die Mittel habe, ihr die nöthige Pflege, angedeihen zu lassen, da er nicht einmalso viel Geld besitze, Oel zu kaufen und deßhalb die Kranke im Finstern alleinmit ihrem Schmerze ohne Hilfe darniederliege. „Führe mich zu der Kranken —sprach der fromme Seelenhirt — ich werde ihr nach meinen Kräften geistige undkörperliche Hilfe leisten." Auf die verzagte Antwort des Mannes, daß er undsein Weib der jüdischen Religion angehörten, erwiderte der Patriarch: „Judeoder Christ, wir sind Alle Kinder Eines Gottes, und ich werde Euch als Bru-der beistehen. In der That folgte der edle Kirchensürst dem Gatten zum Kran-kenlager seiner Frau, der er in wahrhaft christlicher Weise Trost zusprach undihr versicherte, daß er für sie sorgen werde. So geschah es auch; eine Geldspendesetzte den betrübten Gatten in die Lage, die Pflege seiner Frau zu besorgen,und der auf Befehl des Patriarchen sogleich erschienene Hausarzt desselben ver-ordnete die nöthigen Arzneien. Kurz, bald erschien der glückliche Gatte mitseiner vollkommen genesenen Frau bei seinem edlen Wohlthäter, um seinen Dankauszusprechen, und wurde mit wahrhaft väterlicher Güte empfangen und übersein künftiges Loos beruhigt, da der Patriarch ihm eine seinen Verhältnissenangemessene Anstellung versprach.
Seltene Ehrlichkeit.
Als einstens Robert Thomas durch den Broadway in die Stadt ging,verlor er sein Taschenbuch mit 1200 Doll. in Banknoten und anderen wich-tigen Papieren. Sobald er seinen Verlust bemerkte, eilte er denselben Wegzurück und begegnete zwischen Franklin Avenue und Washstraße einem zwölf-jährigen Knaben, Namens John Moore, dem Sohn einer armen Wittwe, der, dasängstliche Umherschauen des Mannes bemerkend, ihn fragte, ob er etwas verlorenhabe. Aus die bejahende Antwort sagte der ehrliche Knabe, der von dem Ver-kauf von Zeitungen sich und seine Mutter erhält, er habe ein Taschenbuch ge-funden. Der Fremde nahm den Knaben mit nach einem nahen Laden, beschriebihm sein verlorenes Taschenbuch genau, worauf es ihm der Knabe unversehrteinhändigte. In seiner Freude nahm Thomas den ehrlichen Jungen mit nacheinem Kleiderladen und kaufte ihm einen vollständigen Anzug. Von da führteer ihn zu einem Uhrmacher, von dem er eine hübsche silberne Taschenuhr ent-nahm, in deren Deckel er die Worte graviren ließ: „Robert Thomas von Ken-tuckv dem kleinen John Moore", mit dem Motto: „Ehrlichkeit ist die bestePolitik", und schenkte sie ihm. Außerdem kaufte er noch eine seidene Börse,that zwanzig Dollars in Gold hinein und hieß den erfreuten Kleinen seinenwohlerworbenen Reichthum seiner Mutter bringen.
Für den Kirchenban der armen Katholiken in Stargard und
Uebertrag.25 fl. — kr.
Für die armen Katholiken in Stargard.^ fl. — kr.
Summa: 33 fl. — kr.
Motto:
8 fl. 18 kr.4 fl. 12 kr.
Summa: 12 fl. 30 kr.
Redaction und Verlag: I)r. M. Huttlcr. — Druek von 3. M. Ltciiilc.