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les dringt ja mit dicscr Lcrmahnung in mich, und Hebion und Si-mon, und wic sie alle nach der Rcihc heißen, die sich bey mir gerneinschmeicheln, die mich ihnen gern znm Sklaven machen möchte».Da ich also auf allen Seiten seyn soll, um zu suchen und zu finden:kann ich nirgends seyn; und das wollten sie gern, daß ich nirgendswäre, als ob ich es nicht bereits ergriffen hatte, was Christus an-geordnet, was allein zu suchen, was allein zu glauben ist.
XI.
Man irrt ungestraft, sagen sie, wenn man nicht sündigt. Als obirren nicht auch sündigen wäre. Alles was ich sagen möchte, ist: nurder schweift ungestraft umher, der nichts verlaßt. Wenn ich aber be-reits geglaubt habe, was ich glaube» sollen, und wähue, das; ich nochetwas anders suchen müsse, so hoffe ich ja wohl auch etwas anderszu finden, welches ich auf keine Weise hoffen würde, wen» ich wirk-lich geglaubt hatte, was ich zu glauben schien, oder wenn ich nichtaufgehört hätte, es zu glauben. Indem ich also meinen Glanbcnverlasse, werde ich als ein Vcrlcngncr desselben befunden. Ich sagees noch einmal. Niemand sucht, als der, welcher entweder nichts ge-habt hat, oder verloren hat. DaS Weib hatte von zehn Groscheneinen verloren: also suchte sie. Sobald sie ihn fand, hörte sie zu su-chen auf. Der Rachbar hat kein Brod: also klopft er an. Sobaldihm aufgethan wird, und er bekömmt, hört er zu klopfen auf. DieWitwe verlangte, bat, von dem Richter gehört zu werden, weil sienicht vorgelassen ward. Kaum war sie gehört, und vorbey war diesAnliegen. Also hat c§ doch ein Ende das Suchen, das Klopfe», dasBitten. Dem Bittenden wird gegeben, heißt eS, dem Klopfendenwird aufgethan, und der Suchende findet. Was giltS; nur darumsucht einer immer, weil er nicht findet! Denn er sncht da, wo nichtszu finden ist. Was giltS; nur darum klopft einer immer an, weilniemals aufgethan wird! Denn er klopft an, wo niemand ist. WasgiltS; nur darum bittet einer imincr, weil er »icmals gehört wird!Denn er bittet von dem, der nicht höret.
XII.
Und gesezt auch, daß wir noch, und immer suchen müßten; wie!bey wem sollten wir wohl suchen müssen? Bey den Ketzern? bey de-nen alles fremde, alles unsrer Wahrheit entgegen ist? denen wir garnicht zu nahe kommen sollen? Welcher Knecht erwartet sein Brodvon einem Fremden? geschweige von dem Feinde seines Herrn? Wel-cher KriegSmann »imuit Sold und Geschenke von BundSloscn? ge-schweige — — — — — — — — — — — — — — — —
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