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geringsten Grund der Wahrscheinlichkeit angeben kann, daß Gott die-selben vermindern wollen, und aus was für einer Absicht er solchesgethan hatte. Sie sind auch noch in eben der Beschaffenheit vorhan-den, sonst würden sie andere Wirkungen hervorbringen müssen, welchesder Erfahrung widerspricht. Sind also alle Kräfte, wodurch Gott dieWelt in ihrem Wesen erhält, sowohl in ihrer Menge als Beschaffen-heit annoch vorhanden, so müssen sie auch wirken. Sonst wären sieohne Nutzen und ohne Absicht da, welches der Weisheit GottcS zuwi-der liefe. Ja sie müssen auch Wirkungen hervorbringen, die ihnengleich sind; sonst hätte sich ihre Beschaffenheit verändert. Zweifelt also„jemand daran, daß vom Anfange der Welt bis auf unsere Tage einer-lei Kräfte und einerlei Wirkungen derselben gewesen sind; o! werwollte doch Bedenke» tragen, sicher zu schließen, es müsse auch einJahr dem andern gleich seyn; weil eins wie das andere einerlei Wir-kungen, einerlei Kräfte der Natur auszuweisen hat.
Sie belieben nunmehr mich mit Dero gütiger Aufmerksamkeit wei-ter zu begleiten. Die Menschen haben ihre Natur, ihre Menschlich-keit niemals verändert lind abgelegt; die heutigen Einwohner der Weltbefinden sich in eben den Hauptumständcn, in welchen ihre ersten Vätervor fünftausend Jahren standen. Sie haben noch eben die wesentlichenTheile, eben die Seele, eben den Leib, eben den Verstand und Willen,eben die Hanptncigungcn, eben die Mängel und Vollkommenheiten,eben die Absichten, warum sie der Schöpfer in die Welt gesetzt, ebendie Mittel, die ihnen l''0tt zur Erlangung derselben gegeben, eben dieHindernisse und das Verderben, eben die Wege zur Weisheit undThorheit, zur Tugend nnd zum Laster, zur Nuhc und zur Unruhe,zur Glückseligkeit und Verderben, welche jene ersten Besitzer der Erdehatten. Ist es auch glaublich, H. V., daß einerlei Samen unterschie-dene Früchte trage, daß einerlei Quellen unterschiedene Wasser her-vorbringen, und ist cS auch wahrscheinlich, daß aus einerlei gutenund bösen Herzen, aus einerlei guten und böse» Absichten und Mitteln,aus einerlei guten und bösen BcwcgungSgründcn, unterschiedene guteund böse Handlungen, und ans diesen wiederum unterschiedene guteund böse Zufälle entspringen können? Ich weiß es, Sie geben mirgerne Beifall, wenn ich sage, daß die Handlungen und Zufälle unsererjetzt lebenden Brüder und unserer uralten Vorfahren bis auf einigesehr geringe Nebcnumstände eine sehr genaue Gleichheit haben, wirwollten uns denn bereden lassen, die Menschen hätten jetzt aufgehört,Menschen zu seyn. Sie erlauben also, daß ich weiter schließe. Sinddie guten und bösen Umstände, Neigungen, Handlungen, und Zufälle