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slieno, äominationsm ts.msn exspsetLni- rerm» potiri volunk,kooores, guos qriista rspuklies. äespsrank, povturkskL eonseg»!ss passe arditrantur. lertiom ^enus sst aetsta eonkeetui»,seä tsmen exercitationo rokustum; guo ex gsnsro est klellkis,v»i Mine 6s.ti>inL saecsäit. Hi sunt Kamines ex üs eoloniis,g»as LuIIa I'nesulis constituit; c>uas e§o uni versag civinmesse optimornm ei) kortissimoruw virorum sentio; seil tarnenki sunt coioni, gui ss in inspero-tis rspontivisgas pseuniissnwtnosiug insoientirisHns jaetarunt: II i clum asäiüernt, tairr-gULw keati, ämu prasäiis, lsetiois, kainiliis mngnis, eonviviigappsratis clelsotantor, in tanturn aas aliennm inciäerunt, »t,si salvi esso velint, Lulln sit iis all inkeris exeitanclns; guietism nonnnllog »Orestes, Kamines tsnnes atczno e§e»tes ineanäein illam spom rapinarum vstsruin impnlsrnnt; guosego »trosgne, tznirites, in eoclem Feuers prasclatorum äirep-tornmqns pono. tzuartum Avnns sst sanv varium est inistnmst tnikulontnm; gui ssi» priclam premuntur (se. aers alieno),g»i nnnrquam emergsut, gei partim etiam snmtikns, in vetsrsasrs alisoo vaeillant, g»i vaäiiuonüs, jüäieüs, proserixtionibusbonormn äskatiFati, pormulti et ax urke et ex nxris ss inilla eastra conksrrs äiouvtur. tzuiotum Aenns sst parrici-äarum, sicariorum, äenignv ownium kaeinorosoram. kost-rsmnin autei» §snns sst non solnin vnmsro, vsrnm stiamFsners ixso atgus vita, gnoä proxrium sst Oatilinae, cls esusäolsetn, iinrno voro äs eoinploxn sjus ao sinn, guos xsxoeaxillo nitiäos, ant imksrkos ant bans karkatos viästis,wanicatis st talarikns tnnieis, volis amietos, non tozis;quoruin omninm inclustria vitas et vigilanäi lakor in ants-Inoanis eosnis expromitur. In kis Fregikus omnss aleatorss,omnss aänlteri, omnss impnri impuäioiguv varsantnr. (Orat.in (latil. II, 8 sgg.)
Die Versprechungen des Catilina und die Hoffnungenseiner Anhänger waren auf die Besitznahme der Staats-ämter und der Güter ihrer Mitbürger gerichtet.") An-fangs schien freilich der Zweck ein mehr allgemeiner zusein und das Interesse des Bürgerstandes dem Adelgegenüber zu betreffen. Aus diesem Grunde sowohl alsauch aus Ncuerungssucht war der ganze Stand des ge-meinen Volkes anfangs für das Unternehmen des Cati-lina ;") allein als die eigentliche Tendenz der Ver-schworenen offen da lag, trat ein Umschlag der Ge-sinnung ein. man verdammte die Pläne des Catilinaund erhob den Consnl Cicero als den Retter des Staatesin den Himmel.") Aber dasselbe Volk. das jetzt denConsul als Vater des Vaterlandes pries, verbannte ihnnach kurzer Zeit auf Rath und Antrieb des schändlichenClodius. Die Menge zeigte überhaupt weder Einsichtnoch eigenen Willen, keinen Grundsatz, keinen zuver-lässigen Charakter, sondern große Unselbststündigkeit,Veränderlichkeit, Uebermutb und Neigung zu Gewalt-thaten. Die Worte des Livins (XXIV, 25) scheinenallgemein anwendbar zu sein, wenn er sagt:
Hase »sture. rrmltituäims est: aut servil kumilitsr,ant superkv clowiuatur; liksrtutsm, guas meclia, est, neesperovro moäiee, nae Imkere sciunt; et non kenne ässuntwarum inälllZentes ministri , gui uviclos atgue intcmperantesxlekejorum suimos aä sanZuinew et caeäom irriteut.
