Ausgabe 
(9.10.1897) 59
 
Einzelbild herunterladen

412

reiche Fuudergebnisse (vgl. die Lichtdrucktafeln 3 und 4).Ein Theil der im Museum des Vereins aufbewahrtenGegenstände wurde zur Ausstellung prähistorischer Gegen-stände in Nürnberg geschickt und zogen dort besonders diegroßen Bronze-Cisten das allgemeine Interesse auf sich.Das Museum, die Bibliothek und Münzsammlung er-fuhren werthvolle Bereicherung. Das Vereinsleben warein reges: die Mitgliederzahl ist gewachsen (ca. 270 Mit-glieder), als Ehrenmitglied ist Se. bischöfl. Gnaden Herrt)r. Petrus von Höhl in Augsburg beigetretcn: die achtwährend des Jahres in den Versammlungen gehaltenenVortrage behandelten meist lokalgeschichtliche Themata.So ist der Dillinger Historische Verein blühend und er-starkt und auf allen Gebieten seiner Aufgabe gewachsenin sein 10. Arbeitsjahr eingetreten. Leider hat derselbeam Schlüsse des Wintersemesters 1897 seinen trefflichen1. Vorstand, der den Verein aus allen seinen Arbeits-gebieten sehr gehoben hat, den Herrn LycealprofessorDr. Schlecht, verloren. Möge der Verein auch unterder neuen Vorstandschaft des Herrn GymnasiallehrersHarbaucr in der bisherigen schönen, harmonischen Weiseweiterblühcn! Rckw.

Der Zerstörungsgeist der staatlichen Volks-schule. MaiiiZ 1897, Franz Kirchheim. (Hill und231 Seiten.) Peis geheftet 1 M. 80 Pfg.

Dieses Buch wendet sich, wie es im Vorwort heißt,an die gläubigen Christen beider Konfessionen und willnichts anders, als klar und unumwunden jene Grund-sätze sammt deren logischen Forderungen darlegen, welchevom christlichen Standpunkte aus für die Beurtheilungder Volksschule maßgebend sind: Grundsätze, in welchenalle gläubigen Christen einig sind und sein müssen,wofern sie ernstlich über die Sache nachdenken". Miteinem ungcmein klaren, anziehenden Stil verbindet derVerfasser einen staunenswerthen Reichthum originellerGedanken, deren zwingenden scharfen Logik sich Niemandentziehen kann, der noch an die Gottheit Christi glaubt.Mit diesen Zeilen möchten wir unsere Leser, vorab denbochw. Klerus, Eltern und Erzieher auf das lcsenswertheBuch aufmerksam machen. Glücklicherweise haben wir inDeutschland noch nicht die religionslose Volksschule wiein Frankreich und Italien, die schon jetzt ihre fluchwürd-^ igen Früchte zeitigt. Die deutschen Staatsmänner haben" den Socialdemokraten und Anarchisten noch nicht den Ge-fallen erwiesen, damit ihren Tendenzen vorzuarbeiten.Aber in deni unseligen Culturkampf ist nach dieser Richtungein gewaltiger Schritt geschehen. Darum hat der Verfasserauch die den Ausschlaa gebende Frage des deutschen Reichs-kanzlers Caprivi:Christlich oder atheistisch?" als Mottoan die Spitze seines Buches gesetzt. Der Kamps um dieSchulesteht fast in allen christlichen Ländern der Welt auf derTagesordnung. Es ist nothwendig, über die Tragweitedieses Kampfes wohl orientirt zu fein. Zu diesem Zweckekann die angezeigte Schrift empfohlen werden. vr. R

Elster O., Die Unterleibsbrüche und ihre Be-handlung mit besonderer Berücksichtigungder socialen Gesetzgebung, gemeinverständlichdargestellt. Berlin , Steinitz, 1897. 8", 60 SS.Preis M. 1,50.

Knapp und doch eingehend und klar bespricht derVerfasser die Bruchschäden, ihre Verhütung und Heilung,und kommt bei dem sehr häufigen Auftreten dieses Leidensin allen Klassen der Bevölkerung einem starken Bedürfnißentgegen. Besonders verdienstlich ist die besondere Be-rücksichtigung der socialen Gesetzgebung und der Entscheid-ungen des Ncichsversichernngsamtcs gegenüber den An-sprüchen vor: Bruchleidenden auf gesetzliche Entschädigung.Das Büchlein zerfällt in fünf Kapitel, von denen das ersteWesen, Arten und Ursachen der Untcrleibsbrüche, daszweite Verhalten in Diät der Bruchkranken, die Bruch-schäden und die sociale Gesetzgebung, das dritte die Be-handlung der beweglichen Brüche mittels Zurückbringenund Bruchband, das vierte Kapitel unbewegliche, ver-wachsene und eingeklemmte Brüche und ihre unblutigeBehandlung, das Schlußkapitel endlich die operative Be-handlung der Bruchschäden mittelst Brnchschnitt undNadikaloveration bespricht. Die Angaben des Büchleins

entsprechen dem heutigen Standpunkt der wissenschaft-lichen Medizin und chirurgischen Technik und könnenallen Bruchleidenden empfohlen werden.

