Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
99
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Anmerkungen über den Acsopus.

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Fab. Xl.ll.

Die Fledermaus, der Dornstrauch und der Taucher.

Diese Fabel scheint bloß gemacht zu seyn, um die natürlichen Ei-genschaften der drei Dinge zu erklären. Sie gehört daher nicht mitRecht zu den äsopischen.

Fab. Xl.IV.Der Holzhauer und Merkur.

In des Apostolius Erzählung dieser Fabel (^clggior. p. 291.)gefällt mir dieses, daß der Gott des Flusses selbst die Aerte heraus«langt, und nickt Merkur. Und auch dieses, daß er ihm zuerst einesilberne, und hernach eine goldne weist, welches beim planudes uni'gekehrt ist.

Fab. Xl.Vl,Der Vogelsteller und die Lerche.

Diese Fabel kann ein Beispiel seyn, daß man die Moral ans derHandlung der Fabel, und nicht aus den Reden der aufgeführten Per-sonen ziehen müsse. Auch muß die Handlung nicht anders verstan-den werden, als ste wirklich ist. Diesen Fehler hat die 78ste und12s>stc Fabel.

Fab. Xl.Vll.Der Wanderer.Ist nicht sowohl eine Fabel, als ein bloßes Bild.

Fab. UI.Die Wespen und die Rebhühner.

DaS k'-c-»z>z>->.>,o/i^-oi, ist ganz falsch übersetzt durch promittenlos.'tZ-ca^-X-^ci^^ heißt ügmlleo mo velle; Lgttilico, «zuvll milii OpuslU. In der 12<istcn Fabel heißt cS zwar offenbar, versprechen.

Fab. X<?.Merkur lind der Bildcrmachcr.

Das übel rcrstanone Wort wz^/i.aron'oi.o?, welches der lateinischeUcbersctzcr durch llalusiius giebt, macht die ganze Fabel sinnlos. Denn,wenn es ein Bildhauer heißt, wie könnte eine Mcrkurssäulc wohl-feiler seyn, als eine Bildsäule Jupiters? Der Künstler läßt stch janicht den Gegenstand, den er ausdrückt, sondern seine Mühe bezahlen.

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