,Bci»erklingen über Bnrkc'S philosophische Untersuchnngen-c. !>Z
Wie m'l suesse reine
Die ie>> mit trügen meine
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Mancss. Samml. Th. 1- S. 13.,/Schon wieder, Winter/ leiden wir unter deiner Gewalt! du ver-merkst uns den Glanz der Blumen; du welkest den Hayn und die„breite Linde, du verstummest die Vogel, deß bin ich unfroh! Doch„es mag noch hingehen, wenn nur Sie, die Süße, die Eine, die ich„so innig liebe, mein Gemüth erquicket."
Von der Licbc.(19tcr Abschnitt des 4tcn Theils.)1.
Wen wir lieben, an dessen Vergnügen und Mißvergnügen nehme»wir Antheil; wir sind mit ihm vergnügt und mißvergnügt.
2.
Wir können aber mit niemand vergnügt oder mißvergnügt seyn,wenn wir nicht mit ihm, wegen des Gegenstandes seines Vergnügensoder Mißvergnügens einerlei SinncS sind. Wer sich über etwas srcuet,das ich für ein Uebel halte °), oder über etwas trauert, was ich fürein Gut halte, mit dem kann ich unmöglich trauern oder mich freuen.
3.
Folglich ist die Achnlichkcit der DcnkungSart, die Identität derUrtheile, der Grund aller Liebe").
4.
Wenn wir uns selbst zum Gegenstände unserer Betrachtung machen,so denken wir unS, als außer uns', und haben gleichsam einen confu-scu Begriff von einem außer unS cristircndcn Selbst"').
°) Wen geht dieses etwas näherem? ihn? mich? oder einen dritten?
Moses Mendelssohn (bandschriftliche Anmerkung).
") Nicht Achnlichkcit der Dcnkungsart überhaupt; sondern die Acl'ii-lichlcit der Urtheile über Vollkommenheiten und Unvollkommcnhciten, die michoder ihn angeben. Diese aber ist nicht die Ursache, sonder» die Wirkungder Liebe. Mendelssohn .
°") Wir betrachten öfters die Wirkungen unserer Seele einzeln, alsDinge die außer uns sind. Sobald wir sie aber zusammen nel'mcn, und sieals eine Person bclrachtcn: so stießen alle die Begriffe gleichsam in ein in-nerliches Selbst zusammen. Mendelssohn .