Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
249
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Kollcktancen zur Literatur.

nicht» gewußt. ES kommen beinahe nichts als geistliche und verliebteGedichte darin vor; satyrische gar nicht/ wenn man ein paar Evigram-mcn auSnimmt: daß ich also nicht weiß, wie Teissicr (Hilclit. auxLloxes, "k. l. p. 179.) hat sagen können- qu'llipuolz'le (^.ivilunecxcelle clans Is pvi-lie lal^ii^ue. DaS Epitaph, welches er seinemBruder Lälio gesetzt, (p. 119.) ist dieses:klimlua te, luaoli, merito l'e jaoi.it slumno,

IXsm IVIaro <zua loauit, tu c^uo^ue voee l'onas.Lt tua lint «zuamvw ex owoi parte ülsrouis

(üsrmins, noii eaäem, <zuse eauit ille, e»nis.?ion igitur mirum, li ts moclc» klaalua clemluia<üerl?lim spgrgit ilorilius et Isciiruis.Die ersten Zeilen beziehen sich ohne Zweifel auf die Vlrgilischc» Cen-toncn, in welchen LäliuS CavilupuS sehr stark war.

Ioh- Caramuel. In seinem ^k^o-ono?, s. nova Oialeel»-klelaiiti^lieg, bringt er eine neue Grammatik, zur Entscheidung undAufklärung der metaphysischen und scholastisch-theologischen Streitigkei-ten, in Vorschlag. Caramuel war ein sehr subtiler Kopf, dessen WerkeAufmerksamkeit verdienen. In seinem ^riparalu vliillil'unlueo, denich habe, steht viel Gutes.

Card anus. Seine Prophezcihiing, oder astronomische Vorhcr-vcrkündigung, die christliche Religion betreffend, gründet er auf diePräcession der Acquinoctien, und auf den mntun, oelav! oivis, vonwelchen zusammen mir cS schwer wird, mir eine deutliche Idee zu ma-chen. Die Stelle steht in seinem zweiten Buche, c/e /ic-ium 5n,t<>-esp. Xl, und lautet so: (v,>p. III. p. 28. c. b.) yuoiili ita elt, neeell'e eK. snoum (üiii'ilu l>lI^L(!<I! müAiiam mulglivuemssciursui ekle iu (!lnitli lege: kzuouigin eapila motuum oelavi on.uis von kulum iu conliarüs lvvis eiuut, l'ecl eo»>r»ric> motu wove-Iiunl; czu»l! l! ccleiior l!t m»tu5, ecleiius; l'i larclior, tsräius.Dieses quod k! it., el't, ist nuu aber wohl gewiß falsch, so wenig ichauch von des CardannS Erklärung selbst mir einen Begriff machenkann. So viel sehe ich, daß cS nicht seine Erklärung, sondern dieErklärung dcS FrakastoriuS (in tlomoeenlrieis, Leet. 1. c->>>. 16.)ist, den er hier ausschreibt, ohne ihn zu nennen. Aber ich verstehe denFrakastoriuS eben so wenig, und kann nicht begreifen, wie man sichbei Präcession der Aequinoctien eine piolllisulmeielin vorstellen kön-nen, das ist, wie man glauben können, daß sie tu einem Zirkel geschehe,