Über den Pbädcr.
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wendig, daß die Kinder eben die Gelegenheit, das Publicum zubevortheilcn, haben würden?
Fontaine macht noch am allcrglücklichsten einen Tyrannen dar-aus; der allem Ansehen nach das Nolk noch mehr pressen wird,wenn er Familie bekömmt; und auch alle seine Kinder groß undreich machen will. Und alsdenn liegt auch eine ganz andre Moraldarin», als die, welche Faber zur Aufschrift macht: iwproliorrur,iinprolia soboles.
7. Fabel.
2. l) cjuaota k'peoies, eeieliium ooa lisbet!
Im Griechischen klingt es so sinnreich nicht, und folglich vielnatürlicher: <?l« «k<x«?^, x«-, -^x-z,«>,c>v o-vx -x^t. Welch einschöner Kopf und nichts darinn! Denn -)-xk<z?«>.ov heißt alles wasin dem Kopfe ist, und also freylich auch das Gehirn,v. I. 1'erl'liliaui liagieam — Warum jierlunam? l^erluna war dieganze -rx--^, die ganze Kleidung des Schauspielers. Und hier istja nur von der Larve die Rede. Und warum trszie-iir»?
8. Fabel.
v. 6. — — — — — coeiiil kingulc>8
Inliecie prelio, ut illuil extialierent walum,
'1'uiiileiu perl'uul'u vtt jurejuianilo Lrui8,
(-ulu'ljuo eiecloiis oolli loiigikuiliiiem
t^eiivulosum levit iiiellivinoin I^upo.Diese Zeilen sind niäit übel, sie haben ihre kleine Schönheiten.Aber »nr hier taugen sie nicht; weil die Antwort des Wolfs beyweitem nicht so frappirt, als sie es in dem Griechischen thut, wodie Gefahr des Kranichs, und sein Weigern, so sorgfältig nicht be-schrieben wird. Ancl, Fontaine eilet hierüber weg, um geschwinderzum Ziele zu kommen; ob ihn schon der Brcßlauischc Ilcbcrsctzcr des"phäderS deswegen tadelt.
!>. Fabel.
Diese Fabel isi unter den griechischen nicht zu finden. Fontainemacht aus dem Sperlinge ein Rebhuhn; uno sagt in dem Eingängeseiner t5rjcl)lu»g, daß AcsopuS ein oder zwey Mährchcn gleichen Inn-Halts habe. Mir sind sie nicht vorgekommen.