beginnen wollen, so fliegen sie wiederholt gegen die hierzu gewählte Stelle an unddrücken hierbei mit der Spitze der Zunge ihren Speichel an das Gestein. Dies thuensie oft 10 — 20 Mal hinter einander, ohne sich inzwischen mehr als einige Ellen zuentfernen. Mithin holen sie den Baustoff nicht jedesmal erst herbei, sondern haben ihnin größerer, sich schnell wieder sammelnder Menge bei sich. Die Anfangs dickflüssigeMasse verdunstet und verhärtet bald, und bildet so eine feste Grundlage für das weiterzu bauende Nest. Oollooaliu lueipltassu bedient sich hierzu verschiedener Pflanzentheile,Grashalme, Blattstengel, Flechten (vsncm plicatn), die sie mehr oder weniger mit ihremSpeichel überzieht und verbindet; tolloeslia nickilica dagegen führt mit dem Auftragendes Speichels allein fort. Sie klammert sich dann, je mehr der Nestbau fortschreitet, andasselbe an, und indem sie unter abwechselnden Seitwärtsbewegungen des Kopfes denSpeichel auf den Rand des schon bestehenden und verhärteten Nesttheiles aufträgt, ent-stehen jene wellenförmigen Querstreifen, die dem Neste das Aussehen geben, als wäre esaus Algenfäden oder Tangstrcifen zusammengesetzt.
(Stud entcn-Aug en.) Dr. Kohn, Augenarzt in Breslau , bekannt als Verfasserder Schrift: „Untersucyungen der Augen von 10,060 Schulkindern :c., Leipzig 1867,"veröffentlicht nun eine Untersuchung der Augen von 410 Breslauer Univcrsitäts-Studenten, welche höchst werthvolle Beiträge zur statistischen Kenntniß des Gesundhcits-Zustandcs sogenannter gesunder, jugendlicher Augen enthält. — Am zahlreichsten ließensich die katholischen Theologen, am spärlichsten die Juristen untersuchen; im Ganzen42,ü Perccnt aller Breslauer Univcrsitäts-Studenten, deren 964 immatriculirt sind. DasResultat der vorgenommenen Untersuchung zeigt, daß fast zwei Drittel der Untersuchtenkurzsichtig und kaum ein Drittel normalsichtig waren. — Kurzsichtigkeit ist also weitausdas häufigste Angcnübcl unter den Studenten. — Eine interessante Tabelle Kohn'slehrt, „wie viele Brillen von den Studenten unrichtig gewählt werden," so daß sie durchdieselben ihren Augen geradezu schaden. Als Mittel, der enormen Verbreitung derKurzsichtigkeit unter der studirenden Jugend Einhalt zu thun, bringt der Verfasser inErinnerung: verständige Schulhygiene in den Volks- und Mittelschulen, dann unter denUniversitäts - Einrichtungen: große Fenster zur Linken der Studirenden: bequeme undkvrpcrgcrcchte Subsellien und eine gute Gasbeleuchtung für die Abendvorlesungen (Eylin-derbrenner mit Glocken und Schirmen); endlich in jedem Semester populäre VorlesungenAber die Diätetik der Augen für alle Studenten.
Charade.
sAuS zwei einsilbigen Wörtern.)
Tief unterm Ersten stehtFast überall das Zweite,
Worauf bald früh bald spät,
Oft reich' oft arme Lenk,
Die wieder unterm Ersten steh'«,
In Ruf und Arbeit sind zu seh'n, —
Nah' unterm Ersten stehtDas Ganze, das ich meine,
Das keinen Schritt uns geht,
Weil leblos gleich dem Steine;
Das wie das Zweite nicht sich regt,lind ricsenstark das Erste trägt.
Auflösung der Charade in Nro . 26:
Brieftasche.
Druck, Derlva und ReLLkticu deö litcrarischen InsiuutS von Vr. M. Hvrtler.