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Kollektanecu zur Literatur.
Enthaltsamkeit eines Christen streite; sondern sie sollten eine Taube,oder einen Fisch, oder ein segelndes Schiff, oder eine musikalische Leier,wie PolykratcS, oder einen Anker, wie SclcukuS, darin fuhren.Dergleichen Figuren finden sich auch hausig auf geschnittenen Steinen/die daher alle für Werke spaterer Zeit und christlicher Künstler zu hal-ten sind. Vittori in seinem !>>umo oereo velerum cln'illioiiorum,commenlsno explic-üo, (liom. 1737.4.) hat verschiedene bekannt ge-macht, z. B-p. 105 einen, worauf ein Anker, zwischen welchem aufjeder Seite ein Fisch, und oben iiK.'v'r^ und unten x^icioc steht;p. S2 einen ovalen Opal, der auf der einen Seite einen Anker, undauf der andern die Buchstaben ixsr^ unter einander gesetzt hat; p. 75wiederum ein runder Opal; auf der einen Seite «Xu, und auf derandern eine Taube. — AuS der letzten Stelle des Clemens Alcxan-drinuS ist klar, daß zu seinen Zeiten die Christen sich noch keinesKreuzes, oder sonst eines naher auf Christum deutenden symbolischenBildcS in dieser Absicht bedient haben. Selbst den Fisch, welchen mansonst deswegen als ein christliches Symboluni angenommen, weil dasWort 'lx^-u? die Anfangsbuchstaben von i^?-,^? x^^-o? v-ov -v^o?o-u?-^ enthält, scheint Clemens nicht sowohl darum, als vielmehrzur Erinnerung des Apostels Petrus , welcher ein Fischer gewesen,und zur Erinnerung der Taufe in Vorschlag zu bringen-
II. Von ihrer Vernachlässigung in den Zeiten der Barbarei.
Es ist bloße kahle Deklamation, was Klotz dcSfalls! S- 5>5> und 5«?sagt: „Damals rührte kaum einmal der Glanz der lebhaften und man-„nichfaltigen Farben, die diese Steine von allen andern Dingen uin„tcrscheiden, die Augen der Sterblichen auf eine angenehme Art. Darf„man sich wundern, daß ihnen alle Schönheit der Arbeit, und die„wahre Deutung der Vorstellungen, verborgen geblieben?" — DerGlanz und die Farben der Edelsteine rührte sie noch genug, welchesdie vielen Schriftsteller von den Edelsteinen in diesen Zeiten bezeugen.Uud cS brauchte gar nicht Unwissenheit zu sey», wenn man auf denalten Gemmen Vorstellungen aus der heil. Schrift erblickte. Manwußte gar wohl, was sie eigentlich vorstellte»; aber mau deutete sieanders, um sie dadurch zu heiligen und würdig zu machen, dem Schmuckeder Kirchen einverleibt zu werden.
Wie abgeschmackt schreibt übrigens Herr Klotz, „daß das Gctraidc-„maaß auf dem Kopfe des Jupiter Scrapis einige Gelehrte ver-führt habe, dem Erzvater Joseph diesen Kopf beizulegen!" Dashat kein einziger Gelehrter gethan; und Lippert, der es anführt, sagt