllIU! toilliio ,,II>0j>OIli IIi>'.08 III uriio,
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4'Ii>i>1i>>U8 Iiiiio MI8III8, viliiiu vu!l oiodoro oIiiU8lris.0»i 80 ,>uilur, >»ii,vo8 inüliilur >> 088 i,»u 8 rno8,
IXon roliur iiiouli, »ou n«l8Uii1 iiumimi gonli.
11uju8 o>>o»i >>v1i1, ooil1ri>iiu8 Iiio 8>Iii 8lo1i1,
Ll >>or,'1 in mul!8, duiu I»I8001 8MMMI >>rol'uncki8.IX. 11 U 8 lloroliil, guock IIOI 1 8j»6i'ii886l, Imiiodil:
80 ,1 >io>>uIu 8 1 i-i 8 li 8 lloliil 1oliii>on1iu8 i 8 ti 8 .
^liii» 8«>r1i8 miiiio vidoiilur luki venioe;
L1 iiri,u'eii8 ii68oi1, cjuoll nova poloolia erteil,'t'smlom 8oe>>1ni goiil, <jui ul1ii»u8 8lemmii1i8 erit.l8ivio> ') iiilmiOom 8(:o>U8 iiuilol, morlo >ii»iic1mii.
Ll s>c>8lol' giv^vm reoijiil, 6ioniia»iii rogom .
Aliiooliiii oum4o5um ^o»i1u8 olilila muloimm,
1>>8» 8008 301 I 0 I fovoio, N6V Ullvonil ^iioilvl:
1^118011 l^oliiiiiii 8Ui'L;m>1 ei leelii (^oitiii,
Ll veleri mooe (1Ieeu8 8j>Iei»1o8eet Iiooore,
IXle Iuj >08 iioOili j»Io8 ii^idiiilur ovili.
^gorlsi.yuiiji folgt.)
Die lateinische Sprache in der Kirche. **)
Uiilcr den Fortkrungni, wclche Lic Ncucrcr in der Kirche, geist-lichen unv welilichen Sinneeö, Hochgelehrte und Alltngeschreier, seit Jah-ren schon gestellt, nniuinhr aber, rreil die Zeilverhälinisse ihnen günstigscheinen, weil ste Lerbündete haben an den pclitischen und kirchlichen Ra-dicalen, an den Glanbene-gleichgilligeii, an den Glaubenslosen und an denGlanbenchassern, inu neuem llngeltüin wieder vorbringen, fehlet nie daöVerlangen nach Beseitigung cer luieimschen Lprache auS der ganzen Lirurgie.Wie immer ras Unstauhasle, um daö Glimpflichste zu sagen, dieses Begeh-rens mir überzeugenben Giüncen nachgewiesen seyn mag, die Männer,welche nun einmal um jeoen Preis Neuerungen wollen, da der alte Geistder Kirche zu ihren iieumousch aufgeklarten Hinsichten nicht paßt, möge eöselbst aus dem Wege eines förmlichen Schisma S geschehen, wiederholenuiierniüdcl ihre veralteten, längst verurlheillen Gründe, wenn auch inSchriften etwas glimpflicher uns zärter, als dieß vor Jahren auf demKatheder geschehen ist vor Theologen, die, bald darauf in den Priester-stanv eintretend, die ganze Liturgie in der ihnen so verächtlich gemachtenund wahrhaft verhöhnten lateinischen Sprache vornehmen mußten.
*) Ein Eclcbrtcr, der dic Hcindsibrist in Berlin gesehen, versichert uns, es müssenach den Zügen derselben ss reso gelesen werden (Zn gleicher Weise ist durch falscheLesung rwn sanegeo-il der „i>l. Grat» cnistandcn, während zu lesen ist: das wahre Blut.)
") Wir cnlnchincn diesen kurzen, aber körnigen Aussatz dem vor Kurzem erschienenenWerke: „Katholisches Kirchcnlhnm, bchandeli in zwanzig Kanzcirevcii, mit besonderer,kritischer Wahrnehmung des sogenannten D c n l sei, ka 1 h 0 l i. i s 1» u s ; nebst einem An-!hange: Fresken a»S dem Krcnzgangc Bon Wilbclm Gärtner, Opcrar und Feiertags-!Prediger an der kaiscrl. königl. Wiener Universilätskirchc. Motto: b>on ksvoro, seälichors. Wien ISIS. Verlag von Karl Gcrold." I
Unter diesen Umständen dürfte eS manchem unserer Leser nicht unan-genehm seyn, zu vernehmen, wie ein geistreicher Prediger diesen Gegen-stand vor einem zahlreichen Publikum in der Wiener UniverstlätSkirche be,handelt hat. Nachdem er in Kürze erwähnt, wie die Sprache beim Gottes-oienste mit der katholischen Principiensrage gar nicht nothwendig zusammen-hänge, da z. V. die unirten Griechen und die unirten Armenier nicht wiewir in der lateinischen, sondern in ihrer Nationalsprache den Gottesdienstverrichten und dennoch als ganz gute katholische Christen zur Kirche gehö-ren, fährt er fort:
Eine andere Frage ist eS: ob und in wie fern es rathsam undvom Heile seyn dürfte, hinfort in allen Ländern die betreffende Landes-sprache alS die gotteSdicnstliche einzusetzen? ES mag seyn, daß es für vieleMenschen — wenn nicht schon für alle, — eine Periode des Alters gibtda man gar zu gern aufgelegt wäre, in der Welt aufzuräumen und zurefvrinireii) ich gestehe, daß eS für mich, da ich noch alle Tage meinPensum zu machen halte, ein Lust gewesen wäre, der lateinischen Sprachei in der Kirche und noch in gar manchem Anderen, den Garaus zm machen,so zwar, Laß am Ende der ganze Gottesdienst aufgegangen wäre in dererbaulichen Strophe:
„Der Celt', der Griech', der Hottcntot
Verehren kindlich einen Gott."
