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einem Nachschlüssel zu des Sahib's Zimmern versehen,und als ich glaubte, er sei eingeschlafen, trat ich leiseein und träufelte das Gift auf sein Kissen. Ich wußte,daß es ihn augenblicklich tödten werde. Als er ganztodt war, zog ich das Etui unter seinem Kissen hervorund nahm den Stein. Ich verschluckte ihn, um ja nichtentdeckt zu werden."
Der Elende wollte noch etwas sagen, fiel aber zu-rück und krümmte sich vor Schmerzen.
vr. Symes that für ihn alles, was er konnte, abervergebens. Gopinath starb früh am folgenden Morgen.Nach seinem Tode war es leicht, das Cobra-Auge zuentfernen, und die Anklage gegen Laurence Carroll fielnatürlich von selbst.
Vor ungefähr drei Monaten verließ Lady PamelaEngland, und man sagt, daß ihre Gesundheit sich lang-sam, aber stetig bessere. Carroll ist noch in England .
bestanden haben. In einer Urkunde, welche König Otto I.im Jahre 948 ausstellte, werden die Höfe zu Ober- undUnter-Binwang, die der Priester Paldmunt dem KlosterKempten schenkte, als zur Pfarrei Jllerbeuren gehörigbezeichnet.
Jllerbeuren gehörte in den frühesten Zeiten denGrafen von Balzhausen und Kirchberg. Am 26. Februar1105 schenkten sie die Wogtet über die Kirche undder Güter an das Kloster St. Blast im Schwarzwald .Von diesen kam es an die Grafen von Nellenburg undThengen und nach ihrem Aussterben an das Haus Oester-reich . '/g von Jllerbeuren, d. i. die zwei Güter Hs.-Nr. 2und 7, gehörte den Rittern von Lautrach . Diese verkauftenes 1356 an die von Schellenberg, diese 1413 an dieHerren von Besserer, und so kam es 1417 an die vonLandau, 1646 aber an das Stift Kempten .
Als Lehenträger des Nellenburg'schen Lehens er-
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Pfarrkirche in Jllerbeuren.
Original-Ausnahme von Gustav Baaber, Photograph in Krumbach. sBervielfältigungsrecht vorbehalten s
Ob diese unglücklich Liebenden jemals durch Die Bandeder Ehe verbunden werden, — wer weiß es?
Notizen zur Jllerbevrer und Kronburger Geschichte.
--— sstiachbruck Verbote».)
* Jllerbeuren, ein im Bezirksamte Memmingen, nahean der Jller bet Lautrach, in dessen Postbezirk es seiteiner dort anno 1891 erbauten Brücke über die Jllergehört, gelegenes Dorf, bildet mit dem ^ Stunden ent-fernten Orte Kronburg eine Pfarrei und eine politischeGemeinde. Dazu gehören die Weiler Greuth, Ober- undUnter-Binwang, Wagsberg und die Einöden Fuchsloch,Hackenbach, Hängemühle, Heißenschwende, Hurren, Oslang,Rothmoos und Westerau mit 140 Haushaltungen und751 Personen. Die Pfarrei Jllerbeuren soll schon zurZeit der Stiftung des Klosters Ottobeuren , im Jahre 761,
scheinen die Herren von Lautrach , welche ^es mit Ein-willigung des Grafen Wolfram von Nellenburg laut Ur-kunde Montag vor Judica 1373 an Bruno von Utten-ried zu Kronburg um 425 Pfund Heller verkauften. Seitdieser Zeit gehört es zur Herrschaft Kronburg . Der kleineBesitz */g ging als Lehen von Konrad von Landau zuLautrach 1425 an Joß von Uttenried über; und vonJoachim von Uttenried im Jahre 1460 aber an ver-schiedene Patrizier von Memmingen ; anno 1524 und1530 endlich an Gaudenz von Rechberg und 1619 anJohann Eustach von Westernach .
Der Bauart nach stammt die jetzige 1846 PariserFuß hoch gelegene Kirche zu Jllerbeuren aus dem 12.Jahrhundert. Der Thurm aber scheint älter zu sein. EineGlocke führt als Umschrift mit gothischen Buchstaben dieNamen der vier Evangelisten mit der Jahrzahl 1192.Auf einer kleineren Glocke ist die Jahrzahl des Gusses1405 zu sehen. Den eifrigen Bemühungen der beiden