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Kollektaneen zur Literatur.
ten: oontumeliokug priviAni I^eronig lecellus. kein anderer, als Ti-bcrius Nero, zu verstehen, obschon c6 auch wahr ist, daß der Zusatz,privigvus ^ugutii, alles Mißverständniß wiederum hebt. — Ob keinManuskript die verdächtigen Worte habe, wäre zu untersuchen. AusEinem müssen sie jedoch in die gedruckten Ausgaben gekommen seyn.
So weit wäre indeß die Erdichtung nicht unschicklich gewesen,wenn man diesen Evax an den Domitius Nero hätte schreibenlassen. Denn es ist bekannt, wie sehr sich dieser den magischen Kün-sten eine Zeitlang überlassen. Er ließ sich von den Magis unterrich-ten, welche der König Tiridates aus Armenien mit nach Rom brachte. (!>//?-. I,. XXX. leet. 6.) Und cS wäre nicht unmöglich,daß unter diesen einer dieses Namens gewesen wäre, der sich sür einenkleinen König in Arabien ausgegeben hätte.
Wenn man diese Vermuthung annehmen wollte, so würde manleicht sagen dürfen, daß Marbodus, oder wer sonst den Auszug inlateinischen Versen aus den Schriften des Evax gemacht, sich in demNero geirrt habe; da er sie an den Nero überschrieben gesunden, habeer sich nicht eingebildet, daß eS der viehische Nero seyn könne, undalso den andern darunter verstanden.
Daß die verdächtigen Worte aus dem Marbodus in den Pli-nius gekommen, dünkt mir deswegen nicht wahrscheinlich, weil beidem Marbodus Evax nur von den Kräften der Steine, beim Pli-iiiuS aber l?e «ini/ikcium ^cceÄ?-» überhaupt geschrieben haben soll.
Sonst können die Schriften des Evax, welche zu Fcrrara und Wien liegen sollen, nicht das Gedicht von den Edelsteinen seyn, weil jenecarwino elegiaco geschrieben seyn sollen, dieses aber in Hexametern ist.
Um die Vermuthung, daß dieser Evax einer von den Magierngewesen, welche TtridatcS mit nach Rom gebracht, noch wahrschein-licher zu machen, könnte man anmerken, daß die Magier den TitelKönig geführt zu haben scheinen, welches aus der uralten Verwand-lung der Magier, welche den neugcborncn Christus besuchten, i» Kö-nige erhelle. Tertulltan (I.. III. al/v. Ma-cia».) sagt: klaxos lei-sliege« Iisliuil Orieos. Und PliniuS selbst hat eine Stelle, wo ersagt, daß es auch tn Arabien Magier gegeben habe.
Auch ist so viel gewiß, daß die magischen Grillen und Betrüge-reien von den verborgenen Kräften der Edelsteine zu den Zeiten deckPlinius sehr bekannt und geläussg waren. Denn er sagt ausdrück-lich in seinem 37sten Buche, daß er bei Erzählung der Edelsteine zu-gleich mit auf die Widerlegung dieser Grillen sehen wolle, sä majoremutililötem vitse oliiter eoargustur Uggoruw ios-mlla vsoitss,