687
Was den Titel „König " anbelangt, den das Regi-ment heute führt, ist zu bemerken: Karl Theodor hattedas Regiment schon im vierten Jahre seines Bestandesseinen Vettern von der Linie Birkenfeld-Zweibrücken, derheutigen königlichen Linie, verliehen. Pfalzgraf FriedrichMichael Karl August und Maximilian, Pfalzgraf LudwigKarl August, der spätere König Ludwig I. , waren nach-einander Inhaber des Regiments, und es war nur dienaturgemäße Folge, daß ihm Kurfürst Max Joseph beider Uebernahme der Regierung im Jahre 1799 seinen
Gefechten vonWöskirch (5. Mai), Biberach (9. Mai) undMemmingen (10. Mai). Am 3. Dezember 1800 ver-nichtete Moreau in der Schlacht von Hohenlinden die ver-einigte bayerisch-österreichische Armee.
In der Schlacht von Hohenlinden selbst stand Dorthmit seinen Chevaulegers auf der rechten Seite der Straße,in der Nähe von Maitenbeth , um der gesammten, vonHaag herbeireitenden österreichischen Kavallerie den Auf-marsch zu erleichtern, und wurde hierbei von einem Theilder französischen Division Richepanse und deren Geschützen
Die Uniformen des kgl. bayer. 4. Chevauleger-Uegimenls (1777—1783).
eigenen Namen gab, ihm vom 2. Mai ab den Titel „Kur-fürst-Chevaulegers" verlieh, der im Jahre 1806, bei derErhebung Bayerns zum Königreiche, in den Titel „Königs-Chevaulegers" umgewandelt und durch Armeebefehl vom18. Oktober 1835 für immer bestätigt wurde.
Die Reihe der großen, blutigen FeldzugSjahre be-ginnt für das Regiment mit dem Jahre 1800, in welchemes bereits unter der Führung des tapfern Wrede mit denOesterreichern zog, um das Vordringen Moreau's zuhindern. Das Regiment kämpfte unter seinem Kommandeur,Oberstlieutenant v. Dorth, mit großer Bravour in den
^ angegriffen. Unerwartet stürzten nun die Chevaulegersgegen die Franzosen , drangen sogar in ihr Treffen undentführten ihnen zwei Kanonen und eine Haubitze. GeneralRichepanse ließ nun ein Regiment Chasseurs gegen dieChevaulegers ansprengen, um sie zurückzuwerfen; dochdieser Angriff mißlang so gänzlich, daß die Franzosennach bedeutendem Verluste davon ablassen mußten undsich nun ohne weiteren Zeitverlust links in die Waldungen,auf die darin festgedrängten Oesterreich« warfen.
Beim Angriff auf die Batterie wurde Oberstlieutenantvon Neffelrode-Hugenpoät schwer verwundet und stürzte