Da begegnete eS mir aber nachmals, daß ich von Kirche und Kir-chenthum mehr anzuhören bekam, als mir anfänglich lieb war; später hieltich eS für eine Ehrensache, meinen Beruf und seinen Boden kennenzu lernen; allmälig kam mir die Kirche anders und ganz anders vor, alsich mir sie in der kindlichen Hoffarl jener Jahre, da der Mensch noch alleTage ein paar Sacktücher braucht, gedacht halte; sie gefiel mir wohl gar,namentlich merkte ich, daß ihre Grundwerke, wie tief man ihnen auchnachgrabe, gar kein Ende nehmen wollen, sondern vielmehr durch alleSchichten der Zeit und Weltgeschichte zurückreichen bis in die Schöpfungö-tage hinein unv obend'rein wie aus einem Gusse seyen, und daß man sichin die ganze Weltgeschichte nicht hineinfinde, und der Wanderzug ihrerVölker ein Räthsel ohne „Woher?" und „Wohin?" wenn man nicht aufder Hochwane katholischer Umschau stehe; und eö begegnete mir, daß ichjetzt meine Lust und Freude habe, diese Kirche gegen ihre Gegner zu ver-theidigen, wie man mir auch durch anonyme Briefe drohe, daß ich „beider nächsten Gelegenheit werde krepiren" muffen.
Darum, wenn gewisse Leute meinen, die Kirche, mit Putz und Stiel,wie eine Giftpflanze, leichter Mühe ausrotten zu können, so fällt mir ein! eine klein winzige aber buchstäblich wahre Geschichte. In meiner Vater-j stakt hatte ein Schmid ein Stück Kette so eingeschmiedet in daö Pflaster,daß eS die Anstrengung keiner Menschenhand herausreißen konnte; und damachte eS dem drolligen Manne Spaß, wenn Jemand vorbeikam und dieKette, die ihm im Wege lag, meinte aufheben zu können. Eine solcheKette ist aber auch die lateinische Sprache in der Kirche. — Sie ist eineKelle, die in die Vergangenheit zurückreicht, und zwar in eine Vergangen-heit, die von den sieghaftesten Triumphen der Kirche über eine ganze (alle)Welt erzählt: sie ist eine Kette an der sich schon Millionen in den Him-i mel hinauf gegriffen haben; die lateinische Sprache der Kirche ferner, sie!jst, ja sie ist ja die Muttersprache der Kirche: als Kind hat die Kirche!in dieser Sprache geredet; die lateinische Sprache ist ferner eine „todte,"und das macht, daß in dieser Sprache nicht mehr geflucht, nicht mehr ge-sündigt wird, daß Liese Sprache derzeit eine unentweih'te ist; dielateinische Sprache in der Kirche gibt dem Zöglinge des PriesterthumS dengold'nen Schlüssel zu dem Schatze alter, classischer Bildung in die Handund macht, daß, wenn Studienpläne und UiuerrichtSwesen ihm bisher dieneue Zeit verrannten, ihm doch die Retrospektive inS Alterthum geöffnetwar. Die Gelehrten, die in Deutschland zusammengetreten sind, bereitsstimmen sie für Beibehaltung der lateinischen Sprache als der UniversitätS -sprache; und wie, der Kirche, die mit ihr ganz anders innig verbundenist, als die Schule, wollte man sie nehmen? Ferner: die Kirche als etwas,daS von Uebcrweltlichem herkommt, in UeberirdischcS ausgeht, hat ihrGeheimniß, ihre Mystik; einer solchen Beziehung entspricht ihre gesonderte,den Todten abgeborgte Sprache. Ferner: die Sprache der Menschen war,einst in der Urzeit, auf der ganzen Erde nur eine, eine einzige. Gründ-liche Sprachforscher, wie von Eichhofs, Ceyden, LepsiuS, Gulia»>noss, die beiden Schlegel, Schubert, Wilhelm von Humboldt ,GörreS, wissen daS sehr gut; sie wissen, daß die bekannten 2000 Spra-chen der Erde sich im Grunde ihrer Abstammung auf nur sechs Sprach-familien reduciren, unv diese sechs auf jene einzige Ur- und Muttersprache.
! Wer den Sündenfall der Stammeltern und, als Folge dessen, den Krebs-gang der Menschheit durch lange Zeit hindurch recht versteht, und wereben so versteht: wie die Kirche, wenn ich so sagen darf, abgesehen vonder himmlisch hohen Aufgabe der Heiligung in ihrem Hohenpriester