Ausgabe 
(18.2.1897) 9
 
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In eiueiil herrlichen Bilde führt er uns den Bayern-löwen, Max Emnnuel, vor:

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Schon aus diesen dürftigen Proben ist leicht zn er-sehen, das; wir ctz bei Ncttcnbachcr nicht mit einem ge-wandten Versedrcchslcr, sondern mit einem gottbegnadetenDichter zn thun haben, der neben inniger FrömmigkeitSchärfe des Blicks, Menschenkenntnis; und glühendenPatriotismus besaß. Und wie Bälde gehört auch Reiten-bacher der deutschen Literaturgcschichte an trotz desfremde» Gewandes.

vr. Eduard Stemplinger.

Neceusroueu nnd Notizen.

Wolfs Ioh. Ios.. Lesebuch für Fortbildungsschulen,zugleich ein Buch für die Familie und das Hausdes Arbeiters und Handwerkers. 8", Xll -s- 466 SS.Frciburg, Herder 1896. M. 3,20; geb. M. 3.80.

>. Die Herder'sche Verlagsbuchhandlung, welche ihreErscheinungen nicht bloß auf die wissenschaftliche Fach-literatur ausdehnt, sondern auch ganz hervorragend ge-diegene Schulbücher bringt, bietet uns hier bei mäßigemPreise ein treffliches Lesebuch für Fortbildungsschulen,das ob seines reichen und abwechslungsvollen Inhalteswohl bei keinem Leser Ueberdruß erregen wird. Selbst-verständlich ist Alles vermieden, was Glaube und Sittengefährden könnte oder für die Fugend unpassend wäre.Geschichtliche Aufsätze, Gedichte, geographische Darstell-ungen wechseln mit einer große» Anzahl belehrenderAufsätze aus dem Gebiete der Naturgeschichte in bunterFülle ab. Im Ganzen haben wir 174 Lesestücke, denennoch Geschüftsaufsätze und Geschäftsbriefe, sowie einFremdwörter-Verzeichniß angehängt sind; 23 Abbildungenund 3 Kärtchen verschönern und beleben den Text. FürAbwechslung in sogenannter lateinischer und deutscher Schriftgattung ist Sorge getragen. Die Rechtschreibungsteht auf dem jetzt geltenden, osficicllen Standpunkt, deraber freilich mit Anwendung großer Anfangsbuchstabenbei Hauptwörtern noch kein sehr vorgeschrittener nnd ver-nünftiger ist; es ivird noch lange dauern, bis die beimanchen philologischen 'Autoren allmählig sich mehr bahn-brechende Gepflogenheit durchgängig kleiner Buchstabenauch endlich einmal in der Schulorthographie Platz ge-winnt. Wir begreifen, daß ein Schulbuch vorläufig nochnicht wagt, eine süße, aber grundlose Gewohnheit zn durch-brechen. Es besteht kein Zweifel, daß das tüchtige Lese-buch bald Freunde bei Lehrern und Schülern gewinnenwird. .

krilmelam coe1o.8ts parvum je Majors tibro Onil.Xalmteni (s. -Ich exeerptnm st nsni ,javentniistitorurum stnckiosao aeeommockatum s Llatlli.-Himms (s. ,7.). 32° pp. XIV -s- 447. AI. 1.60 ti§.ItatiHbonas, IA. pn.8tet, 1806.

§ Ueber den Inhalt des allbeliebten Gebetbuches vonU. Nakatcnns, dasHimmlische Palmgärtlein", brauchtman kein Wort zn verlieren; es hat die Probe inden Händen von Tausenden bestanden. Niedlich und be-gucm ist die vorliegende, überaus billige Ausgabe mitabgekürztem Texstfür Studirendc. Wenn die liturgischenBücher (lllissalv, Lreviarinm, Uituale) zum Gebrauchdes Priesters mit Tonzeichen versehen sind, und die Er-fahrung lehrt, daß es sehr nöthig ist, so wäre es um soweniger überflüssig, den Text eines Schülerbüchleins zuaccentuiren, um die richtige Aussprache zu sichern. Be-

kanntlich sind ja die Erfolge des klassischen Sprachunter-richtes an unseren Gymnasien so schwach, daß man selbstnoch aus dem accentnirten Text bei Alumnen, ja sogarbei älteren Geistlichen die gräulichsten Prosodicfehlerhören muß. Die Ausstattung des Büchleins ist sehr gut;jeder Gymnasial-Religionslehrer sollte seinen Schülernein solches Bündchen m die Hand geben. Praktisch nndwürdig sind besonders die Beicht- und Communion-An-dachtcn; alle süßliche Andächtelei, die den gebildetenMenschen so leicht zurückstößt, ist selbstverständlich ver-mieden.

