Werthe. Herr Archivrath vr. Banmann in München schriebin dieser Hinsicht nach Erscheinen des mit Register ausgegebenen5. Bandes in den Historisch-politischen Blättern (Bd. 116,S. 440): „Schröder ließ sich die große Mühe nicht verdrießen,dem 5. Bande ein genaues sorgfältiges Register beizugcben, undverheißt auch zu den früheren Bänden solche nachzuliefern.Damit verdient er ganz besonderen Dank, denn solche Werkesollten nie und nimmer ohne Register ausgegeben werden. Erstdurch Register werden große Werke eigentlich zugänglich; deß-halb sollte kein umfangreicheres Buch ohne Register gedrucktwerden. Es ist beinahe eine Rücksichtslosigkeit den Benutzerngegenüber, Werke von mehreren Bänden ohne Register erscheinenzu lassen. Daß diese Unterlassungssünde trotzdem immer wiederbegangen wird, hängt mit der überaus großen und noch dazueintönigen Mühe, ein gutes Register herzustellen, unläugbar zu-sammen ; um so mehr Lob schulden die Leser und Bcnützer einemAutor, der dieser Pflicht gewissenhaft nachkommt." Das nochausstehende Register zum 4. Bande wird jedenfalls im nächstenHefte zugleich mit der Einleitung zur Beschreibung des KapitelsKausbeuren erscheinen.
-s- Bürgerliches Gesetzbuch. Eine corrccte undhandliche Text-Ausgabe des Bürgerlichen Gesetzbuches (mitRegister) zu dem sehr billigen Preis von 2 M. 50 Pf. fürdas 40 Bogen starke gebundene Exemplar kündigt der C. H.Bcck'sche Verlag in München als demnächst erscheinend an. Fürdenselben Verlag ist auch eine Ausgabe mit Anmerkungen inVorbereitung, bearbeitet von den RegierungSräthcn im K. B.StaatSministerinm der Justiz Henle und Schneider, in Ver-bindung mit Universitätsprofcssor Otto Fischer in Breslan. ;Diese Ausgabe soll ebenfalls alsbald nach der Verkündigungdcö Gesetzbuchs im Neichsgcsetzblatt in 1 Band complct undgebunden erscheinen und nicht mehr als ca. 6 M. 50 Ps. kosten.
Apologie des Christenthums. Von Or. Hettinger.7. Aufl. Verlag von Herder in Frciburg.
* Von dieser Lieferungsausgabe des berühmten Werkes,welches von dem Straßbnrger Professor der Theologie, Dr. EngenMüller, herausgegeben wird, liegen bis jetzt 8 Lieferungen vor,das 8. Heft beschließt die Serie der 18 Vortrüge mit dem Ver-trag über die Person Jesu Christi und eröffnet die weitereSerie von Vortragen mit dem ersten, der sich „Grund- undAufriß" betitelt und über Geist und Kraft, die Frage der Mensch-heit und die Antwort der Menschheit, die Vorsehung, Dualis-mus, Pantheismus, Princip der christlichen Sitte u. a. m.handelt. Tiefe der Gedanken und Schönheit der Sprache zeichnenHettingers Apologie, die in keiner gebildeten katholischen Familiefehlen sollte, in hohem Maße aus. Der Herausgeber hat seiner-seits in den „Bemerkungen" zu den einzelnen Vortrügen trefflichfür jene Ergänzungen gesorgt, welche das Werk auf die Höhedes heutigen Standes wissenschaftlicher Forschung stellen.
P. Hermann Korn 0. 8. b'r., Seraphischer Stcrnen-himmcl, d. i. Lebensbeschreibung der Heiligen, Seligenund anderer Mitglieder des III. Ordens vom hl. Fran-ziskus, welche im Ruf der Heiligkeit verschieden. Neubearbeitet und herausgegeben von vr. Engelbert Hosele,Priester der Diöcese Nottenburg, päpstlicher Hausprälat.Vollständig in 20 Lieferungen ü 40 Pf. Negcnöburg,Nationale Verlagsanstalt. 1896.
* Der Seraphische Sternhimmel, eine Legende für alle inKloster und Welt, besonders für die Mitglieder des III. Ordensund die es werden wollen, erscheint erstmals illustrirt und ent-hält gegen 200 Abbildungen, darunter 12 prächtige Farben-druckbilder. Besonders anziehend sind für uns die schwäbischen,bayerischen und überhaupt deutschen Heiligen und Seligen desdritten Ordens, daher sind auch vom Herausgeber Lebensbe-schreibungen solcher theils neu eingeschaltet, theils ergänzt underweitert worden. Der „Sternenhimmel" enthält für jedenMvnatStag das Lebensbild einer heiligen oder seeligen Personund daran anschließend eine Betrachtung, und ist geeignet, imGeiste des hl. FranziSkus viel Gutes zu wirken.
Liiizcr thcol.-praktische Qnartalsckrift. Jahrgang1896. Expedition: Linz , Stisterstraße Nr. 7. Preispr. Jahr 7 M.
