568
Sie putzen sich aufUnd sie hab'n a Frisur»
Dabei essen'S die ErdapfelSammt der Montur.
Wir wollen es nicht glauben, daß es zum Aeußerstenkommt, zum Raufen. Es möchte uns nicht gefallen, wenn
^ Frisch auf und nit verzagt
Und dabei angepackt,
Hergeklanbt Paar um PaarAußa ban Thoar.
Ist der Wirth am rechten Fleck und verstehen dieBurschen einen Spaß — und wer nicht kann Spaß ver-steh'», soll nicht unter die Leute geh'» — so werdenbeide Parteien lachen und sich ein «Prosit" zurufen. Sowird weiter gesungen und weiter getrunken. Wenn's nurnicht zu viel wird! Junge Leute wissen oft leider keinMaß und Ziel, und:
Der Mensch hat an Geist,
Hat der Schullehrcr g'sagt,
Und daß der Wein a an hat,
Han i selber derfragt.
Und wann dö zwa raf'nDa bat'S fast den Schein,
Als wann halt der WeingeistThat der Stärkere fein.
Eine Ausred' gibt es alleweg. Wie sagt doch einVolksschriftsteller? Wer zum Sklaven irgend einer Leiden-schaft geworden ist, oder wer die Klingelkappe auf seinemnärrischen Kopfe tragt, der findet für sein Laster oderfür seine Narrheit immer eine Ausrede oder Entschuldi-gung, und die SaLe müßte schon unendlich schlecht sein,welcher die Menschen nicht ein schönes Mäntelchen um-zuhängen verständen. Der Geizkragen und Pfennigklauberist eben nur sparsam und haushälterisch, der Verschwendernur freigebig und läßt den Leuten auch etwas zukommen.Der Minutenschinder weiß den Werth der Zeit zu be-messen, der Faulpelz läßt den lieben Herrgott walten.Der verschimmelte Murrkopf spielt sich auf den Weltweisenhinaus, der Bruder Lüderlich ist bloß ein lustiges Hausund ein Allerweltsliebling. Wie sich die jungen Leutedafür entschuldigen, daß sie „Zwanziger" und „Zehner!"weit über Gebühr auf den Wirthshaustisch werfen, daserkennt man aus ihren Liedern. Ich meine indeß, denmeisten ist es nicht recht Ernst, sie wollen sich nur einenScherz machen. So singt der Eine:
Warum soll i denn Durst lcid'n,
Da war i a Narr,
Bin i lustig, so trink i,
Bin i traurig, schon gar.
Hab zweierlei Flasch'n,
's a jede von Glas,
Für Freud ane, für Leid ane,
Haltet jede a Maß.
Oder:
Mein Vater hat g'sagt,
I vertrinket schon all'S,
De Schuah und dc StrumpfGeh'n nit abe ban Hals.
Ein Anderer, der dreht den Spieß um und meint,er thue eigentlich seinem Vater einen Gefallen, daß erdas Geld brav aufgehen läßt:
Der Vater hat g'sagt,
Bnabman, feid's nur lusti,
Sunst wer'n meine ThalerIm Kasten rufst.
Mei Vater hat g'sagtBist a rechter Gimp!,
Brauchst all'S z'weng Geld,
Werd all'S voller Schimpl (Schimmelpilze).
Uebrigens, jeder Sack hat ein Loch, es rinnt allesaus, und keine Brieftasche ist so groß, daß sie nicht könnteleer werden. Das Gefühl preßt den Seufzer aus:
Wann's Tbaler that regnen,
Und Goldstückeln schneib'n,
Das war so a Wetter,
Was allwal kunt bleib'«.
Die Zecherei ist aus. Der Wirth kennt seine Sperr-stunden und er ist kein „Kreuzerfuchser", daß er auf einkleines Stück Kupfer nicht verzichten könnte. Jetzt heißtes nach Hause gehen. Vielleicht hat Jemand zu klagen:
M'n Berg ziag'n Nöpel (Nebel),
In Thal kcmans z'sam,
W'rum soll denn just i gradKan Nöpel nit hau.
Besser, wenn's nicht der Fall ist. Allein verdächtigscheint's mir, daß ein Bursche beginnt, die Wölklein umihre Straße zu beneiden, indem er singt:
Die Wölklan hant'S guat,
Seint immer as'n Wög,
Bergl aufe. Vcrgl abe,
Und brauchen: kan Steg.
Was rechte „Lumpeln" sind, die wissen auch sonstallerlei Ausreden:
Glab ja nit, i waggl,
I kinnt nit recht stcan;
I kann weg'n Hücneraug'nNur nit recht gran.
KLLesLeL.
Im Zweifel. Gast sauf einer musikalischen SoirZe,wo die Tochter des Hanfes grauenhaft falsch si»gif: „Hm— hm — wenn ich bloß wüßte, welches Lied siemeint!?"
*
Höhere Physik. „Was ereignet sich, wenn einLicht unter einem gewissen Winkel in's Wasser fällt —wissen Sie es, Müller?" — „In der Regel geht esausl"
.. ..
R ö j> f e l ss p r rr rr g.
bei
den
ar
n
mir
bei
ent
ar
vor ^
->
ich
gold
auch
ten
daß
ten
te
ten
ber
schach
theil
that
ten
iu
kein
ich
te
die
wo
lern
a
ich
brach