Ausgabe 
28 (2.2.1868) 5
 
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Was den Neger anbetrifft, welcher schöner als seine Bruder, aber auch fauler war,so erwachte derselbe zuletzt und hatte Nichts. Deßhalb ist der arme Teufel zur Arbeitwährend der Ewigkeit verurtheilt, weil der erste Vater seiner Race die Dummheit began-gen hat, eine Stunde zu lange zu schlafen.

(Frauenarbeit.) Frau von Gayette - Georgens sagt in einer Erwiderung auf»in Gedicht Paul HeyscS, gegen die Bestrebungen, die Stellung der Frauen im Arbeits»und Staatsleben zu reformircn:Nachdem man so viel auf der Erde über die Frauengesprochen, dürfte es an der Zeit sein, die Emancipation der Männer in's Auge zufassen; diese Emancipation von süffisanter politischer Freiheitsspielerei, von schleichenderRechlsverdrcherci, von träger Indifferenz bei den wichtigsten Zeitsragen, von schleppenderNonchalance im Geschäfte bei fetter Besoldung, von anmaßender Flegelei und specifischerGrobheit b;i Gelegenheiten, wo auf dem Posten gefällig und hülfreich zu sein Pflichtwäre, vom Wirthshaus-Schlendrianlebeu, vorn gedankenlosen Kartenspiel, vom Schulden»machen und so viel tausend Dingen mehr, von Vorurtheilen, faden Complimenten arm-seliger Ueberhebung u. s. w. Es fehlt aber an emancipirten Männern, die meistenlassen sich von den Frauen, die sie so gering halten, und denen sie die Fähigkeit deSDenkens absprechen: berücken, beschwatzen, bethören, kurz regieren."

(Zur Statistik der Orden.) Man zählt heute 148 Orden sür Verdienste im Civilund Militär, und zwar in Frankreich, Griechenland, Braunschweig, Sachsen-Weimar undSachsen-Gotha, Mecklenburg, Oldenburg, Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sonders-Hausen, in der Republik Sau Marino, Modena, im Fürsteuthum Monaco , in Montenegro,

Tunis, in China und auf den Sandwichs-Jnseln je 1; in Dänemark , im Nassauischeu, iuHessen-Darmstadt, Belgien, Parma und Persien je 2; in Hannover, Württemberg, im Badischen ,in Toscana, in der Türkei und Mexico je 3; iu Italien , den päpstlichen Staaten, im Königreiche Sachsen, >u Holland und"Kurhesserr je 4; in Schweden und Norwegen , dann in Sicilien»nd in Brasilien je 6; in Portugal und England je 7; iu Rußland 8, in Oesterreich 9, (in !

Spanien 10, in Preußen 11, in Bayern 18, darunter vier Franenorden. Deutschland stehtdemnach im großen und ganzen hier diesfalls obenan. Zn diesen Decorationen kommen nochzwei kirchliche Orden, die unter den Auspicken des heiligen Stuhles stehen. Die ältesten Ordensind: der militärische Calatrava Orden (1158 durch Sancho ü>. von Castilien gestiftet), St. Jagovom Schwerte (1170), Alcantara-Orden (1156), der dänische Danebrog-Orden (1219), die por-tugiesischenOrden des hl. Beuedict von Aviz (1162) und St. Jago (1167). Zu den jüngstenOrden gehören: der Stern von Indien und der türkische Osmanie-Orden (1861), der mexi-kanische Adlci'Orden, Kamehameha auf den Sandwichsinseln (1865). Unter den abgedachtenDecorationen sind acht nur für Damen bestimmte, nämlich in Oesterreich der Sternkurez-Ordeniu Bc' < a der Orden der heiligen Elisabeth, der Theresien-Orden, der St. Aunen-Ordcndes Damenstistes zu München und der gleichnamige Orden des Damenstiftes zu Würzburg ;in Portugal der Orden St. Elisabeth; in Mexico der kaiserliche Orden des heiligen Karl; inPreußen der Louisen-Orden. Alle Republiken, mit Ausnahme von Sau Marino, kennen keinedurch Ordens-Verleihuug begrüuoete persönliche Auszeichnung.

Wer da?" rief die Schildwache, während in der Nacht ein Dieb an einem Hause vor-beiging. Keine Antwort.Wer da, Spitzbube!" rief die Schildwache zum zweiten Male.

Nun, wenn Ihr mich kennt, warum fragt Ihr denn noch," entgegnete der Dieb.

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