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11 (1839)
Entstehung
Seite
67
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und Ausbreitung der christlichen Religion.

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kühnes und wunderbares hat: heißt den geraden Weg zur Schwärme-rei) nehmen.

Ich muß bekennen, daß mir auch Iustinus diesen Vorwurf zuverdienen scheint. Seine Begierde, Gott zu kennen, war rühmlich.Aber wie sich Gott nur durch seine Werke den Menschen gcoffenbaret,so ist es nothwendig, auch diese Werke zu studieren, und auf der Lei-ter der Wahrheiten, die man aus diesen Werken abstrahirt, zu dengroßen Wahrheiten von dem Daseyn und den Eigenschaften Gotteshinaufzusteigen.

II.

4.

.

IV. Hauptstück.Von der Lchrart der ersten Christen.Sie war nach aller möglichen didaktischen Klugheit eingerichtet. Denn

1.

Sie begnügte sich größtcntheils nur mit Bestreitung der übrigenReligionen.

2.

Sie zeigte von aussen nur den großen und schönen Lehrsatz dernatürlichen Religion.

Hier ist von der äoelriaa sroani zu handeln. Die meisten unsrerGottcSgclchrtcn halten mit Ziorthold (") dafür, daß diese doclrinaareani nur die Gebräuche und Symbola der Sakramente, keineswegsaber die Lehrsätze betroffen, und erst gegen das Ende des zweytenJahrhunderts aufgekommen sey.

Ich kann dieser Meynung nicht seyn, doch bin ich eben so wenigmit der Art, mit welcher die Papisten, besonders Schelstrar, (")das Gegentheil zu erhärten suchen, am allerwenigsten aber mit den Fol-gerungen, die sie daraus ziehen, zufrieden.

Indeß scheint cS, daß blos diese Folgerungen und die Furcht vorselbigen, unsere GottcSgelehrten auf jenes andere Extrcmum getrieben.

(°1 Nillert. lle Mlciplina »rosni, Iiallila >VUleIiere»e 4683. Undkpillola »a -nuioum, rlua kelpoiisio üil LclieMrsli villsrl. ^pvIoAel. con-«invlur. «olliüe 4w 1687. viS. ^Vcl. Lrutlil. I. Suppl. p. 13.

s°") Us lacio ^nlioelieno koncilio und Villen, spoloxelica >Io vilci-I'Uns «rciini vontra 'k>?»?!vlium, Itnmae in 4Io t68S. v. ^et. LruSil.»im» j68S. p. 3tl.

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