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11 (1839)
Entstehung
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135
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»ic». We»» cS wahr ist, daß der Künstler, wen» ihn die Schwierig-keiten der Färbung nicht zerstreuen/ mit aller Freyheit der Gedanken,grade auf seinen Zweck gehen kann; wenn es wahr ist, daß man inden Zeichnungen der besten Mahler einen Geist, ein Leben, eine Frey-heit, eine Zärtlichkeit findet, die man in ihren Mahlereyen vermißt,wenn es wahr ist, daß die Feder und der Stift Dinge machen können,welche dem Pinsel zu machen unmöglich sind; wenn es wahr ist, daßder Pinsel mit einem einzigen Liquida Dinge ausführen kann, die der,welcher mehrere Farben, besonders in Ocl, zu menagircn hat, nichterreichen kann: so frage ich, ob wohl das bewundernswürdigste Colorituns für allen diesen Verlust schadlos halten kann? Ja ich möchte fra-gen, ob es nicht zu wünschen wäre, die Kunst mit Oclfarbcn zu mah-len, möchte gar nicht seyn erfunden worden.

l>. 2l?. Ist cS wohl wahrscheinlich, daß die Hoffnung, welche Ri-chardson hier äußert, dürste erfüllet werden? daß ein Mahler aufstehenwerde, welcher den Raphael überträfe, indem er den Contour der Altenmit dem besten Colorite der Neuern verbände? ES ist wahr, ich sehekeine Unmöglichkeit, warum sich diese beyden Stücke nicht sollten ver-binden lassen, »nd warum eines das andere ausschließen müßte. ESist aber eine andere Frage, ob ein menschliches Alter, ein menschlicherFleiß, hinreichend sind, diese Verbindung zur Vollkommenheit zu brin-gen. Was von den Handzeichnungcn angemerkt worden, scheinet dieseFrage z» verneinen. Ist sie aber nicht anders, als zu verneinen; wirdjeder Meister, je weiter er es in dem einen Theile gebracht hat, destoweiter in dem andern nothwendig zurückbleiben: so fragt sich nur noch,in welchem wir ihn vortrefflicher zu sey» wünschen werden? WegenVortrcfflichkeit der Zeichnungen kommt >,. 26 8ur I'^rt eiüi<>uercu fait, clo I>emlm-o, noch eine schöne Stelle vor.-

III.

Allegorie.

Eine von den schönsten kurzgefaßten allegorische» Fictioncn, istbeym Milton (?-»'ä,I!lc: lol'l, L»ol< III, 695), wo Satan den Nriclhintergehet.

osh Ilwu^I» wi5«lcnn >v!,I<e, l'ul'piviuu slvv^s^ »isilm»'« g!>Iv, <iml lo linijilicil^liüll^iis Iicu' cliui^c:, wliilo ^ovclut.'l'ü Ilüuks no ill^Vlici'v »c> ill l^eins