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(Pnst.-Bl. 1856, 126 ll. 1) herleite» zu dürfe». Zelchuskann aber auch nach demselben Forscher nur ei» Bei-name des Grafen Wolfrain gewesen sei», oder es liegteine Irrung des uiibekannten Kompilators jener Genea-logie vor.
Seefried dagegen schreibt: „Wir halte» die Bezeich-nung Zelchus nicht so fast für eine» Beinamen, als vielmehrfür eine ganz verkehrte Personifikation des älteren GrafenKonrad von Abenberg." (Die Grafen von Abenberg S. 25.) Zur Begründung dieses Satzes wird die Mög-lichkeit herangezogen, daß Kaiser Friedrich I. , welcher imJahre 1154 das Zollwescn im deutschen Reiche neuregelte, Konrad den älteren von Abenberg etwa znmOberzollinspektor oder Generalzolladministrator in Nürn-berg aufgestellt oder bestätigt habe. Wolfram von Eschen-bach nenne diese Zollbeamten: Av! unsre?) IndessenSeefried selbst schenkt seiner Combination wenig Ver-trauen, und wir haben keine Veranlassung, ihr einenhöheren Werth beizulegen.
In der Biographie des Erzbischofes Kvnrad vonSalzburg (1101 — 1147) wird berichtet, daß er bayer-ischem Blute entsprossen, der Bruder zweier sehr gefeierterMänner, nämlich der Grafen Otto und Wolfram, ge-wesen ist; der erstere starb kinderlos, während der andereden Grafen Rapoto von Abenberg , den Schutzvogt derKirche von Bamberg , von der Schwester des MarkgrafenDictpold hinterließ. An einer anderen Stelle wird ge-sagt, daß Kourad Vatersbrudcr zweier Grafen vonAbenberg, nämlich Otto's und Rapoto's, gewesen sci.ro)Letzterer erscheint als Zeuge eines Pfrüudetausches inRcgensbnrg, vollzogen in Nürnberg 1140 (U. L. Xlll,166). Als am 18. Oktober 1144 der Abt von Hcils-bronn Rabboto einen Zehntentausch mit Würzbnrg ein-ging, leistete Graf Rapoto von Abenberg Zengschaft.(Lang, kgA. I, 199.) Derselbe hatte eine SchwesterNamens Hedwig, welche wahrscheinlich an einen GrasenPoppo von Andcchs oder Henncbcrg vermählt war; dennsie erhielt mit ihrem Bruder Rapoto nach Urkunde von«
°) Nach Scefried (l. o. p. 35) hatte Wolfram seinenWohnsitz oder sein Hans auf Wildenberg, nun Wehlen-berg. Pfarrei AWnitrihr, zwischen Gnnzenhauseil undEsclwnbach. Im Parzival , gegen 1205 verfaßt (V. ,103,Ausgabe von Bartsch, Leipzig 1870), schildert der Säugeroie Gralsburg und vergleicht den, Schloßhof mit demAnger zu Abenberg :
In äis buro äse lciiens reitüt sins.n bot veit uncls breit,änieb sebimpk er nibt -rotesten was(ä» iitnont nl bnrr Kräons Arascis was bnbnräisru vsrmiten)mit baniern selten übsrritsualso äse niiKsr 2 ' Absnbsre.
