gestellt werden, das IrirkLI mit größere» 1'/, em. Maschen«wette und das rirdLl mit kleineren Augen, welch letzteresnur die Wohlhabenderen benützen. Diese Riemensiebe be-stehen nach Wetzstein aus einem Geflecht von schmalenStreifen, die aus der Haut eines geschlachteten oder ge-fallenen Kamels geschnitten und noch ungegerbt mit demhölzernen Nandreifen und unter sich verknüpft werden.Beim Trocknen nehmen sie die Natur der Darmfellen anund ziehen sich zusammen, wobei sich die Maschen desNetzes unlöslich verbinden, so daß die Weite der Augenunverändert dieselbe bleibt. Als Kuriosum sei erwähnt,daß diese Siebe meist von einem Wandervölkchen ge-fertigt werden, welches Wandervölkchen einen nordindischenDialekt spricht, den mau seiner Weichheit wegen UsLnsl Sperlingssprache, nennt. Man rechnet dieses
Völkchen wohl mit Recht zu den uunrvar, zu den Zi-geunern. (2I)kV 1891, S. 1.)
Das ^iriM mit den weiten Augen dient zum erst-maligen Durchsieben deS geworfelten Getreides, um größereSteiuchen, Erdklümpchen, unvollkommen zerriebene Aehreu,längeres Stroh u. s. w. auszuscheiden, was beim Worfelnmit der Worfgabel zu schwer war, als daß eS vomWinde bis zum Häckselhaufen getragen werden konnte,und daher auf den Körnerhaufen niedergefallen war.Dies alles bleibt beim Sieben in dem IrirdLI und wirdauf die zum Dreschen ausgebreitete Halmschicht zurück-geworfen, um noch einmal unter den Dreschschlitten zukommen. Die durch das Lirdäl-Sieb auf den Bodengefallenen Körner werden nun durch das enge Sieb,rirIM, gereinigt. Dieses Sieb ist so enge, daß es nurStaub, Erde, Spreu, flache oder beim Dreschen zerrisseneKörner, aber keine guten, normalen durchläßt; diesebleiben in ihm zurück.
Somit hätten wir den Fellachen von der Aussaatbis zur Tenne und zum Kornhaus begleitet und sindbei der Mühle angelangt.
Einige Angaben über das Eruteerträgniß in Pa-lästina dürften nicht uninteressant sein. Dr. Auderlindhat sich die Mühe genommen, durch Befragen mehrererSachverständiger nachfolgendes statistisches Material zusammeln; er hat dasselbe in W1?V 1886, S. 48 u. ff.veröffentlicht.
In den Gebirgsgegenden Zudäas, wo eS nur einedünne, oft blos schuhhohe Ackerkrume gibt und wo derBoden daher bald austrocknet, rechnet man alle 4 Jahreeine volle und drei geringe respective schlechte Ernten.Judäa ergibt im Durchschnitt mehrerer Jahre an denBergen, wo die Ackerkrume oft nur schuhtief liegt undnicht gedüngt wird:
Weizen das 2fache") »
Gerste „ Zfache lKorn.
Speise- u. Kamellinse das 2Zfache s
In den Thälern von Hebron , wo man düngt undwo die eingeborenen Fellachen den Ackerbau rationellertreiben als ihre übrigen arabischen Collegen:
Weizen das 4fache »
Gerste „ Sfache > Korn.
Speise-».Kamellinsedas4- u. Sfache'
Die deutschen Kolonisten zu Sarona bei Jafa ernte-ten 1883 auf ihren nahe dem Meer gelegenen, aus mehroder weniger humusreichem Dünensand bestehenden Fel-
") Hier sei erinnert, daß in Deutschland die WinterfruchtWeizen höchstens das 11—12fache, Gerste auf vorzüglichemBoden das 26—ZOfache Korn ergibt. (Schegg S. 136.)
dem bei guter Düngung (pro Hektar alle 2 Jahre 30bis 40 zweispännige Fuhren Stallmist) und bet nurziemlich guter Ernte auf dem Hektar:
Weizen 20 Centner (1 Ctr. — 60 Kgm.) Körners
45 „ Stroh.
Gerste 24 „ Körner.
46 „ Stroh.
Kartoffeln 180 Centner.
Es ertragt
Weizen höchstens das 30fache„ wenigstens das 4—6fache
» durchschnittl. das 8fache
Gerste höchstens das SOfache„ durchschnittl. das löfacheIn der deutschen Kolonie in HaifaKarmel auf Kreidekalkboden trägt
Weizen durchschnittlich das 7facheGerste „ „ lOfache
Auf der großen Ebene ESdrelon, wowirds:
Weizen höchstens lOfaches„ mindestens Ifaches„ durchschnittlich 7—8 fachesGerste höchstens lOfaches„ mindest. Ifaches (d. Aussaat) ^ Korn.
„ durchschn. kaum das 6fache fNach einer Mittheilung der Zeitung „Warte deSTempels" Jahrgang 1884, Nr. 12 sollen im Hauran,wo der aus Lavaverwitterung entstandene Boden seitMenschengedeuken nicht gedüngt wurde, die Weizenfelder60-, 80-, ja lOOfältige Frucht tragen.
Hier möge eine Correspondenz aus Sarona, welchedie „Warte des Tempels" Jahrg. 1830, Nr. 33 ent-hält, mitgetheilt werden, da sie die Kolonialverhältniffedes oft genannten Sarona kurz zusammenfaßt:
„Die deutsche Kolonie in Sarona bebaute 1880800 Württembergische Morgen (L ca. '/z Hektar), davonsind ungefähr 200 Morgen Weinberge und Gartenland.Ein Morgen liefert durchschnittlich 6—12 Centner gutenWeizen oder 10 Centner Gerste. Die Hälfte deS Acker-landes wird mit diesen Getreidearten, die andere mitSesam, Welschkorn, Mais (Durrah), Kartoffeln und Me-lonen bebaut. Die Kartoffeln wurden am 16. Märzbestellt und waren am 16. Mai reif; 1 Morgen lieferteca. 24 Centner. Ein Notl — 6 Pfund konnte ä 45 Pf.verkauft werden. Bei 40 Morgen Landbesitz hat eineFamilie ihr gutes Auskommen. Ein Morgen gutesLand gilt 10—12 Napoleon (—200—240 Franken), ge-ringeres 3—6 Napoleon (60—120 Franken)."
Dieser Correspondenz, welche Socin in Wl?V1881, S. 133—34 mittheilt, fügt der Referent bei:„Während die deutsche Kolonie bei Jafa und eine in derNähe am ^Audscheflusse gegründete jüdische Niederlassungrelativ blühen, kommen von der deutschen Colonie beiHaifa Berichte über schwere Geldverlegenheiten."(Fortsetzung folgt.)
-'^ss-v-rs--
Goldkörner.
Gegner glauben uns zu widerlegen, wenn sie ihre Mein-ung wiederholen und auf die uusrige nicht achten. Goethe.
Das Gewissen hat immer recht, denn es spricht nur. wenneS recht hat. Naupach.
^Korn.
^ Korn.am Fuße des
^ Korn.nicht gedüngt
) Korn.