Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
258
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Kollcktanccn zur Literatur.

Dienst der Cotytto angenommen haben sollten/ ist aus der Stelledes Horaz, wo er ihrer Feste, Cotyttia, erwähnt, nicht zu schlie-ßen. Er läßt, Hio-/. XVIl, v. 5K. die Kanidia sagen:

luultus ut tu lilvris Ool^IIia

Vulgsta, t'scium libori Lupiitinis?Der Dichter aber scheint nur überhaupt die nächtlichen magischen, undauf verbotene Liebe abzielenden Cäcimsnicn der Kanidia so zu nen-nen. La aulem t?o/^ttta »ouiiuavit, ut Iioiiel'to voeavulo tui^iiu-üinem susru celarot, sagt der alte Scholiast. Die Römer hatten indeßandere eben so unzüchtige Feste, welche Juvcnal mit diesen vergleicht.

Ran«-, hieß das obenerwähnte Stück des EuvoliS; und dießwar vermuthlich der Name derer, die in den Geheimnissen dieses Dien-stes eingeweiht waren, wie aus der angeführten Stelle Juvcnal'Szu schließen ist. EuvoliS hatte darin besonders den Alcibiadessehr mitgenommen, dessen ausschweifende Jugend sich der Schändlich-keit jener Feste ohne Zweifel mit schuldig gemacht hatte; und es ist be-kannt, wie hart sich ZllcibiadcS dcsfalls soll gerochen haben. Beider Stelle Juvcnal'S wären übrigens die Ausleger noch fleißigernachzusehen, besonders GrangäuS, welcher sagt, daß die Cotyttosonst eine unzüchtige Tänzerin gewesen sey, desgleichen EraSmus imHciagio, «^az>« >.oi^rrl0t«; ferner CruquiuS über die Stelle desHoraz, welcher xo^n/Zo? und >or^?l« von dieser Cottys herleitet.

Construktion. Ein Beispiel sehr unpoetischcr Wortfügung,besonders in Verwerfung der Beiwörter, sind folgende Verse im Ti-

bull, i.. ii. ki ?. v. r.

IXe<: tilii maluei'is toi um lmao^uu^uo uer oiliemkorlis srat vuliil» rulüoug »iva üove.Und diesen Pentameter kann Bronkhuvsen noch dazu wegen derverschränkten Glieder rühmen! Er glaubt sogar, daß cS ein ganz be-sondres und vorzügliches Kunststück dcS Tibullus sey, seine Penta-meter so einzurichten: in s>ii,no iiemil'tiekio eollocat vina einllivla,<iuge emlliela mt^vI'LunIur u»a voeula mom'a; iu pot'leriori suntIiilm l'ulijeela cum uuu veiüo icgeiile, iliuem moitiu; welches erbeim V. 22. I5Iex. i. I>. II. mit vielen Ercmvcln erläutert; alS:8ei'g tawen taeilis ^vcus veuit zieclilius.

^«orv^v/^r// tlo^v?-««^/^?/ ^Vu»it. Alte Medaillonsmit einem hohen Rande auf beiden Seiten. Sie scheinen ihren Ur-sprung aus Griechenland zu haben, und zu Ehren der Sieger in den