Ausgabe 
(23.2.1795) 46
 
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auch Theil uehmen laſſen zu koͤnnen, am 16dieß Freyredoute, gegeben wurde, undzuch freyer Eihntritt in das kayſ koͤnighHoftheater Jedermann ohne Auterſchiedgeſtattet war. Die neu vermaͤhlten chur-ſſthhen Durchlauchten nebſt den Durch-hauchu ſten Aliern donigl. Hoheiten undan ere Du chlauchtigk Erzherzogiun Ma-Eiſabeto ꝛx begalben ſich Abends inde eeernchſt beleuchtete Schauſpielhaus,wo Hoͤchßdeſelben mit theilnehmendſterFreude unter lauteſtem Jubel und beglet-Aaden Trompeten und Pauckenſchalle vonden ahlreich verfamelten Auweſegdenempfangen wurden. Nach einigen Verweilen erhoben ſich die Hoͤchſten Herr-ſchaften in den Redoutenſaale, allwo miteinigen Cavaliers und Damen des hieſi-gen hehen Adels von der Durxch auchtig-ſſen Churfuͤrſtian engliſche Contrataͤnzegetanzet vurden, nach deren Ende ſich diehochſten Hereſchaften zur Ruhe begäben.EGeſtern Fruͤhe Morgens nach 7. Uhrverſammelte iich der hieſige hohe Adel inden Vorzimmern Str. churfuͤrſtlichen

Durchlaucht um bey Hochdero Abreiſe dieBeurlaubungsCeamplimente abzuſtatten.Gleich darauf erſchienen Se. Durchlauchtmit Seiner geliebteſten Frau Gemahlin.

Den Zus eroͤffnetender darchlauch igſtenEliſabeth koͤnal. Hehei oͤchſtderimmtlichen Hausofficirren; dann folgteder hieſige hohe Adel, und let Sechurfuͤrſtliche Hurchlaucht ſeine hebens wur-diſte Friu Gemahlinn ain Arm faͤhrend,an derer rechten Seite ſich Ihre koͤmgl.Hoheit Marig Elſabeth befand, und vonwelcher die Hoͤchſten Abreiſenden uͤber dieTrepre bis zum Reiſewagen begleitet wur-den o nach nochmals genommenen ruͤh-zendſt arelchſten Abſchiede unter tauſendSegenswuͤnſchen die Reiſe angetrettenwurde Se Durchlauchtvon Pfalzbahern haben auch den kayſkomglvoberoͤſterreichiſchen Appellations-Regiſtratur Adjuſet Herrn Auton Joſephvon Dambeck, der in Hoͤchſtdero gehei-men Kammer als Geſchaͤftskommiſflonaͤrangeſtellt geweſen, mit einer groſſen gold-nen Medaille, worauf das churfuͤrſtlichePortrait zu ſehen, fuͤr ſeinen bewieſenenbeſondern Dienſteifer beſchenkt um ieam den Has tragen zu koͤnnen.Kurzgefaßte Nachricehten.Die Franzoſen haben, um den Hollaͤndern zu beweiſen, daß ſie keine Got-

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teßlengner ſind, an allen Kirch e uwelcher Religion ſie auch ſeyn moͤgen,mit groſſen Buchſtaben in franzoſiſcherund hollaͤndiſcher Sprache auſchlagenlaſſen: hier wird Gott verehrt. Buͤrger, wer du auch biſt, ſtoͤhre dieſeAndacht nicht! Aus den oͤſterreichiſchenNiederlanden ſind in Hollaud eine Menge Beſtellungen von Zucker, Caffee,und vielen andern Artikeln eingelauffen, worau es dieſen Provinzen fehlt,Muͤnchen , den 19. Febr.Bey der anheute vorgenommenen 370.Ziehung zu Stadtauihof ſind folgendefuͤnf Gluͤcks⸗Nunumern ausgehoben wor-

den, als;:

83. 71. 19. 14. 6

Die naͤchſte 750. Ziehung zu Muͤchen wird ohnfehlbar am Donnerſtag den 26.Febr. vorgenommen, wozu der Schlußam Mittwoch den 25. dieſes Abendsfeſtgeſetzt iſt, wornach ſich jedermaͤnnig-lich mit den beliebigen Einſaͤtzen au denbekaunten Orten zu richten hat

Vom 0 dieß Abends 8. Uhr 6 aufden 21. Fruͤh 10. Uhr lind aus einem aheſigen buͤrgerlichen Hauſe theus mittelseines Dietrichs, theils gewaͤltigen Auf-bruchs eines Wohnzimmers und dartinnbeftudlichen Schreibdaſten aus betzterm268. neue Thaler, 15 fl. an diverſen Sor-ten, a goldene Kette in pier Reihen,mit einem vergoldten Schloß detto ineiner Laͤnge, 1 Uhr mit goldenen glattenGeheiß ſilberner Botlegoͤffel, 4 dettoEßloͤffel mit zwey paar Meſſer und Gabelmit ſilbernen Heſten, 2 paar Meſſer undGablen, wovon eines mit Elfeubein, dasandere mit ſchwarzen Heft, endlich einSchaͤchte ein mit guten Perlen, diebiſcherWeiße entwendet worden. Wer hievon

Endes unterzeichnetem Amt ſichere Anmzei-

ge, oder den Dieb ſelbſt nahmhaft ma-chen, oder auch Stuͤckweiſe die entwendete reſpec. Gelder und Pretloſen eilie-fern kann, wird nicht nur allein die Ber-ſchweijgung ſeines Namens, ſondern auchvör die Stuͤckeinlieſerung ein proporttio⸗nirtes Douceur, vor das ganz entkommeneaber, wenn ſolches dem Amt verraͤthegwerden koͤnnte, zwanzig Duka en zugeſchert. Augsburg , den 21. Feb. 1795.A. M. Precht von HochwartAntsburgermeſter.