-°) Llon. Oerm. 88. XI. 63 und 44. Ueber die VitaKonrads s. Wattenbach, Deutschlands GeschichtsgnellenII, 5, 269, der ihn „aus der vornehmen bairischcn Familieder Grafen von Abensberg " abstammen läßt. Im Kirchen-lexikon VII, 958) fehlt Konrad von Salzburg gänzlich.Sein Großvater war Babo, äs sasas lumbis sxisrunttriAintn, 6lih ot ooto tllias omnss ex libsris inatribnspro^oniti. Haas, ülonamenta Absnbsi'Ksnsi» (Erlangen 1656) S. 37 hält Babo für eine Abkürzung von Adalbert,welcher Markgraf in Kärnten war und Güter an derDonau und im Rangan besaß. Außer den Abenbergerusind die Dornbcrge, Bestenberge, Trnhendinge, die Hirsch-berge. die Lenchtenbergc, die Heidecke Nachkommen Äabo's(l. e. p. 42). Seefried dagegen hält den kinderreichen Babovon Abensberg lediglich als eine Schöpfung Aventins undstatuirt einen Grafen Pabo im Chiemgan, dessen in einerBestatigungsurkunde des Kaisers Heinrich II. im I. 1021gedacht wird. (Die Grafen von Abenberg S. 6—7.) '
27. März 1152 von dem Bischöfe Eberhard von Würz-bnrg für die Beste Nordcck bei Stadtstcinach, welche ausden: Erbe 'Hedwigs vom Grafen Poppo an den Bischofvergabt worden war, als Entschädigung 11 Talente, diejährlich aus den zwischen der Burg Abenberg und derHofmark Cronach gelegenen Bisthnmsgütern bezahltwerden mußten. (Lang, Rs§. I, 207 ; iäem, NsZostg.oiieuli kMntsnsis, Beilage znm histor. Verein desRezatkreises 1835 S. 52; Scefried, Die Grafen vonAbenberg, S. 15.)
(Fortsetzung folgt.)
Die Weltanschauung im Sinne des hl. Thomas«von Aquin.
(Vortrag gehalten im akad. Görresverein in München .)
(Fortsetzung.)
III.
F. 6-, Eine Betrachtung des Ursprunges der Weltführte uns darauf, in der Schöpfung das Kunstwerk derewigen Weisheit zu sehen, welches die Bestimmung insich trägt, die innere Herrlichkeit Gottes nach außen z»offenbaren, wie das blaue Kindesange die Herrlichkeit derinnern reinen Kindesseele wiederspiegelt. Dann belehrteuns ein nur flüchtiger Blick auf den Bestand der Weltüber die wunderbar harmonischen Kreise, in denen dieSchöpfung zu ihrem unendlichen Vorbild immer höherhinaufsteigt und so gleichsam in einem mystischen Sphären-gesang das 61orin in sxoslsis I)sc> Tag und Nacht an-stimmt. Nnn bleibt uns noch die Aufgabe, in dem Bauunserer Weltanschauung den Schlußstein einzufügen.Noch müssen wir dem Streben der Schöpfung nach einemallgemeinen, letzten Ziele und ihrer Vollendung in derErreichung desselben einige Worte widmen. Daß dieSchöpfung naturgemäß als allgemeinen Endzweck dieVerherrlichung Gottes habe, haben wir bereits erkannt.Ja Gott zu verherrlichen, ist das große Endziel derSchöpfung. Nnn kann aber diese Verherrlichung Gottesdurch die Schöpfung nur darin bestehen, daß die Ge-schöpfe durch die Vollendung ihrer natürlichen Anlagenihre relative Vollkommenheit erreichen, dadurch Gott nachMöglichkeit ähnlich werden und so nach außen kund thun,wie herrlich Gott fein muß, dessen Abbild sie sind.Darum folgt mit zwingender Nothwendigkeit, daß es "praktisch für die Geschöpfe auf eins hinauskommt,sich zu vervollkommnen und Gott zu verherrlichend)Durch den Endzweck der Verherrlichung Gottes ist denGeschöpfen nur der Weg gewiesen, auf dem sie alleinihre wahre Vollkommenheit erreichen können. Da näm-lich Gott die unendliche Vollkommenheit selbst ist, so kann,was auf den Namen Vollkommenheit irgendwie Anspruchmacht, dies nur insofern und in dem Grade thun, alses und in dem Grade wie es diesem unendlichen Urbildeähnlich ist. Dieses Princip beherrscht die ganze Natur,es hat aber seine besondere Bedeutung für den Menschen.
Des Menschen Endzweck kann kein anderer sein,')
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") ot. 8. 1b. 1. 2. g. 1—5; 8. 0 . lib. 111 onp. 25;z. B.: „Operntio oninsübst isi est iiiii8 ein8:... Intelli§srs
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