Gemsencier", 2. Portion. (Alpin-Humoristisches inWort und Bild von Dr. E. Baybcrger. Verlagvon I. Kösel in Kempten .)

-l- Es war eine glückliche Idee des Herausgebers, denseiner Zeit in Baumbach'SEnzian " zum Ausdruck ge-brachten Gedanken eines alpinen Hnmoristitüms wiederaufzugreifen. Daß er diese Idee auch glücklich durch-geführt bat, beweist die günstige Aufnahme dcS 1. Bünd-chensGemsencier", so daß schon nach kurzer Zeit dienun vor uns liegende 2.Portion" folgen konnte. Derganze Inhalt des Büchleins ist alpin, lind der bergfrische,echte, kernige Humor hält an von der erstell bis zurletzten Zeile, so daß dieGemsencier" eine wirkliche Be-reicherung der alpin-humoristischen Literatur bedeuten.Dem Leser ivird hier vieles geboten: zum Vortrug in ge-selligen Kreisen sich eignende humoristische Gedichte, kurzeund längere Erzählungen aus dem Touristenleben, witzigeEinfälle und kölnische Vorkommnisse, in ihrer Situationköstlich erdachte Bilder (es sind deren 43 in vorzüglicherAusführung) und eine vornehme Ausstattung, die demVerleger alle Ehre macht. Dies alles zusammengenommenund der wirklich billige Preis, (brosch. 1 M. 20 Pf., gebd.1 M. 60 Pf.) dürften auch dem 2. Bündchen eilte rechtweite Verbreitung sichern.

Hansjakob Hcinr.,Die Salpeterer". eine politisch-

religiöse Sekte auf dem südöstlichen Schwarzwaid.

8°. IV -j- 100 Seiten. Frciburg i. Br., Herder 1896.

(Itl.) Preis 1 M. 40 Pf.

» Aus der Feder des als Schriftsteller mit Rechthochgeschätzten Verfassers stammt der Aufsatz überDieSalpeterer" in Kanlen'sKirchenlexikon". Es ist gewißdankenswertb. denen, welche das große Werk nicht besitzen,eine neue erweiterte Sonderausgabe zu bieten, die inklarer und anregender Sprache eine kurze Geschichte jenertrüben Zeiten vorführt, in denen jene Sektirer entstandenund der berüchtigte Herr von Weffenberg eine bedeutendeRolle spielt. Von beiden Seiten wurde damals gefehlt,wie fast immer; mit welcher Zähigkeit bedauernswertbeSektirer bei ihrer Stellung verharren, dafür bieten dieSalpeterer, wie ihre Geistesverwandten, die Manharterin Tirol, ein trauriges Beispiel. Wir freuen uns, daßdaS Büchlein, welches 1867 in zweiter Auflage erschien,aber gänzlich vergriffen war, zum dritten Maie auf demdeutschen Büchermarkt erscheint; es verdient von Allen,die sich für Kirchengcschichte intercssiren, gelesen zn werden.Möchten solche, die es angeht, Belehrung daraus ent-nehmen, welch' milde und vorsichtige Behandlung dieVolksschule beansprucht, nur Schäden zu verhüten, die.wenn einmal entstanden, mit größter Mühe nicht gut ge-macht werden können.

Die Volksschnlfrage." Vortrag des Landgerichts-raths Dr. Kiene, Vicepräsident der württembergischenAbgeordnetenkammer, gehalten in der Versammlungkatholischer Männer im Gessllenhanssaal zu Ravcns-burg am 17. Januar 1897. Navcnsburg 1897. Ver-lag von Hermann Kitz. Preis 40 Pfg. (10 Exem-plare 3 Mark).

** Die Schulsrage, insbesondere die Volksschnlfrageist eine der wichtigsten Zeitfragen, deren Lösung jedesElternhaus, jede Gemeinde, den Staat und die Kirchegleich nahe berührt. Jedem, der sich für diese wichtigeFrage inleressirt, können wir genanntes Werkchcn, dasdieselbe nach allen Richtungen in erschöpfender Weise be-handelt, würinstens empfehlen.

Veranlw. Redacteur: Ad. Haas in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Grabhcrr in Augsburg.