Ausgabe 
20 (22.4.1860) 17
Seite
138
 
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Die wahre Auferstehung.

Haubs erzählt in seinen Homilien eine einfache Geschichte, die uns mitwenigen Worten zeigt, wie wir vom Tode der Sünde auferstehen sollen. Einjunger Mensch, heißt es da, begegnete nach Ostern einer Person, mit welcher ervorher einen verbotenen Umgang gepflogen, die aber das große Glück hatte, sichzu bekehren. Erstaunt, daß sie, ohne auf ihn zu achten und ihn zu grüßen, anihm vorüberging, redet er sie also an:Kennen Sie mich denn nicht mehr?Ich bin ja der und der .... " Sie antwortete:M ö gen Sie Iener sein,ich bin aber nicht mehr Jene." Das heißt von den Todten auferstehen,wenn man seine früheren Sündenwege verläßt, seine sündhaften Gewohnheiten,Bekanntschaften und Neigungen aufgibt, und nichts mehr sucht, nichts mehr will,als nur Christum und der Seele Heil. Die heilige katholische Kirche , unsereliebevoll sorgsame Mutter, fordert gleichfalls eine solche heilsame Auferstehungvon allen ihren Kindern; darum verordnet sie nicht ohne weise Absicht geradezur Osterzeit die sogenannte österliche Beicht und Comm union. WohlJenen, die dem Rufe ihres auferstandenen Heilandes und der weisen Anordnungihrer heiligen Kirche treulich folgen!

Alina d' Eldir.

In Paris lebte vor einigen dreißig Jahren eine Schriftstellerin, die vonGeburt eine indische Prinzessin und eine rechtmäßige DeScendeutin von Timur oderTamerlan war. Sie wurde von gewinnsüchtigen Räubern in der Kindheit ent-führt und endlich nach Frankreich gebracht. Sie hieß Altna d' Eldir. Sie wurdedem Hofe Lnvwig XVI. vorgestellt und kannte die unglückliche Königin MariaAntoinette, von der sie in ihren Schriften sehr sinnreich sagt: Sie besaß die AnmuthFrankreichs, die Klugheit Englands, die Lieblichkeit Italiens , die Strenge des Nor-denS und die Majestät Asiens. Im Jahre 1818 kam ein indischer Scheich in Paris au, um sie im Namen der regierenden Familie in Indien vom srauzössischen Hofezurück zu fordern. Allein die Prinzessin, welche inzwischen den christlichen Glaubenangenommen hatte, wollte lieber arm in Frankreich bleiben, als unter dem Pompedes OrieutS die wahre Religion verlassen, der sie von ganzem Herzen gehuldigt hatte.

Für den Kirchenbau der armen Katholiken in Stargard nnd

Köslin .

Uebertrag.21 sl. 30 kr.

Bon München ein Baustein für die armen Katholiken in Stargard 1 fl. -15. kr.,

Bon München ein Baustein für die armen Katholiken in Köslin 1 fl. 45 kr.

, ,, Summa: 25 fl. kr.

Milde Gaben für die Mission in Perleberg .

Uebertrag.6 fl. 33 kr.

Von München .. 1 fl. 45 kr.

Summa: 8 fl. 18 kr.

Redaction uno Verlag: II n. M. Hüttler.. Druck oo» I. M. Kleinlc.