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11 (1839)
Entstehung
Seite
247
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Kollcktcmeeu zur Literatur.

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spiel. Die Athciiicnser hätten den anrückenden Feind so erwarten/ undsich gegen den einbauenden zugleich so decken können.

Boyer, Abel. Verfasser des Englisch -Französischen Wörter-buchs. Er war ein Franzose von Geburt, hatte sich aber mit solchemFleiß und Glück auf die englische Sprache gelegt, daß er nicht nurvcrschicdnc politische Werke und Zeitungsblatter darin schrieb, sondernauch Racine's Iphigcnie in Verse übersetzte; ein Beispiel, das vondem Verf. des (.'ompavioa lo tde ?Ig)-li<)ulv als ein starker Beweisangeführt wird, daß die englische Sprache doch nicht so schwer undregellos seyn müsse, als sie wohl ausgegeben werde. Er erkennt dieUebersehung der Iph?gcnie frei von allen Gallicismen, an denen cSwohl in Werken geborncr Engländer nicht fehle. Es findet sichaber auch noch ein geborncr Franzose, der gleichfalls sehr gut Eng-lisch geschrieben, und das ist Pierre Antoinc Motteur, Verfasservieler Tragödien und Komödien, auch einer guten ttcbersctzung desDon Quixote.

Buchhandel. Beim Zciler (in dem Ersten seiner Send-schreiben, S. 5.) finde ich, daß im I. 1570 auf dem Reichstagezu Speyec bei höchster Strafe geboten worden, daß auf allen gedruck-ten Büchern des Verfassers Name zu nennen, desgleichen Stadt undJahrzahl solle gesetzt werden. Anmerkungen über die Billigkeit undRcchtmäßigkeit dieses Gebots.

Schon sehr frühe Klagen über Buchhändler und Buchdrucker fin-det man in dem Gespräche dreier Landfahrer: Mich wundert, daßkein Geld im Lande ist, von 1524. (Wolf. Bibl. tot. 16.yuocll. 4>o>)

Obgleich der Handel überhaupt, in dem römischen Reiche, größtcn-theils den Städten zur eignen dienlichen Einrichtung überlassen ist;so ist er doch auch mchrmalcn von dem Reiche in allgemeine Ncbcrlc-gung gezogen worden, besonders im I. tL«7. Allein unter den da-mals erörterten vielerlei Punkten bctrift keincr den Buchhandel, ohneZweifel weil die Klagen und der Mißbrauch damals noch nicht so großund allgemein waren. Denn sonst würde man, glaube ich, die Ge-lehrten und die Gelehrsamkeit wenigstens wohl eben der Aufmerksamkeitgewürdigt haben, deren man die Schiffs ^ und Fuhrleute, die Verfäl-schung der Weine, die Zchrung iu den Wirthshäusern, würdigte.

Die Privilegien, wclchc Buchhändlern auf Bücher ertheilt wer-den, sind gewissermaßen Monopolien. Doch sind weder alle Monopo-