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Ueber die Ahncubildcr der Römer,
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4. polybius sagt, daß die Schränke, worin diese Bilder gestan-den, bey öffentlichen Feierlichkeiten eröffnet, und diese sorgfältig ge-schmückt wurden: 7«,,? ö^i^o^k^kcri. ^Tic7l«l? M'vlZ'm^k? xo<7,<^c)^c7i.z,i.X<m>t>.i>-e> Und plinius: ut ellenk imagines, ^nae comilarenlurAenlililia kuners; kemper^uo llekunclo alic^uo, tolus oclerat si>mi-liso ejus, lsui uoczusm kuerst, po>>ulus.
6. polybius sagt, daß diese Bilder bey Lcichcnbcstattnngcn vor-getragen wurden; a^o^io'i.v kl? cx<xo^«i'. Und eben das sagt auchPlinius in der zuletzt angeführten Stelle.
Wenn es nun aber hieraus gewiß ist, daß Polylnus von ebenden Ahnenbildern redet; so ist es eben so gewiß, daß die Stelle beyihm die Muthmaßung des Herrn Aloy gänzlich vernichtet, und daßdiese Bilder unmöglich bloße flache Gemälde können gewesen seyn.
Denn fürs erste sagt Pc>l>bins/ daß man diesen Bildern bey offen!lichen Vortragnngen den übrigen Körper beygefügt, und diesem die Klei-der des Verstorbenen angelegt habe, um sie auch in Ansehung der Größedesto ähnlicher, und in Betracht des klebrigen desto kenntlicher zu machen.
Zweytens sagt es Polybius ausdrücklich, ««^« -r).«---^v.-n« r^v i?5<>)>tz«z??z,>. Es waren also plastische Bilder, und gemalteplastische Bilder.
Nur ein Paar andere Gründe will ich hier »och Herrn Rloyentgegen setzen, aus welchen es erhellet, daß diese Ahncnbildcr mehrals bloße Gemälde gewesen sind:
2. AuS dem Worte ceise. Tie Metapher wäre sehr stark, wennsie nur WachSgcmälde gewesen wären. Natürlich folgt daraus, daßsie ganz und gar aus Wachs bestanden; so wie man sagt: ecra undmarmors. Auch wird cera und laliul!» einander entgegen gesetzt:
— — ki lseeas, <^ kl Ism niula i-ccumva»,
<)ugm lilel in cera v»llu8 A in laliula, ^/«^/«a/. Xl, IgZ.2. Aus der bestmöglichen Ähnlichkeit/ die man dabey zur Ab-sicht hatte. Erz und Marmor konnten diese nicht gewähren; und ausder Hand frey gemalte Porträte eben so wenig. Hirr Rloy wirdsagen: und bosstrtc Wachsbilder eben so wenig! (5r hat Recht; aberwarum kennt er von wächsernen Kunstwerken keine, als die bossirtcn?
3. Aus dem Vortragen selbst. Was für ein kindischer, armscligcr Aufzug müßte cü gewesen seyn, wenn es lauter Gemälde waren,die man nur von vorne sehen konnte?
Wenn sie aber nun keine Gemälde waren, diese Ahnenbildcr; muß-tcn sie darum nothwendig bossirre Bilder seyn? — Und nun kommeich auf die eigentliche Umvissciihcil des Herrn Aloiz.
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