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Ueber die Ahncnbildcr der Römer.
wie Sie, keine andre Art von Wachsarbcit, als das Bossiren? —Aber nur weiter!
„Denn das Wort cei-c-e brauchen die alten Skribenten auch von„den Werken der Wachsmalcrcy. (Z. B. Statius, Silvar. I, III. tv„kimilein lioelae rokeiet miui liaea cerae. lind: ?ot kLiipto vl-„veaies limiue ceras ?ixi1"Ii. Viu°. ^u^. /^«^e?iKe,u.? llv
„piotura, plgüice ^e. I. I. e. 6.)"
Mit Erlaubniß, mein Herr Echeimerrath! — Diese beyden Stellendes Statius haben Sie wohl schwerlich selbst nachgeschlagen, sondernbloß aus den ZZulenger abgeschrieben. Denn warum würden Siesie nicht sonst ein wenig genauer angeführt haben, als sie Bulengcranfuhrt? Sie stehen beyde im dritten Buche der Walder des Statius;aber dieses Buch cuthält mehr als Ein Gedicht. Sie würden uns einekleine Mühe erspart haben, wenn Sie uns sie naher, als es ^)ulenczcrgethan, nachgewiesen hätten. Die erste derselben steht in dem drittenGedichte, v. 201.; und die zweyte in dem ersten, v. 9Z. Vielleichtwäre gegen beyde noch etwas zu erinnern. Aber cS sey. lüoraemögen da immerhin Werke der eukaustischcn Malerey bedeuten. Müs-sen sie es darum überall bedeuten ? Können sie nicht anderwärts auchplastische Werke bedeuten? — Fahren Sie nur fort!
„Keine hingegen bedient sich eines Worts, wodurch ln der latei-nischen Sprache Figuren, Brustbilder, oder kleine Statuen, angedeu-tet werden."
Keine? — Sie brauchen das Wort iwago! Aber Hr. Aloiz wirddoch nicht läugncn wollen, daß imago auch sowohl von ganz rundenals halb runden Kunstwerken gebraucht wird? Und zwar brauchen sieimagc», weil dieses Wort mehr die Aehnlichkcit, als die Materie, wor-aus diese Aehnlichkcit gemacht ist, andeutet.
Doch brauchen sie auch andre, z. B. /on-ias. Cicero nennt dieAhncnbilder clarittimoium viroi'um Sollte dieses kornia«
hier nicht etwas mehr anzeigen, als bloße Gemälde? Ich erinneremich keiner Stelle, wo es von Gemälden gebraucht würde; und wennes oft so viel als Risse, Muster, architektonische Zeichnungen bedeutet;so ist cS nur deswegen, weil dergleichen Zeichnungen die Sache vonallen Seiten vorstellen, und nicht bloß von Einer, wie Gemälde.
Aber keine dieser Stellen bedient sich auch eines Worts, wodurchein Gemälde, oder eine Nachbildung durch Linien und Farbe» aufeiner Fläche, ausgedrückt würde, wie taliula oder piotura.
Haben denn der Herr Geheimerrath auch die Grieche» nachgesehen,welche vo» der römischen Geschichte geschrieben, und gelegentlich dieser