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11 (1839)
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Über den Phädcr,

Warum la plus pari 6u tems? Man weis die Anzahl dieserNarren niemals.

lale exemplum, sagt Iloogl'tiatanus in seinen Anmerkungen,viäeri potel't in perclicca, iluss limul uxores ^uaereote, uuilvneulram obtiuuit. ^öi luktiuum I. 13. c. 6. Lt vi6e rxuiäi6em rekerar 6e Oemetrio 8)rioe rege, llue «zuoc^ue pertiuetlaljula cle Lamelo, <zui cornua stseetsos, etiam sures perclillit.8ec1 et (üures (ut a6 uittorism revertsmur) l'iteingcoium l^rin-eeps Kloleorum clueem Lloslsum mlillüs exeevtum iuterseeit,et ex eraoio ejus poeulum lieri cuisvit, eui trseo verba iu-tcripla kuere: ^un^cii-^o a/iena, /z^o^ia ami/?<. Vi6. et (üa-merar. lab. 171. >^ k'aernurn ^mU. p. 105.

6. Fabel.

Die Kuh, die Ziege, das Schaf, der Löwe welch eine Ecscll-schast! Und wie war es möglich, daß sich diese viere zu einem Zweckevereinigen konnten? Und noch gar zur Jagd.

Im Griechischen ist diese Fabel vortrefflich; und zwar zwischendem Löwen und dem wilden (5sel (0^«^c>?). Die Theilung ist be-sonders sinnreich. Nachdem sie nehmlich einige Thiere gefangen, somacht der Löwe drey Theile. DaS erste Theil, sagt er, gehört demKönige der Thiere, und der bin ich. DaS zweyte ist meine, nachder Billigkeit der Theilung; denn von dem was übrig bleibt, nach'dem der König sein Theil bekommen, muß ich eben so viel haben alsdu. Und das dritte Theil das soll dir übel bekommen, wenndu dich nicht gleich mit der Flucht davon machst.

6. Fabel.

v. 1. Vieioi I^uiis eelebres viclit nuptias/^l'ouus, et eouliuuoWie paßt immer und ewig die Fabel auf diesen Fall! Müs^sen denn die Kinder eines Diebes auch nothwendig Diebe werden?

Bey dem Gabrias ist diese Fabel weit anders und weit besser.Es liegt auch dort eine ganz andre und schöne Moral darum,

nehmlich sktzo? ro^z ritt cöl« /Z>,cl,Zs> «z>»'ioo'l«? Aclii-o^sa?. Was

<^,i,uma? hier heißen solle, weis ich nicht: ohne Zweifel muß a^ll?(aus Unwissenheit) dafür gelesen werden.

Daß Christ aus diesem Diebe, einen öffentlichen Dieb, derdas gemeine Wesen bevortheilt hat, macht die Sache nicht besser,sondern vielmehr schlechter. Denn war es denn gewiß und noth-