Ausgabe 
(25.9.1897) 56
 
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gebildet haben mögen, namentlich wenn nicht beachtetwurde, daß sie nicht nur die für die wissenschaftliche Be-nützung des groben Werkes unentbehrlichen Register ent-halten, sondern daß das 43. Heft auch bereits ein gutTbeil Text zum Kapitel Kaufbeuren bietet, wirdhoffentlich das neu erschienene Heft wieder alle Abon-nenten mit dem ganzen mühseligen Unternehmen aufsbeste aussöhnen. Denn gerade das gegenwärtige Heft istwieder besonders geeignet, die Vorzüge der Fortsetzungder Äisthumsbeschreibung: umfassende Benützung des ein-schlägigen archivalischen und lrterarischen Materials, eineerquickende übersichtliche Darstellung der verschiedenenVerhältnisse in den einzelnen Pfarreien, z. B. des Orts-adels, des Grnndeigenthums, der Gerichtsbarkeit rc., insbeste Licht zu setzen. Manches Detail, man braucht nurzu erinnern an das Hereinspielen des Protestantismusm die Geschichte einzelner Pfarreien, verleiht dem Hefteein über lokale Grenzen weit hinausreichcndes, all-gemeines Interesse. Behandelt sind die PfarreienDösingen. Emmenhausen und Bronnen, Euris-hofen und Schwäbishofen, Ober- und Unter-Germar in gen. Guten berg.Hirschzell, Ho nsolgenund Jen gen. Don dem alten Ursin (Jrsee) lernen wirnoch einen Theil der Geschichte seines ehemals bedeutendenAdelsgeschlechtes, der Freiherren. Grafen und späterenMarkgrafen von Ursin-Nonsbcrg, kennen. Möge derAugsburger Diöcesanklerus seiner herrlichen Visthums-hcschreibung ein stets wachsendes Interesse entgegen-bringen!

Dss XibslunAsn: Doöms traäuit äs l'allsmanä parL. äs Davsls^s.. Llxsvir in 16" 2 voll. vp.IV -s- 260; 236. Daris, D. I'Iammarion, 189S.l?r. 7. rsl.

k. Das Nibelungenlied ist das einzige große Eposder Völker Europa's seit dem Abschluß der alten Ge-schichte. Mit Recht bemerkt Schopenhauer, es sei geradezueine Blasphemie, dasselbe etwa mit Homers Jlias undOdyssee zu vergleichen, so roh und ungeschlacht ist dasdeutsche Werk. gleichwohl aber verlohnt es sich der Mühe,es kennen zu lernen, zumal für den Deutschen. Es istnicht bloß ins Neuhochdeutsche übertragen worden (sovon Simrock und ganz und gar schlecht, unerträglich un-geschickt von Jordan), sondern es ist auch in fremdeSprachen übersetzt worden, und da nimmt es sich seltsamgenug aus. so vorzüglich ins Ungarische von Karl Szaszund ebenso meisterhaft in italienische Verse von JtaloPizzi (Milano, Hoepli). Vor uns liegt nun auch einewortgetreue französische Prosaübersetzung, die an sich keinenhöheren künstlerischen Werth hat, sondern nur den Inhaltdem französischen Leser vermitteln will, und dieser Zweckwird auch erreicht. Die schmucken Bündchen, zurOol-Isoticm äes spopäss nationalss" gehörend, sind mit echtfranzösischer Eleganz ausgestattet und in vorzüglichem,dem Auge wohlthuendem Drucke ausgeführt. Um eineProbe zu geben, setzen wir die Anfangszeilen, die imOriginal jeder gebildete Deutsche im Gedächtniß hat, her.Des suoisnuss traäitious N0U8 rapportsut äes iusrvsills8st nou8 parlsnt äs äöbors äi^nes äs louauZss, ä'sxploitsauäavisux, äs ktztss joxsusss, äs plsurs st äs Aömisss-wsnts. Naiutsuant vous xouvsr sntsnärs rsäirs l'bistoirsinsrvsillsu8s äs ess Husrrisrs valsursuss". Man sieht ausder langathmigen Wiedergabe: die Sprache des modernenSalons ist deutlich, die Poesie aber ist ihr freilich gründ-lich ausgetrieben.

sondern mrch das irdische Dasein ihrer Kinder erträglicherzu gestalten. Der erste Abschnitt bespricht das religiöse«heiligende) Leben unter Einwirkung der Kirche, wie essich äußert in der regelmäßigen Seelsorge, in frommenVereinen, Bündnissen, Bruderschaften, Missionen, An-dachten: der zweite Abschnitt gibt ein Bild der erzieh-lichen Thätigkeit der Kirche in theologischen Lehranstalten,Diöcesan-Knabenseminarien, Schulen, Asylen für Blindeund Taubstumme, Stiftungen zu Schulzwecken, sowie inder katholischen Presse. Der dritte Abschnitt behandeltDie kirchliche Armenpflege, der vierte die Krankenpflegedurch Ordenscongregationen; der fünfte Abschnitt führtuns ein in jene Veranstaltungen, die die Kirche zur Hilfe-leistung in besonderen Bedürfnissen einzelner Klassen ge-troffen hat, und dazu gehören katholische Bauern-, Ar-beiter- und Haudwerkervereine, die in gegenwärtiger Zeitvon eminenter Bedeutung sind. Der sechste Abschnitt er-örtert im Besonderen das sociale Wirken der fünf steir-ischen Stifte: Seckau, Rein, St. Lambrecht, Vorau, Ad-mont. Genaue Tabellen, welche eine statistische Ueber-sicht über die socialen Anstalten in jeder einzelnen Pfarreibringen, sowie ein ausführliches Jnhaltsverzeichniß er-höhen den Werth des Buches, den man erst dann zuschätzen weiß, wenn man erwägt, wie mühsam, welcheOpfer an Zeit und Geduld erheischend eine derartige Ar-beit ist. Die Gewissenhaftigkeit und der Bienenfleiß desVerfassers verdient alles Lob. Etwaige Lücken undMängel, die bei einem solchen Werke unvermeidlich sind,zu verbessern und zu ergänzen, sind zunächst diejenigenberufen, die ihren priesterlichen Wirkungskreis in derDiöcese Seckau haben und den Dank des Verfassers fürjede berichtigende Zuschrift erwarten dürfen.

