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Siglinde ihm dabei mit einer gewissen scheuen Spannungzusah. „Es ist noch keine vierzehn Tage her, da erhieltich von ihm diese Zeilen, die er mir von London ausunterm 10. August schreibt. Der Brief hat jetzt keinthatsächliches Interesse mehr, doch will ich Dir ihn vor-lesen."
Siglinde verfügt habe, wenn dieselbe mir ihre Handzum Ehebund reiche. Eine kürzlich von Frau Rollen-stein empfangene Depesche, worin sie mir ihre schwereErkrankung meldet und die Befürchtung ihres nahenTodes ausspricht, mahnte mich, daß die Entscheidung§ über meine Zukunft vielleicht nahe sei und meine per-
Ein gefährliches Kpiel —
„Ich bitte Dich darum," sagte Siglinde. ^ sönliche Anwesenheit dort wünschenswerth erscheinen lassen
„Geehrter Herri" las Schönaich , während Siglinde > könne. In Folge dessen benutzte ich den ersten vonmit vorgebeugtem Antlitz an seiner Lippe hing. „Schon ! New-Iork abgehenden Dampfer, und hier, in London vor Jahren hat Ihre Schwägerin, Frau Nollenstein, ^ angelangt, erlaube ich mir, Sie und Ihre Fräuleinmir die Mittheilung zukommen lassen, daß sie über ihre § Tochter auf meinen '.Besuch vorzubereiten. Wenn SieHinterlassenschaft zu Gunsten Ihrer Fräuleins Tochter > das Vergangene vergessen können, so kann ich es auch.