Inhalt des 3. Heftes: Ein Vierteljahrhundert nachdem Jahre 1870. Von Pros. ?. Albert M. Weiß 0. kr. inFreiburg (Schweiz ). — Die Erhaltung und Verwaltung deskirchlichen Immobiliarbesitzes. Von Domcapitular vr. MathiasHohler in Limbnrg an der Lahn . — Zur Lösung des apo-
calyptifchen Räthsels. Von Universitäts -Profcssor Dr. BernhardSchäfer in Wien . — Wer hat von den Socialdemokraten Ret-tung zu hoffen? Von Victor Cathrein 8. I. im Jgnatius-Collcg bei Valkenburg (Holland ). — Das Mcnsnrunwesen anden modernen Universitäten. (Ein Beitrag zur Behandlungdieser Frage im Religionsunterrichte an Gymnasien.) VonI. B. May, Pfarrer in Hambach. — Die Bergpredigt nachMatthäus (Cap. 5, 6, 7). Von A. Riesterer, Pfarrer inMüllen (Baden). — Der hl. FranciScus von Assist und dieWissenschaft. Von ?. Joseph a Leonissa 0. Oap. in Neu-Oetting (Bayern ). — Bilder aus der Seclsorge. Gezeichnetvon Mathias Rupertsbergcr, Pfarrer in Niederrana (Nieder-österreich). — Ueber Hauschroniken. Von I. M. — Waffen imKampfe gegen den Socialismus. Dargereicht von Ich. Lang-tbaler, reg. Chorherr und Stiftshosmeister in St. Florian(O.-Oe.). — Pastoral-Fragen und -Fälle: 1) Durch kleineDiebstähle zu einer erheblichen Summe. Von Pros. AugustinLehmku hl 8. ck. in Exaetcn (Holland ). 2) Die kirchlichen Ehe-gesetze und die Nichtchristen. Von vr. Fr. A. Goepsert, Uni-versitäts Professor in Würzburg (Bayern ). 3) Ein treuloserBräutigam bestraft. Von M. H. 4) Kanu das Testament einesSelbstmörders, betreffend ein Messen-Stiftuugslcgat, cxeguirtwerden? Von Dr. Ant. Brychta, Domcapitular in König-grätz (Böhmen ). U. s. w.
Nepertorinm der Pädagogik. Herausgegeben von Ober-lehrer I. B. Schubert. Verlag der I. Ebner'schenBucbbandlung in Ulm. (Preis 5 Mark 40 Psg. für12 Monatshefte.)
Das 9. Heft des SO. Jahrganges enthält u. A. einen Gc-denkartikel über Joach. Heim. Campe, Aufsätze über die Lehrer-gestalten der Jean Paul 'schcn Muse, über EntwicklungsgeschichtedeS deutschen LehrerstandcS seit 1800 u. a. m.
Katech etische Blätter. Zeitschrift für NeligionÄchrcr.Zugleich Corrcspondenzblatt des Canisius-Katcchetcn-Nercins. Herausgegeben u. redigiert von Pfarrer Frz.Walk, Bcnesiziat zu GaimcrSheim (Oberbayern ).Keuchten, Verlag der Jos. Kösel'schcn Buchhandlung.Preis pro Jahrgang (12 Hefte) M. 2,40.
Das 6. Heft des 22. Jahrg. enthält u. A. den Abschlußvon „Die sociale Bedeutung des Religionsunterrichtes in derVolksschule" von Lehrer H. Aals, einen Artikel zur Katechismus-frage in Bayern u. A.
Philosophisches Jahrbuch. Auf Veranlassung und mitUnterstützung der Görrcsgescllschaft herausgegeben vonDr. Const. Gntberlet. Verlag der Fuldaer Akticn-Druckerei. IX. Jahrgang. 1. Heft.
Inhalt: I. Abhandlungen. V. Cathrein 8. ck.,Worin besteht daS Wesen des sittlich Guten und dcö sitttlichBösen? L. Schütz, Der HhpnotiSmns. (Forts.) C. Gut-bcrlct, Ist die Seele Thätigkeit oder Substanz? (Schluß.)B. Paquö, Zur Lehre vom Gefühl. (Forts.). — II. Re-censionen u. Referate. Oursns plftlosopliieus: 0. trieft,DoZica, u. Ontologie!.; II. Heran, llliilosopliia natnralis, vonI. W- Aren hold. Beiträge zur Geschickte der Philosophiedes M.-A.: M. Baumgartner, Die Erkenutnißlchre desWilb. v. Auvcrgne; M. Doktor, Die Philosophie deS Josef(ibn) Zaddik , von I. A. Endres. L. Loireeo, I-'iüea ünpllßuomöns, v. F. T. Pfeifer. I. Müller, Das WesendeS HumorS, von C. Gntberlet. P. Schanz , Apologie desChristenthums (2. Auflage) I., von A. Ottcn. A. Stöckl,Lehrbuch der Apologetik, v. demselben. G. Louis, ThomasMorus und seine Utopia, von B. Adlhoch 0. 8. B. — A.Nossig, Ueber die bestimmende Ursache dcö Pbilosophirens,V. demselben. Pbvzl-Lrülll, I-a. xliiloeoMs üs lacodi,von A. Ottcn. L. lll. Oinmor, I/amitiS, von C. Gut-berlet. T. Pesch 8. I., Christliche Lebensphilofophie, vonI. D. Schmitt. — III. Zcitschriftcnschau. — IV. No-vitätenschau. — Miscellen und Nachrichten.
Berichtigung.
In dem Artikel der letzten „Beilage" Nr. 27, „Privat-interesse und Gemeinwohl", hat sich Spalte 1 Absatz 2 Zeile 8von oben durch Auslassung von 2 Worten ein siunstörenderFehler eingcschlickcn. ES muß nämlich statt „die einseitigeFörderung dcö Wohlbefindens der Gesellschaft" heißen: „dieeinseitige Förderung des Privatinterefses das Wohlbe-finden der Gesellschaft" n. s. w.