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11 (1839)
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185
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Ueber die Ahnenbilder der Römer.

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Auch ist weder Sigoniug/ noch Lipsius / den Gutherius" hierfür den Ausschreibet des Sigonius nicht ohne Grund hält, so weitgegangen. Keiner von ihnen hat in der Stelle des Cicero die Ah-nenbildcr in den Vorsälcn der Privaihäuscr gefunden; sondern es istdie Hcerde ihrer Nachfolger, welche die Sache vollends anfs Reine zubringen glaubten, wenn sie auch diese, und vornehmlich diese Bilderzu denen zählten, auf welche allein der kurulische Stuhl berechtigte.

Ich will mich in die nähern Beweise hiervon jetzt nicht einlassen.Denn was thut alles das gegen Herrn Rloy? Ihm war es vergönnt,der gewöhnlichen Lcycr zn folgen. Nur hätte er ihr auch recht fol-gen, und uuerwiescne Dinge mit eigenen Fehlern nicht noch mehr ver-stellen sollen.

Die Verwaltung der höhern obrigkeitlichen Aemter, sagt er, gabden römischen Edelleuten das Recht, die Bilder ihrer Vorfahren inihren Vorsälcn aufzustellen."

Die Bilder ihrer Vorfahren? Aller ihrer Vorfahren? Und nurihrer Vorfahren? Nicht auch ihre eigene? Man kann sich nicht schie-lender ausdrücken. Wenn sich Herr Rloy aus den einzelnen Stellender Alten keinen richtigen Begriff bilden konnte; so hätte ihm dererste der beste neuere Allerthnmsknndigc die Sache deutlicher machenkönnen.** Der, welcher in einer Familie zuerst ein kurulisches Ehren-amt bekleidete, erhielt das Recht, sein Bild auf die Rachwelt zu brin-gen, nicht seiner Väter Bild, als welche dergleichen Würden nichtbekleidet hatten. Folgte ihm der Sohn in einer solchen Würde, sofügte der Sohn sein Bild dem Bilde des VatcrS bey; der Enkel, un-ter gleicher Bedingung, seines dem ihrigen; und so weiter von Gliedauf Glied. Tas ist die gemeine Meynung; aber liegt die in denWorten des Herrn Rloy?

Und den römischen Edelleuten gaben jene Aemter dieses Recht?

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