in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon wirkliche bedeutende Erfolgs Zu keiner Zeit drängte eS mehr, eine mächtige katholische öffentlicheerzielt: sie haben die Freiheit der Kirche und des Unterrichts in der deut- Meinung zu gründen. Die Freiheit der Kirche und des Unterrichts bestehtschen Reichsversammlung mit erringen helfen. Ihre Pflicht ist eS aber erst in einer nicht anerkannten ReichSverfassung: ihre praktische Ausführung
jetzt, diese Freiheiten zu benutzen.
Die lebendige praktische Regsamkeit dieser Vereine in Deutschland wird noch dadurch zunehmen, daß sich in andern europäischen Staaten,
steht noch auö. Die Katholiken, mäßig und bescheiden, wie immer, woll-ten im Sturm der Umwälzung die Regierungen nicht drängen: inzwischenerhebt das kirchenseindliche Beamtenthum wieder sein Haupt und verweigert
und selbst in Nordamerika , ähnliche Vereine bilden; für die Gründung die Vollziehung der öffentlichen Zusagen,dieses großen katholischen Bundes habe ich in Frankreich, Belgien , in der. Die Staatsgewalt wird den gerechten Anforderungen unseres Hoch-Schweiz, in England und in den Vereinigten Staaten Nordamerika's nicht würdigsten Episkopats nur dann gereckt werden, wenn sie als Verbündeteohne Erfolg Schritte gethan. Auf diesem Weg bildet sich in diesen Ver-^ desselben eine starke unüberwindliche öffentliche Meinung ersieht,einen aller katholischen Völker das Organ einer katholischen öffentlichen! Und in Sachen deS Reichs entscheidet, wenn sie nur will, die großeMeinung der Welt, welche den Katholiken bei jedem Bedrängniß in irgend i katholische Mehrheit: in ihrer Hand ruht das Geschick Deutschlands undeinem Staat zu Hilfe kommen wird, wenn dort die Regierung oder eine ^ folgewcise das Geschick der Welt.
Partei die Rechte der Katholiken zu schädigen droht, und deren Auöspruch! Aber diese Mehrheit muß man wecken mit allen Rufen, die in der
keine Macht zu widerstehen die Stirne hat.
Diese Milwcrbung der Katholiken anderer Nationen wird dann auchdie Katholiken Deutschlands spornen, in praktischen Arbeiten der Gesittung
Brust einer großen edlen Nation wiederhatten. Viele reiche Kräfte habenin der Zeit der langen süßen Knechtschaft geruht: trefft ihr aber die SehnedeS Gewissens, dann rauschen hervor Mächte, die zu allen Zeiten die Größe
mit den katholischen Vereinen anderer Völker um die Palme deö Sieges unserer Nation geschaffen und die auf der Unterlage mächtigerer materiellerzu ringen. ! Mittel eine noch größere Zukunft zu schaffen fähig und bereit sind.
Um aber so hohe und doch so einfache Ziele zu erreichen, bedarf eSder Sammlung der Katholiken in Deutschland , jetzt, wo vor dem GeisteVieler, der Meisten, die Einheit des deutschen Reichs wieder einzusinken droht.
Die Meisten verzweifeln schon an diesem einen deutschen Reich: ichnickt. Käme aber auch daS Reich deutscher Nation nicht, so wäre das inden katholischen Vereinen zu erbauende geistige Reich der Nation einstweilenein Trost und ein fortlebender Aufruf zum Aufbau auch deS politischenReichS: kommt aber dieses letztere, so wird eS nur gedeihen unter derSonne deS religiösen GcistcrrcichS.
Diesem Wiederaufbau der deutschen Nation in Kirche und Reich solljeder Deutsche dienen, will auch ich in diesem Blatte dienen.
In dieser Gesinnung und Hoffnung biete ich daS Blatt den Katho-liken der ganzen deutschen Nation.
ES soll enthalten:
1) Die Besprechung der Aufgaben der katholischen Vereine Deutschlands ,sowohl der bleibenden, als der nach den Wendungen der Zeit wech-selnden, der allgemeinen und der örtlichen;
2) Kunde von den Leistungen deS GesammtvereinS und der einzelnenLandes- und Ortövereinc;
3) Nachrichten über die Verbreitung der katholischen Vereine;
4) Mittheilungen über die Leistungen der katholischen Vereine in anderneuropäischen Staaten;
5) Anträge auf Aenderungen der Satzungen und ihre Begründung;
6) Warnungen über unzulässige Strebungcn katholischer Vereine;
7) Aufrufe zu öffentlichen Kundgebungen der Vereine;
8) Aufforderungen zur Uebung christlicher Mildthätigkeit für leidendeGlaubenöbrüder.
Auf diesem Weg gewinnen die Vereine einen der Regsamkeit undJähhcit deS gegenwärtigen öffentlichen Lebens in Raschheit entsprechendesBand und Wechselleben. Für den amtlichen Verkehr ist schon gesorgt.
Allein eben so wichtig als der amtliche Verkehr ist, weil vielfältigerund rascher, der außeramtliche. ES muß ein wahres Vereinöleben inrascher Mittheilung, gegenseitiger Belehrung, in ermuthigender Anspracheund selbst in wohlmeinender Warnung verlaufen. Die Ereignisse über-raschen; nicht überall wartet die Gelegenheit zur Einsicht in den sich aufden Weg werfenden Fall: eine Aufhellung aus vcrlässiger Quelle thut Noth.
