Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
405
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Entwürfe zur Fortsetzung der Briefe antiquarischen Inhalts. 406

Raineu das Zipperlci» genannt worden, wie Michael Probstin seiner Arzncykuust und Wundcrbuche, ?. 2. p. 3M. schreibt."Diese Ableitung scheint Frisch nicht gekannt zu habe», der Zipper-lciu von dem ungebräuchliche» Zeitwerte zippen herleitet, welchesvon zieh eu und zuppeu herzukommen scheine. Ich möchte fast jeneAbleitung vorziehen.

Entwürfe zur Fortsetzung der Briefe antiquarischenInhalts.*)

I.VIN.

furchten Sie nicht, »och mehrere Briefe im Tone der letztem zuerhalten. (Gewisse Dinge verdienten freylich nie gesagt zu werden;und doch müsse» sie wenigstens Einmal gesagt werden.

Tie persönlichen Verhältnisse der Schriftsteller gegen einander in-tcrcssircn nur kaum den kleinsten Theil des zcitvcrwandtcii Publici.Welcher wünscht, daß sein Buch auch bey deu Nachkommen nicht ganzvergessen sey, und welcher sollte es nicht wünschen? muß übernichts streiten, was nur ihn selbst angeht.

Ob Lcssing den berühmten Rloy beneidet hat, was die geheimenUrsachen gewesen, warum er wider ihn geschrieben, verlaugt auch schoniu zehn Jahren niemand mehr zu wissen. Dann sragt sich bloß: WaShat er gegen ihn geschrieben? Was hat sein Schreiben gegen ihn ge-nutzt? welche Vorurlhcile hat er gegen ihn bestritteu? welcher Wahr-heile» hat er sich gegen ihn angenommen?

Folglich ist alles sehr unnützes Geschwätz in der Recension desHerrn Alolz('), bis auf das Wenige, was die unter uns streitigeSache selbst betrifft.

Er verspricht mir in einer besondern Schrift zu antworten. Diemuß ich erwarten.

Vorläufig will er nur einige Punkte berühren, deren Untersuchungwedcr Rachschlagcn noch Nachdenke» erfodcrl. (5S ist nicht die Frage,ob Tuscher für ciiie» Steinschneider gehalten worden, sondern ob er

°) Herausgegeben von Eschcuburg im zwölfte» Theile der sämmtlichenSchriften 17SZ.

(°) Zu seiner deutsche» Bibliothek d. sch. W- St. vu. S. 465.