Ausgabe 
(2.1.1894) 1
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dieſer beiden Säle iſt durch Thüren mit den angrenʒendenMagaʒinsräumen verbunden und dient ʒur Aufnahme derwerthvolleren Bibliothekſchäꜩe, der Incunabeln, Kupfer-ſtiche ꝛc, die ʒum Theil in Schaukäſten ſichtbar gemachtſind. Eine Gallerie in jedem Saale dient ſowohl ʒurAufnahme von Büchergeſtellen, wie ʒur Verbindung der

Ʒwiſchengeſchoſſe. Die Büchergeſtelle in den Magaʒins-räumen ſtehen in einer Axenentfernung von 2 Metern voneinander, was für die ganʒe Anlage des Projektes maß-gebend war. Die niedrigen Ʒwiſchengeſchoſſe wurdendeshalb gewählt, um durch Anwendung niedriger Bücher-repoſitorien eine bequeme Handhabung der Einſtellung und

Entnahme der Bücher unter Wegfall jeder Benutʒung vonLeitern erʒielen ʒu können. Wie bei der geſammtenübrigen Einrichtung, ſind auch beʒüglich der Repoſitoriendie einfachſten und ʒweckmäßigſten Vorbilder genommenund dadurch die brauchbarſten Ergebniſſe erʒielt worden.Die eigenartige, aber höchſt einfache Lagerungsweiſe, Ver-

ſtellbarkeit der Bücherbretter, ermöglicht in der That eineganʒ außerordentlich leichte Ein- und Umſtellung derBücher, ohne daß ſelbſt bei ſchwer belaſteten Brettern einGehilfe nöthig wäre. Ʒur Anwendung gelangt iſt daspatentirte Syſtem der Herren Stadtbauinſpektor Wolfund Stadtbibliothekar Dr. Ebrard in Frankfurt a. M.

Treppenhaus der neuen Kreis- und Stadt-Bibliothek in Augsburg.