Gläubige in vier Diözesen vertheilt sind, so daß fast auf jede eine MillionSeelen kommen. Alle andern sind bedeutend kleiner bis zu vier, die sogarweniger als tausend (1000) Gläubige zählen; es sind dies Sero im griechischenArchipelagus mit 500, Zer (Tprus) in Syrien mit 700, Diarbekir und Kaisanichin Kleinasien , letzteres gar nur mit 250 Seelen, Armeniern, die erst neuerdingszur Kirche zurückgetreten sind. Die Zahl der Säcularpriester beträgt aber 6500,von denen 3000 auf die Philippinen kommen, 1900 auf die asiatische Türkei (darunter 1200 maronitische, 300 lateinische, 200 malchitische, 100 armenische,100 syrische), 1000 auf Vorder-Jndien, 300 auf Anam, 200 auf China, dieübrigen in geringerer Zahl zerstreut über den ganzen Erdtheil wirkend. — Vonmännlichen Ordensvereinigungen sind 19 in 188 Häusern vertreten, von denendie größte Anzahl (127) auf die asiatische Türkei kommt, während sich auf denPhilippinen 30, in Ostindien 16 Niederlassungen befinden. Am zahlreichstensind die Maroniten in 60 Häusern (1500 Mitglieder), die Franziskaner in 37,die Kapuziner in 20, die Lazaristen in 17, die Jesuiten in 14 Häusern; alleübrigen sind in geringerer Anzahl vertreten. Die Zahl sämmtlicher Ordens-mitglieder ist unermittelt. — Von weiblicher Congregation finden wir 13 in63 Häusern verzeichnet, von denen 35 auf die asiatische Türkei , 11 auf Ost-indien, die übrigen in geringerer Zahl verstreut. Am zahlreichsten unter ihnensind die Maronitinnen, 14 mit 400 Mitgliedern, die barmherzigen Schwesternin 12, die Josephsschwestern in 10 Häusern; außer ihnen finden sich die Schwe-stern vom guten Hirten (in 2 Häusern), Englischer Fräulein (2), Lorettinerinnen(3), Congregation der Heimsuchung Maria (3), Töchter von Sion (2), dieSchwestern von Nazareth in Palästina, Morizschwestern (in China), Damenvom hl. Mauros (in Hinter-Jndien), Jgnatiusschwestern und Carmeliter Ordens-srauen in einer Niederlassung. Die Zahl der Mitglieder ist ebenfalls nicht er-mittelt. (Schluß folgt.)
Die letzten Lebensmomente Sr. Ein. des Cardinals Btale-Prela,Erzbischofs von Bologna.
ß Gegen das Ende deS Monats Februar hat sich der Cardinal bei der allzurauhen Jahreszeit ein Brnstleiden zugezogen, das er bei der Erfüllung seiner Be-rufspflichten nicht beachtete, und dessen Hebung er in seinem Eifer nicht die Auf-merksamkeit widmete, die es erheischte. Das Leiden steigerte sich mit jedem Tage;aber er unterließ nicht, mit Wärme sich allem Dem zuzuwenden, was sein beschwer-liches Amt ihm auflegte. Im April hatte das Leiden solche Fortschritte gemacht,daß man an seiner Rettung verzweifelte; aber durch seine Geisteskraft und seineSeelenstärke mochte er an eine Besserung mit dem Eintritte der bessern Jahreszeit undmit einer Luftveränderung glauben. Eitle Hoffnung! die Landlnft war ihm nicht zu-träglich, sondern vielleicht sogar schädlich. Die Symptome mehrten sich und schwächtenseine Kraft, aber nicht seinen Muth, obgleich die damaligen Verhältnisse ihm daSHerz sehr verbitterten. Nach einigen Tagen Aufenthalt war er zur Rückkehr nachBologna genöthigt, und kam daselbst viel gebrechlicher und schwächer am 8. Maides Abends an. Am folgenden Tage verließ er daS Bett und blieb den ganzenTag hindurch auf. Durch die Bitten derer, die ihn besuchten, ließ er sich amfolgenden Tage bestimmen, im Bette zu bleiben, und gegen Abend sowie währendder Nacht stellte sich ein heftiges Fieber ein, das ihm die Besinnung raubte. Am11. kehrte diese zwar wieder zurück, aber die Kräfte schwanden immer mehr.
Am Sonntage den 13. empfing er die hl. Wegzehrung und richtete an denKlerus und au die vielen Bologneser, welche bei der hl. Handlung anwesendwaren, folgende Worte: „Bevor ich von meinem innigstgeliebten Volke scheide, will