Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
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107
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Über den Pbädcr.

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wendig, daß die Kinder eben die Gelegenheit, das Publicum zubevortheilcn, haben würden?

Fontaine macht noch am allcrglücklichsten einen Tyrannen dar-aus; der allem Ansehen nach das Nolk noch mehr pressen wird,wenn er Familie bekömmt; und auch alle seine Kinder groß undreich machen will. Und alsdenn liegt auch eine ganz andre Moraldarin», als die, welche Faber zur Aufschrift macht: iwproliorrur,iinprolia soboles.

7. Fabel.

2. l) cjuaota k'peoies, eeieliium ooa lisbet!

Im Griechischen klingt es so sinnreich nicht, und folglich vielnatürlicher: <?l« «k<x«?^, x«-, -^x-z,«>,c>v o-vx -x^t. Welch einschöner Kopf und nichts darinn! Denn -)-xk<z?«>.ov heißt alles wasin dem Kopfe ist, und also freylich auch das Gehirn,v. I. 1'erl'liliaui liagieam Warum jierlunam? l^erluna war dieganze -rx--^, die ganze Kleidung des Schauspielers. Und hier istja nur von der Larve die Rede. Und warum trszie-iir»?

8. Fabel.

v. 6. coeiiil kingulc>8

Inliecie prelio, ut illuil extialierent walum,

'1'uiiileiu perl'uul'u vtt jurejuianilo Lrui8,

(-ulu'ljuo eiecloiis oolli loiigikuiliiiem

t^eiivulosum levit iiiellivinoin I^upo.Diese Zeilen sind niäit übel, sie haben ihre kleine Schönheiten.Aber »nr hier taugen sie nicht; weil die Antwort des Wolfs beyweitem nicht so frappirt, als sie es in dem Griechischen thut, wodie Gefahr des Kranichs, und sein Weigern, so sorgfältig nicht be-schrieben wird. Ancl, Fontaine eilet hierüber weg, um geschwinderzum Ziele zu kommen; ob ihn schon der Brcßlauischc Ilcbcrsctzcr des"phäderS deswegen tadelt.

!>. Fabel.

Diese Fabel isi unter den griechischen nicht zu finden. Fontainemacht aus dem Sperlinge ein Rebhuhn; uno sagt in dem Eingängeseiner t5rjcl)lu»g, daß AcsopuS ein oder zwey Mährchcn gleichen Inn-Halts habe. Mir sind sie nicht vorgekommen.