Ausgabe 
(11.12.1894) 100
Seite
781
 
Einzelbild herunterladen

781

Des Bischofs Stimme war leiser geworden; er vollendeteden begonnenen Satz nicht, sondern sank von Schwächeübermannt mit geschlossenen Lidern rückwärts in denLehnstuhl.

Große Bewegung überkam die geistlichen Brüder.

Da schlug Bernward die Augen auf und sprachmühsam:

Liebe Brüder, ich will Euch nicht verlassen. Wennich schon meinem Leibe nach von Euch geschieden bin, sowerde ich dem Geiste nach stets bei Euch sein."

WW

WW

W8

S8

!

n

lI^lA»IIss,!I!W!M!!'

WE

M

WW

Ein Duett. Nach dem Gemälde von O. Seitz.

!

>

!

> l

?

Sie vermeinten, ihr Vater würde in diesem Augenblickverscheiden. Abt Goderam kniete vor Bernward nieder undrief fassungslos in herbem Seelenschmerz:

O lieber Vater, warum willst Du uns so bald ver-lassen?"

Der junge Benno aber, welcher vor allen Andernwahrnahm, welche große Veränderung mit dem geliebtenGroßoheim vorgegangen war, fing bitterlich zu weinenan, und die anderen Edelknaben folgten sogleich seinemBeispiel.

rL