Kolberg I., Die Einführung der Reformationim Ordens lande Preußen. Mainz 1897, Frz.Kirchheim. gr. 8°. (IV u. 65 S. M. 1,.

Das Werkchen bietet auf Grund der neuesten Forsch-ungen ein interessantes Bild der großen religiös-politischenUmwandlung, welche sich in Preußen zu Anfang und inder Mitte des sechzehnten Jahrhunderts vollzog.

Theologisch-praktische Monatsschrift. Monat-lich erscheint 1 Heft in der Stärke von 5 Bg. oder80 S. gr. 8". Preis ganzjährig 5 Mk. In Com-mission der Buchhandlung Gg. Kleiter in Passau .

Inhalt des 10. Heftes 1897: Zur Lebensver-sicherung der katholischen Geistlichen. Die Ansspenderder Geheimnisse Gottes vor dem Tridcntinum. Kirch-weihfesttage zu Niederalteich im Jahre 1727. DerKlerus und die Tagespreise. Das Beichtgebot vor derOolsbiaüo missas. Der Seelsorgsklerus und die Volks-gcbetbücherfrage. Wie ist das Litanei-Verbot der Riten«eongregation zu verstehen? Pfarrchronik und Pfarr-beschreibnng. Amtlicher Verkehr der Lokalkaplaneien(Erposituren). Stolgebühren der Katholiken in pro-testantischen Pfarreien. Wieviel Unterschriften erfordertein Umpfarrungsgesuch? Verwendung Schulpflichtigerzum Aufspielen bei Tanzunterhaltungen. Ein muster-hafter Kindergottesdienst. Eintritt in den Priesterstandohne Berief. Die Liturgik nnd die Muttersprache.Deutsche Bibel. Beachtenswerthe Kleinigkeiten. Er-lasse der obersten Verwaltungsstellen nnd Entscheidungender obersten Gerichtshöfe. Neueste Erlasse und Ent-scheidungen der römischen Congregationen- LiterarischeNovitätcnschau.

Charitas. Zeitschrift für die Werke der Nächstenliebeim katholischen Deutschland . Verlag von Herder,Freiburg r. Br. Erscheint, 16 Seiten stark, je am1. des Monats. Abonnementspreis jährlich 3 M.

Inhalt von Nr. 8 des II. Jahrgangs: Der heil.Johannes , der Almosengeber, Patriarch von Alexandricn. Zum Kapitel Mädchenfchutz. (1. Mädchenschutz aufdem Lande. 2. Der Mariamsche Mädchenschutzverein.3. Zum kathol. Mädchenschutz im Auslande.) OertlicheOrganisation der freiwilligen Armenpflege für sich und inihrem Verhältnisse zur Zwaugsarmenpflege. II. Eineprotestantische Stimme über die Bestrebungen derChari-tas".Der freiwillige Erziehungsbeirath für schulent-lassene Waisen." Einige Bemerkungen zu UhlhornsGeschichte der christlichen Liebesthätigkeit. KleinereMittheilungen. (Zweiter Charitastag. Die Thätigkeit derWaisenräthe. Katholische Mäßigkeitsschriften. Der Vereinder schlesischen Malteser-Ritter.) Charitas-Verband fürdas katholische Deutschland . Fragekasten, Zusendungenan die Redaction. Katholische Mäßigkeits-blätter. (Beilage zurCharitas".) Nr. 3: Medicinischespro und contra Alkohol. II. Alkoholgenuß n. Schüler-verbindungen. _

Literarischcr Handweiser, begründet, herausgegebennnd redigirt von Msgr. Dr. Franz Hülskamp in Münster . 18 Nrn. L 2 Bogen Hochquart fürM. 3 pr. Jahr.

1897. Nr. 8. Kritische Referate über InKoldDornet et!o lanxcnisws (Sauer), Arendt Apolo^stioasds Aso niprcli abilisw o Alpbonsisno dis8ortatic>ni3 a ?. dsOaiAnz? exaratas Orisis (Deppe), Hammer Der Rosen-kranz und Barthel Ablässe des Rosenkranzes (Deppe),F u n k Gesammelte kirchcugeschichtl. Abhandlungen (Wurm),Pfeilschifter Theoderich der Große (EM. Kaufmann),öasguet old LnAlizü Lible and otbsr L8sav8(Bellesheim). Zcißberg Erzherzog Karl, Mein eckeFeldmarschall v.Boyenu. Vandalklnxolöon st Alexandre(Zimmermann), Bau- und Knnstdenkmäler OldenburgsHeft I (Bröring), Messer Reform des Mainzer Schul-wesens 176374 (Scidenbcrger).8 Notizen über ver-schiedene Nova (Hülskamp). Novitäten-Ver-zeichnis;.

Werantiv. Redacteur: Ad. Haas in Augsburg. Druck u. Verlag des Lit. Instituts von Haas L Grabherr in Augsburg .