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am 18. Oct. wurde die große Völkerschlacht bei Leipzig und in derselben Napoleon gänzlich anf's Haupt geschlagen; es kostete wohl 80,000 Menschen. Die Franzosenmußten fliehen zum Rhein, während der bayerische General Wrede ihnen nochbei Hanau den Weg verlegte, wo Napoleon sich am 30. und 31. October nur mitgroßem Verluste durchschlagen konnte. Die Verbündeten zogen dem Feind nach überden Rhein; über die Pyrenäen von Spanien her drang Wellington. Schlacht aufSchlacht. Noch am 20. März 1814 prahlte Napoleon: „Ich bin näher bei Wien als bei Paris;" aber am 31. März zogen die Verbündeten in Paris ein, am12. April mußte Napoleon , dem mehrere Marschälle den weiter» Dienst versagten,abdanken, und in Gnaden ließ man ihm noch die Insel Elba als souveränes Für-stenlhum, wohin er am 28. April abging. Doch während hiernach die Fürsten inWien über eine neue Staatenordnung von Europa rathschlagten und nicht eins wer-den konnten, wurden sie durch die Rückkehr Napoleons von Elba nach Frankreich am1. März 1815 eins gemacht. Die französische Armee war ihm wieder zugefallen,der kaum wieder eingesetzte König Ludwig XVIII. mußte fliehen; aber am 18. Juniwurde die furchtbare Schlacht von Waterloo geschlagen, in der die deutsche Tapferkeitdie Entscheidung gab. Der einst Allgewaltige wurde als lebenslänglicher Gefange-ner hinaus ins Weltmeer nach der Felseuinsel St. Helena gebracht, wo er am Jah-restag der Schlacht von Leipzig ankam. Der heilige Vater erhielt den Kirchenstaat wieder, die Rückkehr des schwergeprüften PiuS VI l. glich einem Triumphzug. —Dies denn möge man im Auge behalten, während jetzt der „Neffe" des Oheimsunsern heiligen Vater PiuS IX. bedrängt! Mögen auch noch schwere Zeiten herauf-ziehen, St. Helena liegt noch auf dem alten Fleck! Lug und Trug, Arglist undGewalt, werden beim Dritten enden, wie sie beim Ersten geendet haben, aberdie Dauer seines Treibens wird schwerlich so lang sein wie die der Macht seinesOheims. _
Milde Gaben für die Mission in Perleberg .
DaS neue Jahr beginnt mit recht erfreulichen Gaben für die obeugenannte derHülfe so bedürftige MissiouSstation.
Uebertrag.77 fl. 21 kr.
Aus Biberach (Württemberg) erhielten wir durch b. k. k. 1 fl. — kr.
0. 8vd. 1 fl. — kr.
IN. I». 1 fl. 10 kr.
0. IN. 1 fl. 10 kr.
8ed. u.«. 1 fl. 30 kr.
X X — fl. 45 kr.
X IV. — fl. 30 kr.
4. 8vd. — fl. 30 kr.
X k. — fl. 12 kr.
L. k. — fl. 12 kr.
Von der Plenarversammlnng des PiusvereinS ....... 9 fl. 27 kr.
Opfer (bei der wöchentlichen Rosenkranz -Andacht für das Wohl des
heiligen VatcrS).11 fl. 24 kr.
Zugleich erhielten wir durch die ehrw. Frau Oberin zu P. mit dem
Motto: „Gott segne es" an baarem Geld . . . . 10 fl. — kr.
nebst 2 Meßgewändern und 1 Chorrock.*)
Lr votv .. . . . 10 fl. — kr .
_ Summa: 126 fl. 11 kr.
*) Wir haben jetzt die Schachtel mit Parametiten, die von B. kam, ganz voll, und anbaarem Gelde fl. 116. 11 kr., was wir Alles unter dem Heutigen an seinen Bestimmungs-ort abgehen ließen. Ein „Vcrgelt's Gott" von dort her und ein Original-Bericht über dengegenwärtigen Zustand der Misston in Perleberg wird dann wohl nicht lange auf sich wartenlassen. D. N.
Redaction und Verlag: Ur. Mar Hunlcr. — Druck »o» Z. M. Kleinle.