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11 (1839)
Entstehung
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118
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Anmcrkungcu

will, er nicht allezeit dcn llntcrlcil' umgürtct; den» an der darin be-schriebenen Statue hing er von dein Halse über die Brust herab."

11.

Hr. 5V> scheint (S> 203.) ungewiß zn seyn, was er aus demNetze machen soll, welches über dcn Mantel einer weiblichen Statue,in der Villa des Grafen Fede, geworfen ist. Ich halte eS für einAonopeum; das ist, für das feine Netz, unter welchem man sich,besonders in Aegypten , vor dcn Mükken und Fliegen zu schützen pflegte.i?s ward nicht bloß über die Schlafenden gebreitet, sondern manging, allem Ansehen nach, auch darin aus. Tie Wörterbücher erklä-ren Ronopeum zwar nur durch Vorhang, i-t-/,-,-,. ^i»/»//»- alleines ist unleugbar, daß cS wirklich ein gestriktcs Netz gewesen sei. Deralte Kommentator des Horaz beim Trucc,uius sagt (über LnmI.IX. 16.) auSdrüklich: genus ekt retis muscas et culiees sliigen-äc>8, czuo /.lexarnlriui pol!5limum ulunlur ^>ro^>Ier culioum illic:aliunclauliaw. Und man lese nur in der Anthologie (1^. IV. c. 32.)die drei Sinnschriflen über das Konopcum, um dieses Umstaiides we-gen völlig gewiß zu sein. Der alte Schcliast des Juvcnals erklärtcS dnrch linuiu leouil'limis maculig ,in,«-/i-»i. Für dieses »in,«-/«,»will das Faberische Wörterbuch c/i/ii,-?/,-?» gelesen haben; allein esist offenbar, daß man ,ic/«»t lese» muß; und macu/ae hier nichtFlekken, sonder» Maschen bedeuten. Hcnninius, in seiner Aus-gabe des Iluvenal, hat jenes«»c-Zun» in verwandelt,und also das mnc-zi/i« gleichfalls falsch verstanden. Sonst finde ichauch beim cle lie Vcstiaria, (üap. I. eine

Kleidung erwähnt, die mit der beschriebenen viel Achnlichcs hat: /ie/i-cu/,»<t, sagt cr, elisio eiat oolu^üe.ilum o lumvuliü, inl'tar reliütulum coivu8 amviens. Ilaee veslig vii>!e!»g>oria I^oIIuei. Abcrich kann die Stelle beim Pollux nicht finden."

12.

Nach Winkelmanns Bemerkung, S. 207. gab man den Haarender Götterstatucn vielmals eine Hyacinrhenfarbe. Er beruft sich da-bey auf eine Stelle beim pindar, die L> berichtigt. Sie steht näm-lich nicht ^Ve,». 7., sondern /«t/im. 7. ^nt. und heißt 'o/?^-»-xoici-^ ?>lo^«i?^ nach des <Lrasm. Schunds Lescart: nach der andernihrer abcr, lo^ox«^?-,, welches dcn Muscn auch I'z,//,. 1. 8>r. 1.gegeben wird, llcbrigcus heißt c'ov stets eine Viole, nie abcr eineHyacinthe; und jcnc Haare waren also violenfarbig.

13.

S. 267. gedenkt W. des von dem Vrabmal der Nascucn noch