Der VcrcinSbotc vermißt sich keineswegs, für die Vereine vorzugs-weise leitend zu werden; sondern er tritt neben die schon bestehenden Ver-einsblätter, zufrieden mit der Stellung, welche ihm daS Vertrauen derKatholiken einräumen wird.
So soll daS Blatt der Träger eines großen katholischen Bunds imdeutschen Reich seyn, für die Stärkung gemeinsamer Gesinnung, Hingebung,Treue und Liebe.
Wir Katholiken wollen die Freiheit mit aufrichtigem Herzen, treuemMuthe; aber wir können sie ohne sittliche Grundlage nicht begreifen, wirwollen sie im Geist unserer Nation, treu den schönsten Tagen ihrer Geschichte, ' ' . ,
Größe der Nation, in gegenseitiger Aufopferung für daS große gemeinsame
Die -ritte Generalversammlung -er katholischen Vereine
II.
RegenSburg , 2. Oct. DaS feierliche Geläute der alten, herrlichin gothischem Style erbauten, aber leider nicht vollendeten Domkirche riefheute früh um 8 Uhr die Mitglieder deS katholischen VereineS Deutschlands zum Gottesdienste. Die Abgeordneten versammelten sich durch die bereitsvon Tausenden gefüllte Kirche auf ihren Ehrenplätzen im Chöre, und daSHochamt, welchem der Hochwürdigste Bischof von RegenSburg mit seinemganzen Domcapitel beiwohnte und bei welchem durch einen unsichtbaren,gleichsam überirdischen Sängerchor in wahrhaft künstlerischer Vollendungeine großartige musikalische Messe aufgeführt wurde, konnte nicht anders,als den tiefsten Eindruck auf alle Anwesenden machen und die katholischen Männer von nahe und fern zu dem wichtigen Werke, daS sie nun zubeginnen im Begriffe standen, weihen und im höchsten Grade begeistern.Aus dem Dome bewegte sich daraus der Zug der Abgeordneten in diefestlich geschmückten schon überfüllten Räume der nahen St. Ulrichskirchezur ersten allgemeinen Versammlung.
Nachdem der Präsident deS RegenSburger CentralvereineS in kurzeraber herzlicher Anrede die Abgeordneten begrüßt hatte, erklärte er dieVersammlung für eröffnet. Zuerst bestieg der hiesige Pfarrer Eberhard,früher Hofprediger in München , die Rednerbühne und setzte in klarer,überzeugungSkräftiger Rede auseinander, wie eS ohne Freiheit derKirche keine Freiheit deS Volkes gebe. Nach demselben erstatteteLicentiat Dr. Wick, Präsident deS seitherigen Vorortes Breslau , Berichtüber die Thätigkeit deS Vorortes und warnte die Vereine vor zweigefährlichen Klippen, nämlich vor ungeeigneter Betheiligung an politischenTageSfragen und vor Mißkennung der Stellung der Vereine dem Episkopategegenüber, mit dem Bemerken, daß die VereinSmitglieder in letztererBeziehung als treue und folgsame Söhne der Bischöfe auf kirchlichemGebiete nur daS und nur so viel zu thun berechtiget seyen, als dieNachfolger der Apostel, welche der heilige Geist gesetzt habe die KircheGottes zu regieren, ihnen anzeigten und überließen. — Herr SyndikusSchell aus Fulda vermeldete Grüße von dem Vereine in der ehrwürdigenBonifacius -Stadt und von dem Wächter deS Grabes deS Apostels derDeutschen, dem Hochwürdigsten Bischöfe Christoph LaurentiuS Kött,und empfahl auf daS Wärmste und Dringendste, wenn die beabsichtigtekatholische Universität Deutschlands inS Leben gerufen werde, möge vorallen anderen Städten Fulva, als woselbst bis zum Jahre 174 l eine
Dom
großartige katholische Lehranstalt bestanden, für diesen neuen Dom derin weiter Aussieht auf die Siege dieser Freiheit in der sittlichen! Wissenschaften der geeignetste Ort seyn.
" ' ' ... , .. LegationSrath Dr. Lieber, der rühmlichst bekannte praktische Jurist,
Vaterland. Erwähnte, nachdem er seines ehrenvollen Auftrages sich entledigt, herzliche
Ich ersuche daher alle festen katholischen Männer um Mitarbeit, die, Grüße zu überbringen von dem Centralvereine in Hadamar und ganzkatholischen Vereine um Mittheilung der über ihr Wirken berichtenden! besonders von dem Hochwürdigsten Bischof in Limburg , die hohen Verdienste,Blätter. Den Redactionen der DereinSblätter der einzelnen Vereine biete! welche im Jahre 1837 in dem ersten großen Kampfe für die kirchlicheich für diese den VereinSboten zum Tausch; die neu entstehenden Vereine! Freiheit, deren Verfechter der selige Erzbischof Clemens August von Kölnersuche ich um rasche Nachricht über ihre Bildung und Satzungen, alle gewesen, Bayern und daS ganze katholische Deutschland sich erworben habe.katholischen Seelen im weiten deutschen Vaterland um sittliche Unterstützung.! Sodann erwähnte er in treffender Weise, aber mit edler Sprache und