Das, worüber schon im ersten Jahrhundert derrömischen Republik (469 v. Chr.) nicht ohne Grund imSenate geklagt wurde, daß nämlich durch die Streitig-keiten im Innern der Staat zerfleischt werde, daß es sichdabei nicht mehr um das Wohl des Staates, sondernum den Besitz der Herrschaft in demselben handle, warjetzt im vollsten Maße eingetreten. In diesem letztenStadium der römischen Republik stieg daher der Kampfder Parteien auf den höchsten Grad. Er bestand nichtmehr, wie früher, größtentheils in Feindseligkeiten undblutigen Auftritten in der Stadt Rom selbst, sondernder ganze Staat ist jetzt in zwei feindliche Lager ge-
°°) Lall. 6atil. 31.
*°) Lall. 6atil. 37.
") Lall. vatil. 48.
theilt, in allen Ländern und Provinzen deS römischenReiches werden von Römern gegen Römer blutigeSchlachten geschlagen. Deßhalb ruft der Dichterklagend aus:
Hais non Istina sangiiius pinxmorLampus sspulckris impia proeliaLsstatur uuäitum^us LlsäisIlesperias sanitär» ruin-rs?
tzui Anr^es ant gnae ilnmina, InAnkrisIxinrra Kolli? guocl rnars vanniasklon äseoloravere eaeävs?
(juas oarot ora ernoro nostro?
Hör. 0cl. II. 1. 6onk. ikiä. I. 14.
Eine österreichische Erzherzogin als Roman-schriftstellerin.
Von Joseph Maurer.
Erzherzog Sigmund von Oesterreich wurde 1427zu Innsbruck als Sohn des Herzogs Friedrich mit derleeren Tasche geboren und wurde nach seines VatersTode, 1439, Erbe von dessen Ländern, namentlich vonTirol. Von seinen Zeitgenossen erhielt er den Beinamen„der Münzreiche". Im Jahre 1448 verehelichte er sichmit Eleonore, der Tochter des gelehrten König Jakob I. von Schottland, welche Ehe 32 Jahre dauerte.
Sigmund umgab sich gerne mit einem Kreis vonDichtern und Gelehrten, in dem sich auch Eleonoraheimisch fühlte, da ihr schon in ihrer Heimath Lust undLiebe zu den Wissenschaften beigebracht wurden. Eleonorafand an der Literatur ein solches Wohlgefallen, daßsie endlich selbst zur Feder griff und Schriftstellerinwurde.
Erzherzogin Sigmund fand nämlich an einem fran-zösischen Roman, l'llistoira äu Xobls Rox Lcmtus,üls äu Ilo^ äs Oulias st äs Ig. sislls LiäoMS AIsäu Ilox äs LrstaiZns" besonderes Gefallen, so daß sichEleonora bewogen fühlte, diesen Roman „ihrem ehelichenGemahl zulieb und gefallen" in deutscher Sprache zu be-arbeiten, waS ihr so vortrefflich gelang, daß aus demfranzösischen Roman ein deutsches Volksbuch wurde,daS zahlreiche neue Auflagen, Wieder- und Nachdruckeerlebte.
Die Erzherzogin benutzte für ihre Arbeit das fran-zösische Original sowie eine lateinische Uebersetzung, dieaber jetzt nicht mehr vorhanden ist. Sie gab ihrerArbeit folgenden Titel: „Hie hebt sich an eine schönHistory, daraus und davon man vil guter, schöner Lehre,Unterweisung und Gleichnuß mag nennen und besunderdie jungen, so sie hören und vernemen die Gutthat undgrob Ehre und Tugent so ihre Eltern und Vordem ge-than und an ihnen gehabt haben" u. s. w. Hierauf folgtdie Angabe, daß die Erzherzogin die Geschichte „vonfranzösischen Zungen in Teutsch transferirt und gemachthat dem durchlauchtigen hochgebornen Fürsten und HerrnSigmunden Erzherzog zu Oesterreich ihrem ehelichenGenial zulieb und zugefallen."
Die Drucklegung ihres Buches erlebte die Erz-herzogin nicht mehr, denn sie starb schon 1480, währendihr Buch erst drei Jahre später aus der Druckerpressehervorging; denn es heißt am Ende des Buches: „Ge-druckt und vollendet ist dies Büchlein genannt PontuSvon Hansen Schönsperger in der kaiserlichen Stadt Augs -, bürg, da man zält nach Christi gepurt Ll0666ll,XXXIII."Das Buch wurde in Augsburg, Frankfurt, Nürnberg ,Straßburg 1498, 1509, 1539, 1542, 1548, 1557