ÜSASv llo. O. (8. ä.), Inäsx vxsrum Dsoumäi Lrcksri.

8" pp. VIII -st 80. Lsroliui, §sl. I,. Domes, 1896.

Ll. 2,00.

jU. Virorum äs rs matbsmatiea dsns msritorum(Llauss, llaoobi, Orassmaim, Ltsinsr, Dssss, )Vsisrstrass,Xronsoüsr sto.) opsra omnia eoUscta possiäsmus abaeaäsmiis säita. Ljus aulsm, gui sst omuium ksrsmatbsmatieorüm priuesps ao maxistsr, svlsbsrrimiaäamavtini Dsonaräi Lulsri opsra sruäitions nsonouinAsnii aeumius prasolara aäbue ässiäsramus ints§r»in unam ssrism sollsota so novitsr säita, quamvis stiamnuuo tsmporis Dulsri soripta m»Koo soisntias pro^rsssuvon abstaute onm summa utüitats non minus a tironibusguum a sorutatoribus psrlsZautur. Xuuo saltsm babsmussura st stuäio rsv. 6. UnAsu (s soo. llesu), gui sst DeorKio-politaui obssrvatorii in l4msriea äirsetor, viri in rsbusmatbsmatiois optims vsrsati (ok. sjusäsmLzmopsiu subU-mioris matbsssos" Rsrol. 189194, I. D) inäiesm ooin-plstum omnium Dulsri librorum ao äisssrtatiouum, säi-tionis opsrum Lulsri vsrs äiZuam prolusiousm, sx gus,quanta tüsrit Lulsri assiäua iuäsksssa amxla iuäustris,racils äiZnosvi potsst: Ultra 800 snumsrantur LulsriOpera st opuseula. blau msäiooris sssst DaZenü Aloris,si kavsnts aliguo LIasosuats xost boo prasambulumsäitionsm opsrum Dulsri aZKreäi atgus aäjuvantibusaliis viris kslieitsr xsrüosrö possst. Lpsramus!

Der Marienbote. Jllustrirte Monatsschrift fürMarienkinder und Töchter katholischer Familien. Verlagvon Carl Aug. Seyfried u. Comp., Wiünchen. Preis desJahrgangs (12 Hefte) 1,80 M.

Stradner Al Das sociale Wirken der katholischenKirche in Oesterreich . II. Band. Diöcese Seckau.8°. X-st 264 Seiten. Wien . Mayer L Co., 1897.Preis 2 fl. 60 kr.

s Unter den Schriften, die im Auftrage der Leo-gesellschaft in Oesterreich herausgegeben worden sind. ragendie Bände, welche dasSociale Wirken der katholischen; Kirche in Oesterreich" quellenmäßig behandeln, an sichund namentlich in Rücksicht auf unsere Zeitbedürfnissev durch besonderes Interesse, das sie erregen, hervor. DerKz vorliegende II. Band befaßt sich mit der Diöcese SeckauL; und zeigt, wie die Kirche immer und überall mit thätigerM Hand eingegriffen hat, nicht nur um ihre Gläubigen nach-P drücklich aus den zu weisen, der über den Sternen thront.

Stern der Jugend. Jllustrirte Zeitschrist zurBildung von Geist und Herz. Jährlich 26 Hefte. Preis. 4 M. Verlag der Buchhandlung L. Auer in Donauwörth .Im gleichen Verlag erscheinenLourdesrosen". Mo-natszeitschrift, Prers halbjährlich 80 Pf.Nothbürga".erscheint alle 14 Tage, Preis halbjährlich 50 Pf.Ra-phael", jllustrirte Zeitschrift für die reifere Jugend unddas Volk, jährlich 52 Nummern, Preis Halbjährlich 1L5M.

Monika", Zeitschrift für katholische Mütter und Haus-clich 52 Nummern, Preis mit der Gratis-

sährl

frauen. ^.. .. .- , ^

beilageSchutzengel" halbjährlich I Mark.Knerpp-blätter". Alle 14 Tage eine Nummer. Preis halb-jährlich 1,25 M.Katholische Schulzeitung". Jähr-lich 52 Nummern. Preis halbjährlich 2 M.

Mrantw. Redacteur: Ad. Haas in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas H Grabherr in Augsburg .