190
iixbriflum, sowie die Sandluzerne, >IecIi 6 SA 0 moclig, im vorigen Jahre gesäet, ver-trockneten bei der großen Hitze sehr bald als junge Pfläuzchcn.
Die Scradella, Oniitllopus sstivus, unter Roggen gesät, ging recht wohl auf, dasMeiste vertrocknete aber; nach Aberntung des Roggens und nach bald darauf folgendemRegen wuchs sie wieder etwas, blühte in feinen weißlichrothen Blüthchen, wurde abersehr wenig von den Bienen beflogen. — Der Senf, K'mapis niFru ot sllm, schwarzerund weißer, so auch die Reseda, Uasocka ockor-ltg, ist von mir schon seit Jahren ange-baut worden; ersterer des Samens, letzterer der wohlriechenden Blüthen wegen. Beidewurden zur Zeit der Blüthe eifrig von Bienen beflogen, besonders die Reseda, welchevorn frühesten Sommer bis in den spätesten Herbst blüht. Der moldauische Drachen-kopf, Dinoooopliglum molflaviaum, ähnlich der allbekannten tauben Nessel, sowie derallgemeinen Melisse, blüht mit kleinen weißen, auch blauen Blüthen, geformt wie einDrachenköpfchen, von Ende Mai bis es gefriert. Das griechische Heu, TiißoneUskoanuiri Arnoeum, wächst Anfangs wie der Lack und die Levkoje, später spitzen sich dieBlätter, werden lang und schmal, und legen sich die Stengel um. Es blüht mit kleinenweißen Blüthen; der Same setzt sich in Schoten mit starken Spitzen von 2 bis 3 ZollLänge an, oft 6 bis 8 starke gelbe Körner in einer Schote. Das Kraut, sowie Blütheund Same, haben einen starken gcwürzhaften Geruch und bittern Geschmack. — DerDrachenkopf wurde weit mehr, als das griechische Heu, von den Bienen beflogen, wasich aber rOhr der großen Nähe des Bienenstandes zuschreibe. Der Niesenklcc, i1olilotu8sitzn nllissung, auch iiinxima, Bockhara-Riesenhonig-, sowie Melilotcn-Klee genannt,hat mir am besten von allen Bicncnpstanzen gefallen. Schon vor Jahren las ich Ver-schiedenes darüber als Futter-, Gespinnst- und Honigpflanzc, — wodurch ich veranlaßtwurde, auch damit einen Versuch zu machen.
Ich säte den Samen auf ein Stück reinen fliegenden Sand, einige Hundert Schrittvom Hanse, wo sonst nichts recht gerathen wollte; doch geschah die Saat zu spät, den15. Mai; die Pflanzen wurden trotz großer Dürre bis 2^ hoch, blieben aber dünn-stickig und blühten wenig. Im Spätherbst abgemüht, zu Heu gemacht, wurde dasselbe,mit anderem Heu gemischt, von Kühen und Schafen gerne gefressen. Im vorigen Jahrewollte ich dies Stück Land, da es mir nicht genügende Resultate geliefert hatte, und ichauch wegen des Nicsenklees, der so klein geblieben war, öfter verspottet wurde, umpflügenlasten. Es begann aber ein zeitiges Frühjahr, und ehe das Umpflügen geschehen konnte,hatten die vorjährigen Wurzclknoteu 6 bis 8 Stiele >/./ hoch kräftig cmporgctrieben mitschönen dunkelgrünen, fettig sich anfühlenden, rundlichen Blättern, welche von den Gänsenund Schafen sehr gerne gefressen wurden. Nun ließ ich ihn stehen, um zu sehen, wasdaraus werden würde. Er wuchs in vielen Zweigen und Acsten ausgebreitet (manchmalzählte ich an einer Staude 10 Aeste), vom warmen Wetter begünstigt, schnell zu großenSträuchen heran. — Die Hauptblüthe begann Mitte Juni und dauerie ununterbrochenbis Ende Oktober, wo es fror. Die Blüthenrispcn sind sehr klein, die Blüthen weiß;es sammelten die Bienen darauf hellgelbe Höschen. Nach der Blüthe setzt sich gleich derzahlreiche Same, jedes Korn in einer kleinen Kapsel, an. Unaufhörlich, vom frühestenMorgen bis in den spätesten Abend, wurden diese Blüthen von den Bienen, besondersauch von den Italienern , besucht. — Es ist für einen Imker ein wonniges Gefühl,wenn er av irrem schönen Tage, bei einem blühenden Napsfelde stehend, seine Lieblingeeifrig für sich sammeln sieht. Ebenso wurde mein Kleefeld emsig von den Bienenbeflogen; es schwirrte und summte darinnen, daß es eine Lust war. Alles an diesemKlee, die Blätter, Blüthen, Stengel und Samen, besitzt einen angenehmen chokolade-artigen Geruch. Schon in größerer Entfernung, besonders zur Blüthezeit, nimmt maudenselben wahr; die Lust ist ordentlich parsümirt davon. Trotzdem mein kleines Kleefeld, ^etwa Vk Morgen groß, fortwährend in der Sonne lag, und trotz der großen Hitze undDürre vorigen Sommers, erreichten die Stengel die Höhe von 5 bis 10 Fuß. Wie