Ausgabe 
(15.5.1897) 27
 
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Darstellungen, die durch eine Reihe von Illustrationenunterstützt werden, ein umfassendes Bild der Fortschritteauf dem weiten Gebiete der Naturwissenschaften (Astro-nomie, Physik, Chemie, Mineralogie und Geologie,Medicin und Physiologie, Länderkunde rc.). Es würdezu weit führen, nur die interessantesten Abhandlungenanzuführen. Erwähnt mögen nur sein die Abschnitte überdie Wahrnehmung des Achtes, Kinematograph, denheutigen Stand unseres Wisiens von den Röntgenstrahlen,Erforschung der höheren Schichten unserer Atmosphäre,Serumtherapie u. s. w. .

1) Die wahre Kirche Jesu Christi. Sechs Fasten-

vorträge von Pfarrer H. Hansjakob . 2. Austage.

Herder. Freiburg 1897. Preis 1 M. SO Pf.

2) Meßopfer. Beicht und Communion. Sechs

Vortrüge, gehalten in der Fastenzeit 1891. 2. Allst.

Herder. Freiburg 1697. Preis 1 M. 30 Pf.v. Eine 2. Auflage in dem verhältnißmäßig kurzenZeitraum von 56 Jahren ist für ein Predigtiverk vonvornherein ein empfehlendes Zeugniß. Und in der Thatkann auch die Kritik vorliegende Cyklen mit gutem Ge-wissen empfehlen. Was ivir da zu hören bekommen, sindnicht äußerlich schön gedrechselte, inhaltlich aber leerePhrasen, nicht kühn aufgestellte Behauptungen ohne dieStütze von Beweisen, nicht endlos moralisirende Ergüsseohne die unentbehrliche Unterlage dogmatischer Wahrheit:hier sind die Worte nur die körperliche Erscheinungsformtiefer und umfassender Gedanken, und die Anwendungensind die mit zwingender Kraft sich ergebenden und mit-,feinfühliger Beziehung auf die Zeitbedürfnisse gezogenen^Consegnenzen großer, entwickelter Wahrheiten.' Die Spracheist im Einklang mit der poetischen Veranlagung des Ver-fassers immer schön und edel, voller Mark und vollerHerzenswärme, ohne aber dabei jemals ins Weichliche zuverfallen. Geeigneten Ortes weiß Hausjakob auch dieAffekte des menschlichen Herzens zu wecken und zu einergewaltigen Höhe zu steigern, wie z. B. im Schlußwortseiner Predigten über das Meßopfer. Alles in Allemwerden diese Predigten jedem lernbegierigen jungenPrediger wc, der Fülle des Beweismaterials, wegender Logik der Beweisführung und wegen der angegebenensprachlichen Vorzüge hochwillkommen sein, wie sie auchfür gebildete Laien eine vorzügliche apologetische undascetische Lektüre bilden.

Charitas. Zeitschrift für die Werke der Nächstenliebeim katholischen Deutschland . Verlag von Herder,Freiburg r. Br. Erscheint, 16 Seiten stark, je am1. des Monats. Abonnementspreis jährlich 3 M.

Inhalt von Nr. 5 des II. Jahrgangs: Valls äiLompsji. Eine Fabrikküche. Wesen und Aufgabender freiwilligen und der Zwaugs-Armenpflege, mit be-sonderer Rücksicht auf größere Städte. II. (Schluß.)Ein beachtenswerther Vorschlag zur Lösung der socialenFrage. Kleinere Mittheilungen. (Behütet die Kindervor Alkoholgenuß. Zum katholischen Mädchenschutz imAuslande.Katholische Krankenpflege." Exercitienfür Ladnerinnen und Dienstmädchen. Wie in München die Papiersammlung organisirt wurde. Organisationder Armenpflege in Mainz. Kathol. Volksbibliothekvon Seyfried (München). Charitas-Verband für daskatholische Deutschland. Fragekasten, Zusendungen andie Redaction. Katholische Mäßigkeitsblatter.(Beilage zurCharitas".) Nr. 2: Der KapuzinerpaterMathew, der Mäßigkeitsapostel Irlands. Medicin-isches pro und oontl-a Alkohol. Arbeiterschuh und Al-koholismus .

Zum Schutze der Missionen" lautete die Pa-role^welche die Regierung ausgegeben hatte, um die fürdie Marine geforderten Kreuzer durchzudrücken. In diejernMomente mußten auf einmal unsere Missionen herhalten:es half aber nichts. Nie erfahren wir sonst etwas vomgrünen Tische arrs über die Thätigkeit unserer Missionäre,Ipecrell unserer katholischen Ordensleute. Darüber zu be-richten, ist Aufgabe des AfrikavereinsorgansGott willes! , von den: Heft 3 und 4 des neuen Jahrganges unsvorliegen. Die Berichte und Aufsätze sindffehr interessant,lind können «vir unsern Abonnenten den Rath geben, sich

die interessante Zeitschrift, die jährlich nur zivei Markkostet, zu halten. Jeden Monat erscheint eil, 32 Seitenstarkes, illustrirtes Heft, und nimmt sowohl die Post unterNr. 2957 als auch jede Buchhandlung Bestellungen ent-gegen. Probehefte versendet die Verlagshandlung A. Rif-sarth in M.-Gladbach (Rheinl.) gratis!

