Xollcktancc» zur Literatur.
Er hat Stücke mit untergemengt, welche dcm HildcbcrtuS garnicht gehören, und manche für bisher uugcdruckt ausgegeben, welchelängst gedruckt sind. Uutcr diese gehört der /Vi^/?o/c>A,i«. I I7>>.von welchem er am Rande ausdrücklich sagt: noiil/,,,» ^</i/«». Aberer war längst herausgegeben, und nicht unter dcm Namen Hildebcrtus, sondern des Bischofs TheobalduS. Eine Ausgabe inQuart auf 20 Blättern, mit gothischer Schrift, ohne Ort u»d Jahr-zahl, offenbar aber aus dem fünfzehnten Jahrhundert, besitze ich selbst,unter dem Titel: ?'/ie»ia/c/i /^/ii/c-o/ii t/o ^Vn/ii»'<'.>>
i/,t»t/ecint N,ii»la/«I/«I. Fr et) tag welcher diese Ausgabe in seinen^oalectl. I^itera,-. i«!7 beschreibt, glaubt sie Lolomae, uor Ilen-lienm l^ueolel gedruckt, weil sie der Ausgabe von des ^/»«e Doctn-»»le ^Ilum, welche dasclbsi hcrausgekomiiic», vollkcmmcn gleich sey.Auch der .Kommentar, welcher bei dcm Pbysiologus ist, scheint ibmvon cbcn dcm zu seyn, welcher das genannte /locO/na/e kommcnliri hat.
Mich wundert um so mehr, wie Beaugendrc dieses (^ccublals ein Werk des Hildebcrtus hat können drucken lassen, da inseinem Manuskripte stch am Ende zwei Acrsc befinden, welche meingedrucktes Exemplar nicht hat, und die eS ausdrücklich einem Tibal-duS zuschreiben:
<üi>rm!ne tiinto, lit laus et ßloria t^Inil'to,t!ui, li nori alii, placeant Iiaee melia ?'iia/<ii.Wer aber dieser TibalduS gewesen sey, weiß nnS Niemand zn sa-gen; man nennt ihn Lvileormü; und das ist alles. Judcß finde ichunter den vermischtcn Vedichtcn des HildcdcrtiiS, i>. I.;.".', ci»Epitaphium auf einen I>I.iß!slr»m ?'/ie»Sa/'/,in>, welches er wrblseyn könnte! und aus den Zeilen in demselben:Hoc vivenie loous Der^enlis tloiuil; il'to
8uvluto marcet nominis Imjuü ociar!irürdc ich angeben können, wo Theobald gelebt und gelehrt hätte!wenn ich nur erst wüßte, was Ivcu» /?e?ve,i/i« für ein Ott sey.
Indeß ist es wahr, daß Beaugendrc stch aus diesem gcdrnckicnPhysiolog« 6 nicht viel Raths würde haben erholen können, unddaß er ihn uns viel korrekter geliefert hat, als er dort erscheint.
Maittaire (ärmsl. Iz'lwxr. 1'. I. p. s>02;) führt auch eineEdition, imprellum per (^Iiiil't. Luellaari, j4!1^>, an; und
unter den Manuskripten der Fabrizischen Bibliothek, unter welchensich zwei Lodiccs des /Vi^/?«/»^ befinden, Ro. 14!) und 2-1!», wirdeiner (Ä/»nt'e,l/-« vom Jahre 1492 erwähnt. Jene bringt auchFrcytag aus dem Maittaire bei; nicht aber diese; wie er denn