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Herren Pfarrer Haid und Fischer verdankt diese Kircheeine stilgerechte, würdevolle Restauration mit schönem goth-ischem Hochaltare und Chorstühlen, sowie sehr geschmack-vollen gemalten Fenstern.
In östlicher Richtung, bergaufwärts, */, Stundeetwa von Jllerbeuren entfernt, liegt auf einem nach allenSeiten hin freistehenden, .740 Meter hohen Hügel dasSchloß Kronburg mit einer wetten Fernsicht, nördlich bisUlm und auf die rauhe Alb, südlich auf die Allgäuer,Tiroler und Schweizer Berge. Westlich, am Fuße desBerges, liegt das gleichnamige Dorf mit Kirche und Schule.
Nach dem bei einer Schlotzrenovation gemachten Fundevon römischen Münzen, und nach den noch gut erhaltenenMauern, bei welchen sogenannte Buckelsteine verwendetwurden, zu schließen, befand sich hier einst ein römischesCastell mit Wachtthurm, von wo aus viele in nächsterNähe liegende Burgstellen und Verschanzungen und auchdie von Kimratshofen über Legau und Lautrach führendeund unterhalb Kronberg vorbeiziehende Römerstraße leichtübersehen werden konnten.
v. R., bis 1604 Wolf v. R., bis 1615 Wilhelm Leov. R. Ernst von Rechberg starb 1604 ohne männlicheLeibeserben. Die übrigen Nachfolger derselben geriethenaber mit dem Oberlehensherrn, dem Erzherzog von Oester-reich, in Streit, und wurden des Lehens für verlustigerklärt, welches anno 1619 an Johann Eustach vonWesternach verliehen wurde.
Aus diesem Geschlechte sind als Besitzer der.Herr-schaft Kronburg zu nennen: bis 1627 Joh. Eustach vonWesternach , Großmeister des deutschen Ordens, dann dessenNeffe: bis 1646 Wolf Christoph von Westernach, bis1689 Joh. Rudolph, bis 1728 Joh. Carl, bis 1735Joh. Marquard Eustach, bis 1784 Joh. Eustach, bis 1849Joh. Jgnaz Lazarus von Westernach, der die Mediati-strung über sich ergehen lassen mußte. Seine TochterMaria Theresia brachte den gesammten Besitz der Familieihrem Gemahle, dem Freihcrrn Maximilian von Vequelauf Hohenkammer , zu, dessen Nachkommen den NamenFreiherren von Vequel-Westernach führen.
Als die Schwaben sich im Vereine mit ihren Bundes-genossen, den Bayern, bei Kempten gegen die fränkische
Orininal-AuwadMk von Gustav «LLver, Photograph in Nrumbach. lv-rvteiiSUlaungirrcht Vorbehalt,».)
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thum der Edlen von? Kronburg . Es werden in altenAufzeichnungen genannt: im Jahre 727 Ruof von Kron-burg, 833 Freson v. K., 860 Huppald v. K., 933 Radebotv. K., 1165Bertold v. K., 1268 Bertold und sein SohnHatto v. K., 1283 Mangold v. K., 1356 Hans Eitel und Haintz v. K.
Nachdem Eitel von Kronburg als letzter seines Stammesgestorben war, wurde Kronburg vom Erzherzoge Albrechtvon Oesterreich im Jahre 1360 an Ritter Heinrich vonUttenried ,um 210 Mark Silber , verpfändet. Diesem folgte1366 Bruno"chon Uttenried, 1399 Jos .v. U., 1454Joachim v. U. Bruno v. U. kaufte 1373 Jllerbeuren,aber Joachim v. U. verkaufte alle seine Besitzungen i. I.1460 an Hans von Werdenstein. Dieser starb schon 1468ohne männliche Erben. Der ganze Besitz kam dann i. I.1478 an Georg von Rechberg, der die drei Töchter desHans von Werdenstein auslöste und die Wittwe heirathete.Dieser Georg und sein Sohn Gaudenz bauten statt deszerfallenen Römerthurmes das Schloß Kronburg . Auchbrachten die Rechberg nach und nach die verschiedenenWeiler und Einzelhöfe der Pfarrei an sich. Es lebtenzu Kronburg bis 1478 Georg von Rechberg, bis 1506Gaudenz v. R., bis 1536 Georg v. R., bis 1574 Ernst
Herrschaft wehrten, da erlitten sie am Feilenforste anno727 eine große Niederlage, in welcher Schlacht auch einRuof von Kronburg gefallen sein soll. In einer Grenz-beschreibung des Stiftes Kempten vom Jahre 804 wirdder Berg Hohenrain gegenüber Kronburg erwähnt; undin einer Grenzberichtigung vom Jahre 1059 wird Kron-burg wieder genannt. So finden wir auch diese Burggenannt in Urkunden des Klosters St. Gallen , in welchenein gewisser Freson von Kronburg zu finden ist.
Im Jahr 860 schenkte Huppald von Kronburg seinGut dem Kloster St. Gallen , nachdem bereits im Jahre833 Trogo Güter in Kronburg und Winterstetten andas Kloster St. Gallen sud. I^uäoviov Imx., aub.^.äalAsro oomits gestiftet halte. Ein Ritter Bertholdvon Kronburg wurde als Dienstwann anno 1180 be-traut mit der Hut der Grafenburg Zeil, welche an dieStaufer beim Kaufe mit der Nibelgaugrafschaft kam.Der Welfenbesttz erstreckte sich auch in die Umgegend derStädte Memmingen und Schongau , zu demselben zählte^ auch Lautrach, Kronburg und Altmannshofen . Die Ritteri von Kronburg erschienen auch als Ministerialen der Staufen,! welche die Welsen beerbt haben. Ein Rudolf von Kron-! bürg befand sich am 6. Mai 1227 unter dem Gefolge