Literarischer Hand weiser, begründet, herausgegebenund redigirt von Msgr. Dr. Franz Hülskarnpin Münster . 24 Nrn. ä 2 Bogen Hochquart fürM. 4 pr. Jahr.

1896. Nr. 24. Kritische Referate über Poggel2. u. 3. Johannesbrief (Blndau), "I or Haar Ooininsn-tarius in lüttsras enez'cl. 8. OonKr. Lpp. supor saera?rasckieations (Deppe), Schuen Katcchismllspredigten,Wolfgarten Gelegenheitsreden und Meindl NeueFastenpredigten (Deppe), Stumpf Tafeln zurGesch. derPhilosophie (Stölzle), Oobbott-Oasgust krotestantRskorination in Lnalanä anet llrslanck u. 8 almon LneiontIrisb Obureb (Bellesheim). Coloma Lappalien (Keiter),Bertram Hildesheims Domgruft (Graön). Runge AlteLieder-Handschriften von Colmar und Donaueschingen (Bäumker). 9Notizen über verschiedene Nova (Hüls-kamp). Zeitschriften-Jnhalt. Novitäten-Verzeichniß.

Miscelle.

* Von der Leo-Gesellschaft wird ein neuesgroßes Unternehmen geplant, welches den GesammttitclApologetische Studien" führen soll. In einemAufruf zur Mitarbeit vou Msgr. vr. Äug. Fischer-Cotbrieheißt es u. a.:Unsere Zeit ist die Zeit der Apologiedes Christenthums, wie kerne andere, ausgenommen dieersten Jahrhunderte, vor Constantin. Wir haben nichtmehr nur einzelne Glaubenswahrheiten zu vertheidige»gegen Jrrlehrer, die sonst Christen sein wollen; wir habenes nrit einer ganzen Cultur zu thun, die sich in bewußtem,vollständigem Gegensatze zum Christenthum befindet, diedem Gottesglauben des Christenthums die absolute Mensch-heitsreligion des Materialismus und Pantheismus ent-gegenstellt und auf widerchristlicher Grundlage ein voll-ständiges System theoretischer Wissenschaft und praktischerLebensführung construirt. Der 8umma tbeoloZios derKirche hat man eine 8umma oontra voum entgegengestellt,und Tausende und Abertausende der maßgebenden Gesell-schaftskreise gehören zu ihren Anhängern. Philosophie,Naturwissenschaften, Geschichte. Literatur, Kunst, Politik,Pädagogik alles trachtet man vom Christenthum zuemancipiren und ohne Christenthum oder gegen dasChristenthum zu bearbeiten. Auf allen Gebieten mensch-lichen Wissens wird das Christenthum angegriffen oder,was beinahe noch schlimmer ist, ignorirt: auf allen Ge-bieten soll es seine Vertheidigung finden. An der Lösungdieser Riesenaufgabe der christlichen Wissenschaft unsererTage wünscht auch die Leo-Gesellschaft theilzunehmen undwendet sich diesbezüglich an alle wissenschaftlich thätigenFreunde der christlichen Wahrheit lind Cultur mit demPlane der Apologetischen Studien. Das Unternehmensoll in zwangloser Reihenfolge Einzelstudien bringen,welche besonders wichtige Punkte der im weitesten Sinneverstandenen katholischen Apologetik in gediegen wissen-schaftlicher Form für weitere akademisch gebildete Kreisebesprechen sollen. Von dem strengen Maßstab wissenschaft-licher Originalität soll nur in den Fällen abgegangenwerden, in welchen es sich um besonders actuelle Fragenhandelt, deren neuere knappe Besprechung ein praktischesBedürfniß der gebildeten katholischen Leserwelt ist. DieHefte sollen zwanglos im Umfange von je vier bis sechsBogen erscheinen. Je 6 Hefte sollen einen Band bilden.Das Unternehmen will kerne Concurrenz zu den schon be-stehenden bilden. Es will sich von den Ergänzungsheftenzu den Stimmen aus Maria-Laach, den Straßburgertheologischen Studien und den Frankfurter zeitgemäßenBroschüren durch viel engere Begrenzung seines Gebietesund auch durch den Umfang der einzelnen Studien unter-scheiden, der ja im Vergleich zu den zwei erstern alskleiner und zu den letztern als größer gedacht ist. Ebensosollen sich unsere Studien in wenigstens zum großenTheile andern: Arbeitsgebiete bewegen als die BiblischenStudien."

Verantw. Redacteur: Ad. Haas in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Grabherr in Augsburg .