uns in die Ewigkeit befördert hätte und offenbar kein Beistand möglich war. Wir zün-deten unsere Cigarren an, und drangen mit Hülse eines Bambus' bis auf achtzehn Fuß^ von der Sohle der Vertiefung vor. Ein äußerst widriger Geruch drang uns entgegen,
s ohne indeß das Athmen zu erschweren. Nun befestigten wir einen der Hunde am Ende
eines achtzehn Fuß langen Bambus und schoben ihn hinab. In etwa vierzehn Sekunden, fiel er auf den Rücken, ohne ein Glied zu rühren oder sich umzusehen, doch fuhr er noch
^ eine Viertelstunde fort zu athmen. Hierauf schickten mir den zweiten Hund hinein, der
s freiwillig bis zu der Stelle ging, wo sein Leidensgefährte lag. Hier stand er ganz still,
siel dann nach zehn Minuten vorn über und athmete ebenfalls noch sieben Minuten.
! Ein Vogel, den wir nahmen, starb in anderthalb Minuten; ein anderer, den wir hinein! warfen, war todt, bevor er noch den Boden berührte.
s „Während dieser Versuche wurden wir von einem starken Regenschauer überrascht.
Aber das schreckliche Schauspiel vor unseren Augen hielt uns in solcher Spannung, daß! wir wenig darauf achteten, durchnäßt zu werden. Auf der entgegengesetzten Seite lag,! nahe an einem großen Stein, das Gerippe eines Menschen, welcher, auf dem Rücken' liegend, und die rechte Hand unter dem Kopf, hier umgekommen sein mußte. Seine
i Gebeine waren von dem Wetter gebleicht und weiß wie Elfenbein. Gern hätte ich das
! Skelett gehabt; aber jeder Versuch, es zu erreichen, wäre Wahnsinn gewesen."
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§ Miscellen.
(Heilung des grauen Staares ohne Operation.) Die Art derBlindheit, welche gleichsam wie ein Schleier das Auge besängt und gewöhnlich als grauer§ Staar bezeichnet wird, besteht bekanntlich in der Undurchsichligkcit der Krhstall-Linse oder
/ ihrer Membrane, wodurch das Eindringen der Lichtstrahlen und somit das Sehen gehin-
dert wird. Ursache dieser Veränderung der Krystall-Linse, in Folge deren sie ihre:d ursprüngliche Durchsichtigkeit verliert, ist in der Regel, wie man weiß, vorgerücktes
s Lebensalter, doch kann auch durch äußere Einwirkung auf das Auge, durch heftige plötz«
^ liche Lichteindrückc, durch Sloß, Fall u. s. w. in früheren Lcbensperiodcn eine Verdunklung
l der Krystall-Linse eintreten. Die Heilung des,grauen Staares wnrde bisher ausschließ-
lich auf dem Wege einer chirurgischen Operation versucht und bewerkstelligt. Diese bestehtdarin, daß man das Hinderniß entfernt, welches sich dem Durchgänge dcS Lichtes durchdie Pupille entgegensetzt. Dieses Hinderniß ist aber hier die getrübte Krystall-Linse,welche daher nach verschiedenen operativen Methoden entweder aus dem Auge entfernt,oder in den unteren Theil des Auges aus dem Bereiche der Pupille zurückgedrängt wird.Gewiß ist schon oft daran gedacht worden, die trübgewordcne Linse mit Umgehung desimmerhin unter Umständen nicht gefahrlosen operativen Eingriffs durch örtliche Behand-lung wieder durchsichtig zu machen. Dieser nahe liegende Gedanke hat neuester ZeitVerwirklichung gesunden — wir wollen es wenigstens hoffen — durch eine Reihe ge-lungener Versuche, welche Dr. Tavignot in Paris ausgeführt hat. Derselbe hat imPhosphor ein Mittel gesunden, die Trübung der Linse zu beseitigen. Nach dem vor-liegenden Berichte (Uevuö cko lltoiupeulissuu inockivo-diirurßic-Uv, nl-vsniliro 6tck6L6inl>r6 1868) wird eine verdünnte Lösung von Phosphor in Mandelöl täglich vierbis fünf Mal in das erblindete Auge gestrichen und hicdurch nach und nach die Undurch-sichtigkcit der Linse gehoben Es sind bis jetzt sechs Fülle, nach der ncuentdcckten Methodebehandelt, mit günstigem Erfolge, wie es scheint, beobachtet worden. Merkwürdig ist es,
! daß die Wirkung des Phosphors auf die trübgewordcne Linse nicht als eine chemischeauftritt; direkte Versuche haben gezeigt, daß man z. B. geronnene Eiwcißstllcke in phos-Phorhaltigcm Oelc mehrere Monate lang liege» läßt, — diese dadurch keineswegs ihre^ ursprüngliche Durchsichtigkeit wieder annehmen. Die Heilung besteht vielmehr in derNeubildung eines Krystall-Körpers, welcher die trübgewordcne Linse ersetzt. Wenn sich